Montag, 19. August 2013

einen "ganz anderer" Cachebehälter selber bauen

Die überwiegende Anzahl der Dosen, die wir als Geocacher so finden, haben ja neben dem Logbuch noch Platz im Behälter, mal mehr, mal weniger. Wenn genug Platz da ist, kann die Dose dann auch noch Geocoins, Travelbugs oder Tauschmaterial aufnehmen.

Es lässt sich aber auch recht leicht ein "ganz anderer" Cachebehälter bauen, in den nur genau das Logbuch hineinpasst. Was den angenehmen Nebeneffekt hat, dass dieser Cache sich dann von der großen Mengen der PETlinge, Filmdosen und Einfrierbehälter abhebt. Der Bau eines solchen Caches wird im folgenden gezeigt.

Übrigens: genau so einen Cache hatten wir bis letzte Woche im Einsatz, im Listing GC3QCH8 bei geocaching.com (der war PM-only, übrigens). Musste leider archiviert werden, weil die Gegebenheiten vor Ort sich geändert hatten, so dass diese "Dose" hier nicht mehr funktionierte.

Von daher können wir jetzt auch die passende Bauanleitung hier zeigen :-)

Die Idee für so einen Cache bzw. den Behälter hatten wir zugegebener Maßen nicht selber - inspiriert dazu hat uns ein Cache, den wir letztes Jahr im Raum Canton/Akron, OH, USA, gefunden hatten.

Zum Bau des Caches: Drei Teile dafür bekommt man im Baummarkt, der Rest ist wahrscheinlich zu Hause vorhanden.

Utensilien für den Bau des Caches
Benötigt werden:
  • ein Rundholz mit Durchmesser 4 mm
  • ca. 1 m ein Kunststoffschlauch Innendurchmesser 6 mm
  • Gewebeklebeband ("Panzerband")
  • ein Blatt Papier
  • normaler (Papier-) Kleber (wie Uhu)
  • eine Schere
Und los geht's! Als erstes wird der Logstreifen zugeschnitten. Dazu wird ein 200 mm langer und 55 mm breiter Streifen aus dem Papier ausgeschnitten. Es kann auch direkt noch ein 15 mm breite Klebefalz auf diesem Streifen markiert werden, das erleichtert später das Auftragen des Klebers.
ausgeschnittener Logstreifen mit Klebefalz
Außerdem muss der Holzstab auf die passender Länge geschnitten werden. Das geht bei einem 4 mm Stab auch noch gut und sauber mit einer guten Küchenschere. Für ein 20 cm langes Logblatt empfiehlt sich eine Stablänge vom ungefähr 35 cm.

Als nächstes wird auf die Klebefalz dünn, gleichmäßig und einseitig auf den Bereich der Klebefalz Kleber aufgetragen und der Stab darauf gelegt. Wichtig ist, dass der Stab oben ca. 1 cm übersteht - dann hält das Logbuch später länger!
Stab auf Logstreifen vor dem Kleben
Jetzt wird der Logstreifen ein mal stramm um den Stab gewickelt. Beim Strich der Klebefalz kann gestoppt werden. Das Logbuch sollte jetzt leicht überlappen, d.h. ein bisschen Papier auf Papier kleben.
Der Kleber hält nach unserer Erfahrung das Papier und das Holz ziemlich gut zusammen und trocknet auch zügig. Das Logbuch kann auch ein mal stramm komplett um den Stab gewickelt werden, so dass zusätzlicher Druck auf die Klebefläche kommt. Zum Trocknen ist es aber besser, wenn der Logstreifen abgewickelt ist.
fertiger Logstreifen, am Stab festgeklebt
Während der Kleber trocknet kann der Plastikschlauch präpariert werden. Dazu wird dieser zuerst auf die passende Länge gekürzt. Bei einem 35 cm Stab mit 20 cm Logstreifen passen ca. 25 cm Schlauch ganz gut. Nun wird das eine Ende des Schlauchs mit zwei dünnen Streifen Klebeband verschlossen.
verschlossenes Ende des Schlauchs
Ist dies erledigt, wird der komplette Schlauch ein Mal mit Klebeband umwickelt. Dazu wird ein Klebebandstreifen in der Länge des Schlauchs abgeschnitten, der Schlauch gerade darauf platziert und dann sauber und stramm eingewickelt.
Schlauch und Klebeband vor dem Einwickeln
Sollte unten Klebeband überstehen, kann diese abgeschnitten werden.
fertig umwickelter Schlauch
Im Prinzip ist jetzt alles fertig - die Hülle und das Logbuch müssen nur noch zusammengeführt werden. Dazu wird der Logstreifen stramm im den Stab gewickelt und in den Schlauch geschoben. Das passt ziemlich genau, ohne allzu fummelig zu sein.
teilweise eingeschobener Logstreifen
Wer den unteren Teil des Cachea in die Erde stecken möchte - so wie wir - der sollte das untere Ende des Holzstabs noch anspitzen. Das funktioniert sehr gut mit einem normalen Spitzer für Bleistifte und Buntstifte.
angespitzte Spitze

Um das Holz, welches in der Erde steckt, ein bisschen besser vor Nässe und Feuchtigkeit zu bewahren, sollte dieses geschützt werden. Das geht z.B. mit einer passenden Farbe oder - so haben wir es gemacht - ganz simpel mit Haarlack. Letzteres funktioniert übrigens einwandfrei. Jetzt muss nur noch ein passendes Versteck gefunden werden ;-)

Noch ein paar Anmerkungen aus der Praxis:
  • Auch wenn es nicht so aussieht - der Cache ist voll outdoortauglich. Unserer war ziemlich genau 13 Monate im Einsatz und musst in dieser Zeit 2x getauscht werden (ein mal, weil er wohl einem Mähbalken der Autobahnmeisterei zum Opfer gefallen ist...) - aber nie wegen Nässe oder Feuchtigkeit.
  • Bei der ersten Version dieses Caches war der Logstreifen länger, nämlich ca. 25 cm (womit der ganze Behälter natürlich auch 5 cm größer war). Dabei war das enge Aufrollen des Logbuchs aufgrund der Länge schwieriger, so dass dieses recht schnell "fledderig" wurde.
  • Damit das Logbuch lange lebt, hatten wir den folgenden Hinweis im Listing: "Und nach dem erfolgreichen Log das Logbuch bitte wieder vorsichtig und gefühlvoll verstauen und den Cache wieder vorsichtig und gefühlvoll platzieren.
    Dazu ein Tipp: Erst wieder eng aufwickeln, dann ein Stückchen einführen, dann zuerst den unteren Teil des Logbuchs nochmals nachdrehen, so dass auch dieser eng anliegt. Und dann ganz rein schieben und den kompletten "Cachebehälter" verstauen."

    Dies hat definitiv geholfen. 
  • Beim Verstecken sollte man darauf achten, dass der Schlauch bündig am Boden aufliegt. Zum einen, damit der suchende Cacher nicht den (verdächtigen) Holzstab sieht, zum anderen, weil dann die Witterungsbeständigkeit besser ist.
  • Der Cache hat bei gc.com die Größe "other", weil er im Prinzip ja kein Volumen hat. Da "other" Caches selten sind empfiehlt es sich, in einer Reviewer-Note dem Reviwer kurz zu erklären, wie die "Dose" aussieht und dass deshalb "other" gewählt wurde.
Der Zeitaufwand für den Bau so eines Cachebehälters ist übrigens gering, nur ca. 15 min Arbeitszeit plus ca. 10-15 Trockenzeit für den Kleber.

ein Beispielversteck
Natürlich ist so eine Dose recht speziell und kann lange nicht "überall" versteckt werden. Aber vielleicht hat der ein oder andere ja eine Idee und fühlt sich inspiriert.

Montag, 12. August 2013

Der erste geloggte Nachtcache

Log #1371 - der erste erfolgreich geloggte Nachtcache :-)

Nachtcaches gibt es zwar bei uns in der Gegend ein paar, aber irgendwie hat's nie gepasst, dass wir einen angegangen sind.

Mit einer Ausnahme: GC38222. Das ist ein sehr kurzer (und schneller) Nachtcache bzw. Cache, der nur bei Dunkelheit zu machen ist (Details siehe Listing). Nur hatten wir bei diesem Cache - vor dem erfolgreichen Log letztes Wochenende - zwei DNFs...

Beim ersten DNF hatten wir gedacht, dass wir uns einfach nur doof angestellt hatten, aufgrund fehlender Erfahrung. Beim zweiten Mal beschlich uns schon das Gefühl, dass das eingesetzte Leuchtequipment (eine MagLite 2C mit LED und eine LED Lenser P5) zu schwach ist. Gut, "schwach" sind die Lampen subjektiv gesehen nicht. Aber was zum Spazieren gehen bei Dunkelheit reicht, dass reicht vielleicht doch nicht, um einen Leuchtpunkt zum Reflektieren zu bringen... Die LED Lenser P5 hat übrigens 105 Lumen Lichtstrom.

Am letzten Wochenende waren dann 25% des Teams so wie so ganz in der Nähe, gegen 23 Uhr, also im Dunkeln. Im Gepäck die neue Taschenlampe, eine Shining Beam Mini-S. Die ist zwar nicht wesentlich größer als die P5, hat aber mit maximal 360 Lumen Lichtstrom deutlich mehr Leuchtpower.

Shinin Beam Mini-S
Also das gleiche Prozedere wie bei den DNFs: Ca. 100 m von GZ parken (übrigens auf dem Friedhofsparkplatz - wie passende bei Nacht ;-) ), Warnweste anziehen, Taschenlampe und Stift nehmen und los.

Und, siehe da: es hat dieses Mal keine 2 Minuten gedauert, da strahlte der Lichtpunkt zurück. Position gemerkt und hin (im Dunkel durch den Wald ist auch mit Taschenlampe gar nicht so trivial...). Und der Log war perfekt.

Hier zeigt sich halt wieder: ohne vernünftiges Equipment kommt man halt nicht weit - erst recht nicht bei Nachtcaches.



Ein Cachebehälter im Eigenbau

Der überwiegende Teil der Dosen, die wir als Geocacher so finden, sind gekaufte Dosen - PETlinge, Einfrierdosen, Filmdosen und ähnliches. Klar, die sind am einfachsten zu beschaffen - und es ist ja auch nicht verkehrt, auf "bewährte" Technik zu setzen.

Natürlich gibt es auch selbst gebaute Dosen, welche aus der Kreativ-Ecke kommen. Dies reicht von guter Tarnungen für Standarddosen wie PETlingen bis hin zu komplett selbst gebauten Behältern. Bei uns in der Gegend gibt es von letzteren (glücklicherweise) eine ganze Reihe, nämlich in dem Wald zwischen Gückingen und Hambach.

Nun ist es aber sicherlich nicht jedermanns Sache, aufwendige Cachebehälter selber zu bauen. Vielleicht fehlen die richtigen Ideen, das notwendige Geschick, das richtige Werkzeug oder einfach nur die Zeit.

Aber: es gibt auch einfach zu realisierende Selbstbau-Behälter, wie im folgenden gezeigt. Die Idee dafür hatten wir übrigens nicht selber, die Inspiration haben wir von einer ähnlichen Dose bezogen, welche wir vor ein paar Tagen im Raum Oberhausen gefunden habe.

Alles, was man für den Eigenbau braucht, bekommt man im Baumarkt:

Teile für den Cachebehälter
Die Teile sind:
  • eine Überschiebmuffe DN50
  • zwei passende Muffenstopfen
  • ein Haken mit passenden Muttern und Unterlegscheiben
Die Muffe und die Stopfen sind Teile aus der normalen Hausentwässerungtechnik, welche in jedem Baumarkt erhältlich sein sollten. Hier wird eine Muffe mit einem Durchmesser von 50 mm verwendet, die Anleitung funktioniert aber natürlich auch mit allen anderen Größen (z.B. gibt es noch DN110, was einen wesentlich größeren Behälter ergeben würde).

Außerdem benötigt man noch einen geeignete Kleber, welcher "Outdoor-tauglich" ist, d.h. die Temperaturwechsel Sommer-Winter aushalten kann. Wir haben für den Bau einen 2-Komponentenkleber (Expoxidharz-Kleber) verwendet.

Ansonsten braucht man als Werkzeug nur noch einen passenden Bohrer, um das Loch für den Haken in den Deckel zu bohren. Und schon kann es los gehen.

Als erstes haben wir eine Seite der Muffe innen mit 2-Kompenentenkleber eingestrichen und einen Muffenstopfen hinein geschoben. Dies ist dann die dauerhaft geschlossene Seite des Behälters.

Während der Kleber aushärtet kann der Deckel gebaut werden. Dazu wird zuerst das Loch für den Haken mittig in den Muffenstopfen gebohrt und dieser dann mit Hilfe der Unterlegscheiben und der Muttern befestigt. Wir haben noch etwas 2-Komponentenkleber zwischen Unterlegscheibe und  Stopfen gepackt, damit hier kein Wasser eindringen kann.

Der fertige Deckel sieht dann so aus:
fertiger Deckel des Behälters
Der Haken ist übrigens nicht unbedingt zum Aufhängen des Behälters gedacht, sondern viel mehr zum einfacheren Öffnen des Deckels. Die Überwurfmuffe hat an beiden Enden eine Gummidichtung, wodurch der Stopfen halt dicht aber auch sehr stramm sitzen. Mit Hilfe des Hakens lässt sich der Deckel wesentlich leichter heraus ziehen als ohne.

Im Prinzip ist der Behälter fertig, sobald der Kleber vollständig getrocknet ist. Wer möchte kann die Behälter noch beschriften, "Kein Müll" Hinweise anbringen etc.

fertiger Cachebehälter
Ein Tauchtest in der Regentonne im Garten hat gezeigt, dass diese Art von Behälter dicht ist, jedenfalls war kein Wasser im Inneren. Ob diese Dose auch hochwassertauglich ist, d.h. auch bei mehreren Tagen (oder Wochen) im Wasser dicht ist haben wir nicht probiert (wir haben keine hochwassergefährdeten Caches...).

Gestern haben wir übrigens genau den gezeigten Behälter zum Einsatz gebracht, für unseren neuen Rätselcache. Praxiserfahrung mit der Dose wird dann gepostet, sobald diese vorliegt.

Für ganz eilige gibt es übrigens noch eine "Blitzvariante" der Dose, ganz ohne Werkzeug und Kleber:
Einfach beide Stopfen in die Überwurfmuffe schieben (Logbuch nicht vergessen!) - und fertig. Hat aber den Nachteil, dass es ziemlich fummelig ist, die Stopfen wieder abzuziehen.

Kostenmäßig "lohnt" sich der Eigenbau dieses Behälters übrigens nicht wirklich: der Preis für die Teile im Baumarkt liegt bei ca. 6,- Euro (ohne Kleber), eine 0,25l Clip'n'Lock Dose von z.B. Emsa kostet rund die Hälfte. Bei "großen" Dosen auf Überwurfmuffen (wie z.B. die weiter oben erwähnte DN110) dürfe der Kostenunterschied geringer ausfallen.

Aber um die Kosten geht es beim Eigenbau ja eigentlich gar nicht. Außerdem kann ja z.B. auch die runde Form für bestimmte Verstecke von Vorteil sein, oder auch das mehr an Möglichkeiten, was das anbringen von Magneten, Haken etc. angeht.

Jedenfalls ist der Eigenbau dieses Cachebehälters nicht weiter schwierig. Benötigt werden nur ein paar Teile aus dem Baumarkt, ein bisschen Kleber und ein Bohrer. Der Zeitaufwand liegt insgesamt bei weniger als 15 min - das sollte jeder, der Interesse am Selbstbau-Behälter hat hin bekommen.


Dienstag, 6. August 2013

Einen Cachebehälter verstecken ist Arbeit!

Das sich ein Cache "nicht von alleine" versteckt ist wohl allen Cachern klar. Das je nach Art des Caches noch ein bisschen (viel) mehr Arbeit dahinter steckt (z.B. bei Mysteries oder Multis) wissen alle, die diese Arten von Caches schon mal gelegt haben. Wir reden hier aber nicht von der Arbeit der Vorbereitung und des Listings schreibens, sondern von tatsächlicher körperlicher Arbeit, in Form von "wir tragen den Cachebehälter zum Versteck".

Hört sich komisch an? Na ja, wir reden ja auch nicht von einem PETling oder einer 0,25 l Einfrierdose, sondern vom neuen Behälter unserer Dosenshow-Serie: dem Mun-Behälter.

ein Mun-Behälter
(Anm.: Der Behälter ist mit Absicht unscharf, um die Spannung für den Fund zu erhalten).

Der Cache wird wohl in Kürze als GC4J3HM bei geocaching.com veröffentlicht.

Was daran jetzt Arbeit ist? Nun, das Ding ist ca. 70 cm lang und wiegt gut 3 kg. Nicht gerade handlich und in einen Rucksack (Daypack) passt es auch nicht wirklich. Und so haben wir die Röhre heute ca. 600 m von der nächsten Parkgelegenheit zum Versteck getragen.

auf dem Weg Richtung Versteck

Erschwerend kommt noch hinzu, dass so ein Behälter ja nicht gerade unauffällig ist... um nicht zu sagen: suspekt, für Muggel. Glücklicherweise ist uns niemand begegnet. Und bei so Aktionen ist es ein Vorteil, wenn man Kinder dabei hat. Haben wir ja glücklicherweise im Team. Wenn man als Erwachsener alleine mit so einem Ding auf der Schulter rumläuft - und das in diesem Falle auch noch in mittelbarer Umgebung der ICE-Strecke Frankfurt-Köln - dann ist man noch viel suspekter.

noch ca. 200 m bis zum Versteck

Na ja, jedenfalls sind wir nicht verhaftet worden und die Dose liegt getarnt an Ort und Stelle. Eine geeignete Stelle zu finden war übrigens gar nicht so einfach, weil die Röhre halt so groß ist.

Für alle, die diesen Cache "Dosenshow: Mun-Behälter" suchen werden: Happy Caching!


Donnerstag, 1. August 2013

Cache "Willkommen bei den Pinguinen" - FTF

Wir sind einem gepflegten FTF ja nicht abgeneigt, sind diesen aber nicht "wie wild" hinterher. Es muss halt zeitlich und räumlich passen.

Gestern hat es gepasst und der siebte FTF unserer Cacherkarriere war perfekt.

Um 12.08 Uhr mittags kam die Publish-Mail zu einem neuen Tradi, welche wenige Minuten später bereits von uns gelesen wurde. 9,7 km weg von der Homelocation - aber nur ca. 2,5 km von der Arbeitslocation des "größten" Teils des Teams. Das passt doch hervorragend in die Mittagspause, zumal die Gegend des Finales von drei anderen Caches in der Umgebung dort bekannt war.

Also wurde flux das Listing ausgedruckt, die Minimalausrüstung in Form von Kuli und Taschenmesser eingesteckt und ab ging's Richtung Holzheim. Gegen 12.20 wurde das Cachemobil abgestellt und zu Fuß wurden die letzten ca. 600 m gen Ground Zero zurückgelegt.

Aufgrund der "Spontanität" musste das Galaxy S3 in Kombination mit LocusPro als GPSr genutzt werden. Normalerweise gehören wir ja nicht zu den Handycachern, ging aber hier nun mal nicht anders. War aber letztendlich auch kein Problem, da die Dose weder in einem dichten, weitläufigen Wald noch einem engen Tal liegt und aus dem Listing auch hervor ging, dass der Cache wohl nicht so schwierig zu finden sein würde.

An GZ dauert die Suche in der Tat nicht lange, der im Listing genannten Kollege Pinguin wurde zügig gesichtet. So war dann kurz nach 12.30 Uhr der FTF perfekt.

Diese war Log Nr. 1356 (und der 2. Cache, welcher nur mit dem Smartphone gefunden wurde).

Samstag, 27. Juli 2013

chilehead.us/wm - eine quasi-App für das Waymarking

Waymarking ist ja eine nette Ergänzung zum Geocaching. Quasi die entspannte Lite-Variante.

Für alle, die Waymarking nicht kennen: waymarking.com gehört genau wie geocaching.com zu Groundspeak. Und wer bei geocaching.com angemeldet ist, der kann sich mit den gleichen Daten auch bei waymarking.com einloggen.
Beim Waymarking geht es kurz gesagt darum, einen "besonderen" Ort zu besuchen. Das kann z.B. eine Kirche, ein Brunnen, einen Sonnenuhr, eine Seilbahn, ein ... sein - Kategorien gibt es über 1000 verschiedene. War man vor Ort, kann man online loggen und seinen Besuch kurz beschreiben. Für einige Kategorien sollte man zusätzlich zum Log auch ein Foto hoch laden.

Die Koordinaten und Beschreibung für die Orte = Waymarks bekommt man online. Dort kann man auch passende GPX-Dateien herunterladen. Nur leider gibt es kein App für Smartphones (wie z.B. die diversen Geocaching-Apps), was dem spontanen, ungeplanten Waymarking deutlich im Weg steht.

Abhilfe schafft hier eine Webseite, welche sich ähnlich wie eine App verhält: http://chilehead.us/wm

Diese Seite kann man im Browser (seines Smartphones) aufrufen und sollte dann auch den Zugriff auf den Standardort zulassen bzw. vorher den GPS-Empfänger aktivieren. In einer übersichtlichen Oberfläche kann man sich dann die nahe gelegenen Waymarks anzeigen lassen, inklusive Bild und Beschreibung. Praktischer Weise kann man seine bereits besuchten oder selbst veröffentlichten Waymarks direkt aus der Trefferliste ausfiltern lassen.

Die  Seite bietet auch an, zur Waymark hinzuführen, was in unserem kurzen Test auf einem Galaxy S3 in Kombination mit dem Firefox Mobile aber nicht richtig funktioniert hat. Müssen wir noch Mal ausführlicher testen. Außerdem kann man über die Seite wohl auch online loggen. Letzteres haben wir aber auch noch nicht probiert.

Des weiteren kann man mit der Seite auch Waymarks anlegen, bzw. zumindest das Grundgerüst dafür. Es lassen sich für eine neue Waymark die Kurz- und Langbeschreibung anlegen, Koordinaten festlegen sowie Fotos hoch laden. Das Ganze wird dann auf waymarking.com als Entwurf ("unfinished Waymark") gespeichert. Später am Rechner kann man dann den "Feinschliff" erledigen, also die passende Kategorie hinzufügen und kategorie-abhängige Daten hinterlegen. Jedenfalls ist diese Funktion recht praktisch, wenn man unterwegs ist und spontan eine neue Waymark anlegen möchte.

Unterm Strich ist die Seite http://chilehead.us/wm jedenfalls ein sehr praktischer "Ersatz" für die fehlende Waymarking-App. Wer sich für Waymarking interessiert sollte sich die Seite auf jeden Fall einmal anschauen!

Donnerstag, 18. Juli 2013

Wer benutzt denn noch Filmdosen?

Die Filmdose ist ja ein Klassiker unter den Cachebehältern. Selbst beim Anlegen von neuen Caches bei geocaching.com wird als Beispiel für einen Cache Größe "Micro" ein "35 mm film container" genannt, auf Deutsch halt: Filmdose.

Gut, früher™ also bis ca. Mitte des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts, hatte ja auch quasi jeder Haushalt eine Kleinbildkamera und braucht somit Filme dafür. Die waren immer in den bekannten Filmdosen verpackt. Nur seit dem flächendeckenden Einzug von Digitalkameras sind die 35 mm Filme so gut wie ausgestorben, womit sich auch die Filmdose in den Haushalten dieser Welt rar gemacht hat.

Jetzt kann man natürlich die Restkontingente von 35mm Filme aufkaufen (manche Drogeriemärkte führen die noch, zumindest deren Hausmarken), aber: das ist eigentlich zu teuer und erzeugt zu viel Müll. Üblicherweise wirft man ja die auch Verpackung weg und behält den Inhalt - und nicht umgekehrt ;-).
Alternativ kann man in einigen Geocaching-Shops noch Filmdosen kaufen, Kostenpunkt: ca. 0,30 Euro (zzgl. Versandkosten).

Aber: warum? Eine Filmdose hat ein zwei größere Nachteile als Cachebehälter:
  • Sie ist nicht wirklich wasserdicht. Besonders, wenn die Dose am Boden liegt kann bei längerem Regen oder Schnee das Logbuch feucht (oder nass) werden.
  • Sie ist nicht wirklich stabil. Bei mäßigem Druck auf die Seiten drückt sich die Dose ziemlich zusammen, wobei unter Umständen der Deckel abspringt.
Doch es gibt Abhilfe! Die deutlich bessere Dose gleicher Größe hört auf den etwas sperrigen Namen "Runddose mit Schraubverschluss". Diese Dosen bekommt man ebenfalls in gut sortierten Geocaching-Shops (und wahrscheinlich auch im Laborbedarf Fachhandel?).

Wir verwenden üblicher Weise die 35 ml Variante mit einer Höhe von 55 mm und einem Innendurchmesser von 35 mm.

35 ml Runddose vs. Filmdose
Die Runddose hat die beiden oben genannten Nachteile eben nicht:
  • Durch den Schraubverschluss ist die Dose nachhaltig und dauerhaft wasserdicht.
  • Durch den kleinen Ring unterhalb des Schraubgewindes, das Gewinde an sich und der - im Vergleich zur Filmdose - aufwendigeren Konstruktion am Boden ist die Dose wesentlich stabiler. Zusammendrücken kann man diese so gut wie nicht.
Kostenmäßig liegt die 35 mm Runddose im Geocaching-Shop unserer Wahl bei 0,45 Euro/St. (zzgl. Versandkosten). Gut, relativ gesehen 50% teurer als eine Filmdose. Aber die 0,15 Euro Differenz lohnen sich auf jeden Fall, da man mit dieser Dose "sorgenfrei" ist, weil viel robuster.

Wie gesagt ist die 35 ml Dose ähnlich groß (etwas größer, genau genommen), als eine Filmdose, so dass alle "Filmdosenlogbücher" ohne Probleme auch da hinein passen.

Also: Wer benutzt denn noch Filmdosen? Es gibt doch was viel besseres bei gleicher Behältergröße :-)