Samstag, 2. Juli 2016

Cachen im Cedarock Park, North Carolina, USA

Der Cedarock Park ist ein ca. 2 Quadratkilometer großes Naherholungsgebiet südlich von Burlington, North Carolina. Hier gibt es unter anderem zwei Frisbee-Golf Anlagen, eine historische Farm als Freilichtmuseum, ein paar Grillhütten und eine Reihe von Trails für Wanderer und Reiter durch den Wald. Und natürlich Geocaches.

Vor etwas mehr als vier Jahren war ich schon mal im Park und habe dort eine Reihe von Caches im nördlichen Teil gemacht. Heute passten wieder Zeit und Raum für eine Besuch und so wurden Caches im südlichen Teil angegangen.

Geocaching ist Cedarock Park ist dabei genau so, wie ich es mag: (schmale) Trails durch undurchforsteten Wald, ruhig, schöne Natur / Landschaft und große Dosen - der größere Teil der Caches hier sind nämlich Mun-Kisten.

Weg durch undurchforsteten Wald im Cedarock Park
Nachdem das Cachemobil am Hauptparkplatz abgestellt wurde war der erste Cache nur ca. 200 m entfernt - eine große Mun-Kiste etwas abseits des Wegs. Danach ging es zu südlichsten der möglichen Startpunkte für die diversen Trails hier im Wald.

diese Brücke ist der Einstiegspunkt für diverse Trails
Die Trails sind alle ausgeschildert und ohne Probleme zu finden. Die Wege schlängeln sich durch den Wald und es geht was immer leicht bergauf oder bergab, auch wenn der absolute Höhenunterschied im Park nicht sonderlich große ist.

die Wege sind mal eben...
... und mal steinig
Durch das Geschlängel ist nicht weiter schwierig, Schwierigkeiten mit der Orientierung zu bekommen, besonders an den Kreuzungspunkten. Auch, wenn es nicht allzu viele Trails hier im Park gibt. Aber auf der (oben verlinkten) Webseite des Parks kann man eine Trail-Map herunterladen und auch bei OSM sind die Trails verzeichnet.

"seltsam" geformter Baum - hier gibt es auch einen Cache (GCPB6X - WATA TREE)
Der Park wird von diversen Bächen und Flüssen durchzogen und die Natur ist weitestgehend unberührt, weil es im Park keinerlei Forstwirtschaft gibt.

Rock Creek, der Hauptfluss im Park
einer der Bäche im Park
Cachen macht hier einfach Spaß - mir zumindest. Wer alles mal in der Nähe sein sollte und Zeit zum Geocachen hat, sollte auf jeden Fall einen Besuch einplanen.
Mun-Kisten sind als Dose immer gut
Der Park ist ganzjährig geöffnet und der Zutritt ist frei. Wer alle Caches machen möchte sollte ca. 3-4 Stunden Zeit einplanen.
Im Park gibt es keinen Kiosk oder ähnliches, Wasser und Verpflegung muss also selber mitgebracht werden.

Samstag, 9. Januar 2016

MyFinds - die selbstgefundenen Caches durchsuchen und ein bisschen Statistik

Statistik hat ja für verschiedene Geocacher einen unterschiedlichen Stellenwert. Uns interessiert die Gesamtheit der nackten Geocaching-Statistik nicht so unbedingt, aber so ein paar Statistiken und besonders die von uns gefundenen Caches nach bestimmten Kriterien zu durchsuchen, interessiert uns manchmal dann doch. Dafür haben 25% von DerSchnelleLinus "MyFinds" programmiert. MyFinds ist in Python geschrieben und nutzt das Django Webframework.

So "richtig" neu ist MyFinds nicht, da es zwei ältere (ebenfalls selbst programmierte) Projekte vereint, nämlich pygcbrowse und pygcstats und außerdem die bereits vorhandenen Geocaching-Applikationen Cachekeeper und Mysterykeeper ergänzt.

Was MyFinds macht ist recht simpel: es liest die GPX-Datei des "Meine Funde" Pocket Queries ein und speichert die Daten zu den Caches in einer lokalen SQLite-Datenbank. Diese liefert dann die Daten für die Statistiken und die Suche. Das ganze wird über den Browser bedient, die Aufbereitung der Daten und die Ausgabe als HTML-Datei erfolgt über das bereits erwähnte Django Webframework, welches ebenfalls lokal einen Webserver bereit stellt.

Die Startseite des Applikation ist relativ unspektakulär, da hier einfach nur die drei Auswahlmöglichkeiten aufgelistet werden.

Startseite der MyFinds Applikation

Ein Klick auf den Link "Statistics" ruft die Statistik-Seite auf:

durch MyFinds generierte Statistiken

Wie zu sehen ist, werden sieben Statistiken aufgelistet - halt das, was uns mal so ab und an interessiert, nachzuschauen.

Etwas spannender ist da die Suche-Seite. Diese erlaubt es, die gefundenen Caches nach diversen Kriterien zu durchforsten:

Suchmaske
Wie zu sehen ist, stehen eine ganze Reihe von Suchmöglichkeiten zur Verfügung. Natürlich kann man auch mehrere Kriterien auswählen, die Suchbegriffe werden dann mittels "und" verknüpft. So würde z.B. "Cache Type: Traditional, Terrain = 4" nach allen Tradis mit einer T-Wertung  von 4 suchen.

Alle zur Verfügung stehenden Suchkriterien sind:
  • Suche nach Cache Owner
  • Such nach Cache Namen
  • Suche nach Cacheart
  • Auswahl nach Land
  • Auswahl nach Bundesland (bzw. Bundesstaat, Provinz etc.)
  • Auswahl nach Jahr des Fundes
  • Auswahl nach T-Wertung (inkl. T-Wertung "größer als" oder "kleiner als" oder "gleich")
  • Auswahl nach D-Wertung (inkl. D-Wertung "größer als" oder "kleiner als" oder "gleich")
  • Selektion nach Abstand von den Heimatkoordinaten
Das Ergebnis wird dann als Tabelle ausgegeben:

Ergebnis der Suche nach den Caches eines bestimmten Owners
Was wir ganz praktisch finden (und was deswegen auch eingebaut ist ;-) ), ist die Möglichkeit, sich die Position der Caches, welche im Suchergebnis aufgelistet sind, direkt auf einer OpenStreetMap Karte zeigen zu lassen. Diese wird direkt unterhalb der Tabelle automatisch angezeigt:

Ort der Caches aus dem Suchergebnis

Natürlich skaliert die Karte beliebig, d.h. es sind nicht nur "lokale" Karten (wie oben im Bildschirmfoto zu sehen), möglich. Das folgende Bildschirmfoto zeigt z.B. eine Karte mit unseren Funden 2015:

Karte
Klickt man in der Ergebnistabelle auf die GC-Nummer eines Caches, so werden dessen Details angezeigt:

Details zu einem gefundenen Cache
Wie gesagt ist MyFinds selbst geschrieben und damit nach unseren Wünschen gestaltet (das ist halt der Vorteil von selbst erstellter Software :-) ).
Wer Interesse an MyFinds hat, kann uns gerne kontaktieren. Auf dem eigenen Rechner wird lediglich Python 3.4 oder neuer und Django benötigt.

Sonntag, 3. Januar 2016

Garmin GPSMap 64s vs. eTrex 10 - unsere Erfahrungen

Kurz nachdem wir Ende 2011 mit dem Geocaching angefangen hatten, haben wir uns das Garmin eTrex 10 als GPS Empfänger (kurz: GPSr) gekauft. Ein Smartphone war zu diesem Zeitpunkt bei uns noch nicht vorhanden und nach ein paar Caches war klar, dass das Holux GPSport 245 so auf Dauer nicht der geeignete GPSr für's Geocaching ist.

Irgendwann kam dann mal der Wunsch, GPSr-technisch aufzurüsten und so nutzen wir die Ende 2015 die Schnäppchen-Chance bei Amazon, ein Garmin GPSMap 64s sehr günstig (bezogen auf den regulären Preis) zu kaufen.

eTrex 10 und GPSMap 64s
 Warum aufrüsten?

Hier sei direkt gesagt, dass wir mit dem eTrex 10 nie ein Problem hatten. Die Präzision / Empfangsgenauigkeit ist sehr gut, sowohl beim Suchen als auch beim Einmessen von neue Caches. Dass das Display "nur" monochrom hat uns auch nie wirklich gestört. Da wir für die offline Karte ja bekanntlich Locus Map nutzen und darüber mittels Fieldnotes Add-on auch loggen, fiel das nie wirklich ins Gewicht, dass das mit dem eTrex 10 nicht geht.
Was ab und an mal gestört hat ist, dass der Speicher des eTrex 10 recht klein ist und auch nicht mittels SD-Karte erweitert werden kann. Das ist nicht tragisch, wenn man am Wochenende mal eine Runde mit einer paar handvoll Caches dreht. Aber wenn man z.B. einen größeren Pocket-Query mit ein paar hundert Caches für den Urlaub auf das Gerät zieht, ist der Speicher so gut wie voll. Natürlich kann man das Gerät dann noch benutzen, aber man muss in der Regel zumindest die Track-Aufzeichnung ausschalten. Was gerade in fremdem Gelände nicht so toll ist, weil man mittels Trackaufzeichnung immer gut zum Ausgangspunkt der Tour zurück finden kann.
Außerdem ist die Bedienung des eTrex mit dem kleinen Joystick und den Tasten an der Seite doch etwas fummelig bzw. man verklickt sich ab und an mal.
Und ein letzter, wenn auch am wenigsten ausschlaggebender, Grund war, dass wir gerne einen magnetischen 3-Achsen Kompass und barometrischen Höhenmesser im Gerät haben wollten.

GPSMap 64s

Das Garmin GPSMap 64s kann eben das alles, was das eTrex 10 nicht kann / hat. Übrigens wollten wir ein GPSr ohne Touchscreen - womit sich die Auswahl so wie so auf die GPSMap Serie reduziert ;-)

Das GPSMap 64 wird auch über Tasten bedient, aber über mehr, nämlich die 4-Wege Wippe in der Mitte plus 8umliegende Tasten. Und das geht wesentlich besser und schneller aus der Joystick plus die Tasten an der Seite des Geräts, wie die eTrex GPSr 10/20/30 es haben. Zumal die Tasten am GPSMap größer sind - was bei der Bedienung mit Handschuhen praktisch ist.

die Bedientasten der GPSMap 64 Serie
Dass das GPSMap 64 ein Farbdisplay hat und auch Karten darstellen kann ist dann auch nützlicher als gedacht. Wir haben eine OSM-Karte auf das Gerät geladen und das ist für die Orientierung in der näheren Umgebung durchaus praktisch, wir holen jedenfalls seltener das Smartphone aus der Tasche. Wobei für die Orientierung "im größeren Umkreis" (wie z.B. "Wie kommen wir zum Parkplatz für die nächsten Caches?") das größere Display des Smartphones schon besser und übersichtlicher ist.

Ein Problem mit der Speichergröße werden wir beim GPSMap 64s wohl auch nicht haben, weil das Gerät 4 GB eingebaut hat, welche zusätzlich mit einer SD-Karte erweitert werden können.

Satelliten-Empfang

Garmin bewirbt ja einen der Vorteile der GPSMap Serie damit, dass der Empfänger des GPS-Signals in dem Antennenstummel außen liegt (statt, wie es bei den anderen Geräten Standard ist, oben quer im Gehäuse). Dadurch soll man a) schneller ein Signal haben und b) ein genaueres Signal und schlechteren Empfangsbedingungen.
Nun, davon haben wir bis jetzt nicht wirklich etwas bemerkt. Wobei wir ja wie gesagt mit dem eTrex 10 nie ein Problem hatten. Aber wir haben auch nie einen echten A/B Vergleich gemacht haben, in dem wir mit beiden Geräten los sind.
Mit dem GPSMap 64s waren wir im Dezember in Hamburg unterwegs und hatten jedenfalls auch in der Stadt eine Genauigkeit von 4m (lt. Anzeige des GPSMap 64s). Für in der (Innen-) Stadt ist das wohl ok.

Fazit

Auch wenn wir mit dem eTrex 10 zufrieden waren - das GPSMap 64s lässt sich schneller und besser bedienen. Die Umstellung viel dabei auch nicht schwer, da die Menüführung und -strukturierung beider Geräte sehr ähnlich ist.
Das eTrex 10 können wir nach wie vor allen Empfehlen, die ein preiswertes GPSr suchen. Der Empfangsgenauigkeit ist sehr gut und in einem Punkt ist das eTrex 10 so wie so allen anderen GPSr überlegen: Batterielaufzeit. Die von Garmin angegeben ~24h mit zwei AA-Batterien können wir bestätigen.

Nicht desto trotz ist das GPSMap 64s aufgrund seiner Ausstattung "höher, besser, schneller, weiter" besser und komfortabler. Und jetzt, wo wir uns daran gewöhnt haben, möchten wir es auch nicht mehr missen.

Donnerstag, 12. November 2015

Kartendienst Schutzgebiete in Deutschland

Geocaches darf bzw. sollte man nicht überall legen. Bei Groundspeak, also geocaching.com, ist wohl ein Punkt, den der Reviewer überprüft, ob der Cache in einem Schutzgebiet liegt. Entweder gelten dann Einschränkungen (wie z.B. "muss ohne verlassen des Weges erreichbar sein") oder es ist erst gar kein Auslegen des Caches erlaubt.

Das Problem dabei: wenn es nicht gerade ein bekanntes bzw. ausgeschildertes Gebiet ist, weiß man vielleicht gar nicht, dass man einen Cache in einem Schutzgebiet platziert hat.

Einen sehr gute Übersicht über Schutzgebiete in Deutschland gibt die Seite http://www.geodienste.bfn.de/schutzgebiete , auf der man sich diese anzeigen lassen kann.

Ruf man die obige URL auf, so erscheint eine Karte im Browserfenster, wie in der folgenden Abbildung zu sehen:

Startansicht der Webeite
Gezeigt wird Deutschland und markiert sind Naturschutzgebiete sowie Nationalparks.


Oben rechts wird standardmäßig eine Auswahlliste eingeblendet, welche Schutzgebiete auf der Karte angezeigt werden sollen. Neben den Naturschutzgebieten und Nationalparks stehen noch Biosphärenreservate, Naturparks, Landschaftsschutzgebiete, FFH-Gebiete und Vogelschutzgebiete zur Auswahl.

Auswahlliste der anzuzeigenden Schutzgebiete
In die Karte lässt sich dynamisch hineinzoomen, so dass man auch einen detaillierten Blick auf das Gebiet werfen kann, welche für einen selber von Interesse ist.

Sehr praktisch ist auch die Suchleiste links oben:

Suchleiste
Fängt man an, in das Textfeld zu tippen, werden dynamische Vorschläge zum gerade eingetippten gemacht:

Suchergebnisse werden dynamisch angezeigt
Wie zu sehen ist, wird dabei praktischerweise gleichzeitig nach Städte- / Ortsnamen als auch Namen von Schutzgebieten gesucht.

Was leider nicht möglich ist - jedenfalls wüssten wir nicht wie - ist, Koordinaten einzugeben und so zu sehen, ob diese in einem Schutzgebiet liegen.

Nichts desto trotz ist die Webseite http://www.geodienste.bfn.de/schutzgebiete ein sehr praktisches Hilfsmittel, um zu prüfen, ob eine neu geplanter Cache vielleicht in einem Schutzgebiet liegt.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Orientierung beim Geocaching - wie man den Ausgangspunkt wieder findet

Am 19.10.2015 gab es in der Onlineausgabe der Welt (und auch anderen Zeitungen) einen kurzen Bericht, dass die Polizei eine Geocacherin aus dem Wald retten musste, weil diese nicht mehr von alleine zum Ausgangspunkt zurück fand (Link zum Artikel).

Da wir (bzw. Teile von DerSchnelleLinus) ja auch schon mal weltweit unterwegs sind und in völlig unbekannten (Wald-) Gebieten cachen gehen im folgenden das Vorgehen, was wir dabei immer befolgen:

Wenn wir cachen gehen haben wir immer das Garmin GPS plus ein Smartphone mit einer Offline-Karte (auf Basis von OSM Daten) dabei. Natürlich kennt auch OpenStreetMap nicht alle Wege, aber in der "westlichen Welt" ist zumindest die Abdeckung der Haupt- (wander-) Wege ganz gut, was bei der Orientierung und Tourplanung ungemein hilft.

Wir setzen am Ausgangspunkt der Tour, wo dann in der Regel auch das Auto steht, einen Wegpunkt im GPSr. So weiß man wenigsten, in welche Richtung man laufen muss, wenn man tatsächlich die Orientierung verliert.

Wenn wir vom Weg runter müssen, weil der Cache z.B. 100 m in den Wald hinein liegt, dann setzen wir am Weg ebenfalls einen Wegpunkt. Gerade in dichter bewaldetem, im hügligen Gelände "vergißt" man beim hin- und her des Suchens schon mal, in welche Richtung der Weg, von dem man kommt, denn jetzt eigentlich liegt.

Wir starten zu Beginn der Tour immer eine frische Trackaufzeichnung auf dem GPSr und lassen diese durchgehend mitlaufen. Da die GPS-Empfänger von Garmin & Co alle Akku- / Batterielaufzeiten von mehr als 12 Stunden haben, ist das auch bei einem langen Cachetag kein Problem.
Der Vorteil der Trackaufzeichnung: wenn wirklich nicht mehr weiß, wie man zurück kommt, dann läuft man den gleichen Weg anhand der Trackaufzeichnung einfach zurück. Bzw. einige GPS-Geräte bieten auch die Funktionen, den Track "umzukehren" und dann entsprechend zu führen.

Die Trackaufzeichnung haben wir schon ein paar Mal genutzt, zumindest über kurze Abschnitte, bis wir wieder sicher waren, wie es weiter geht. Abgesehen davon gibt sie immer ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit, was ja auch immer gut ist.

Außerdem sollte man natürlich immer die "üblichen" Regeln beachten wie Ersatzbatterien (für den GPSr) und / oder eine Powerbank für das Smartphone dabei haben, ggf. anderen Leuten (Verwandten, Freunden) Bescheid sagen, wo man unterwegs ist, keine unnötigen Risiken eingehen etc.

Das ganze funktioniert im Prinzip auch, wenn man ohne GPSr und nur mit Smartphone unterwegs ist. Dann ist die Powerbank natürlich noch wichtiger, da selbst bei Smartphones mit großem Akku bei dauerhafter GPS-Aufzeichnung nach ein paar Stunden der Akku leer gesaugt ist.
Außerdem braucht man ggf. eine separate App für die Trackaufzeichnung. Das von uns genutzte LocusMap kann beides (also Geocaching und Trackaufzeichnung) gleichzeitig, reine Geocaching-Apps beherrschen in der Regel keine Trackaufzeichnung. Passende Tracking-Apps findet man unter den Suchbegriffen "GPS Tracker" oder "GPS Logger" problemlos in den App-Stores.

Mit ein bisschen Voraussicht und Planung sollte es so möglich sein, nicht nur die Geocaches sondern auch den richtigen und sicheren Weg zurück zu finden.

Sonntag, 20. September 2015

USA Urlaub 2015 - 5 National Parks in Utah

Unseren Sommerurlaub 2015 haben wir in den USA verbracht. Das Hauptziel waren fünf Nationalparks in Utah, nämlich:
Die Parks haben wir auch in dieser Reihenfolge besucht. Geflogen sind wir nach Los Angeles, von da aus ging's dann für zwei Tage nach Las Vegas und von dort aus weiter zu den Parks. Nach dem Capitol Reef waren wir dann nochmal einen Tag in Las Vegas und dann zum Abschluss südlich von Los Angeles, am Strand von Manhattan Beach.

Blick auf Manhattan Beach, südlich von LA
Gecacht haben wir natürlich auch, wobei der Schwerpunkt auf "Urlaub" lag und nicht "Cachen". In den Nationalparks gibt es so wie so keine Tradis (scheinbar sind die dort nicht erlaubt, zumindest nicht in denen, wo wir waren), somit standen primär Earthcaches und Virtuals auf dem Programm. Davon gibt es in jedem der Parks einige.

Natürlich könnten man zu allen Parks sehr viel schreiben. Wir beschränken uns hier aber auf ein bisschen Text und lassen die Fotos sprechen.

Zion Nationalpark

Hier waren wir im Zion Canyon, was quasi der "Hauptteil" (bzw. der meistbesuchte Teil) des Parks ist. Der Canyon ist charakterisiert durch seine steilen Wände aus rotem Gestein, gepaart mit dem Fluss und der Vegetation an der Talsohle, welche zusammen eine tolle Landschaft ergeben.

Blick in die Zion Narrows
Zion Nationalpark

Zion Nationalpark
Der Zion Park darf übrigens in der Hauptsaison nicht mit dem eigenen Auto befahren werden (in den anderen Parks ist das möglich bzw. normal). Im Zion gibt es aber kostenlose Pendelbusse, die regelmäßig im Park verkehren und verschiedene Haltepunkte haben.

Bei der Fahrt vom Zion zum Bryce Canyon führt die Straße übrigens durch einen anderen Teil des Park, wo es auch durchaus reizvolle Felsformationen gibt.

Felsformation in einem anderen Teil des Zion Nationalparks

Bryce Canyon

Der Bryce Canyon ist vor allen durch sein Kombination aus Felsen, Wald und besonders seinen Hoodoos bekannt. Letztere gibt es zu tausenden im Park.

Im Bryce Canyon befindet man sich immer oben auf einem Hochplateau und blickt hinab. Außer einer tollen Landschaft gibt es hier also auch grandiose Weitblicke.
Bryce Canyon war auch der höchste Punkt unserer Tour. Der Aussichtspunkt "Rainbow Point" befindet sich auf knapp 2800 m Höhe.
Aussicht im Bryce Canyon Nationpark

Blick auf die Hoodoos im Bryce Canyon

Blick auf noch mehr Hoodoos im Bryce Canyon

Hoodoos aus der Nähe
Arches

Der Arches Nationalpark zeichnet sich - wie der Name schon vermuten lässt - durch seine Steinbögen aus, die es hier an verschiedenen Stellen und in verschiedenen Größen gibt.
Leider war des Wetter an dem Tag des Besuch bescheiden. Erst Schauern und nachmittags dann so viel Regen, dass wir die Tour abgebrochen haben.

Landscape Arch - leider aufgrund des Hintergrunds schlecht zu sehen

Sand Dune Arch, einer der kleineren Bögen

Balanced Rock im Arches Nationalpark

die Window-Section im Arches Nationalpark

Der Arches Park ist der, den wir von den fünf Nationalparks am "schwächsten" fanden. Vielleicht lag's am Wetter oder daran, dass Steinbögen nicht unser Ding sind.
Wenn man den Canyonlands Park besucht, fährt man aber so wie am Arches vorbei, beide Parks liegen in der Nähe von Moab. Von daher waren wir so wie so in der Gegend.

Dead Horse Point

Dead Horse Point ist kein Nationalpark, sondern "nur" ein Statepark. Wenn man von Moab Richtung Canyonlands fahrt kommt man unmittelbar an der Stichstraße vorbei, die zum Dead HorsePoint führt. Der "Umweg" beträgt nur 10 km - und die lohnen sich. Vom Dead Horse Point hat man einen grandiosen Ausblick auf eine Schleife des Colorado River. Der Aussichtspunkt befindet sich ca. 600 m höher als der Fluss.

Blick vom Dead Horse Point auf den Colorado River
Canyonlands

Auch hier ist der Name Programm: man befindet sich auf einem Hochplateau und hat immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Canyons.
Canyonlands, Blick in den Schafer Canyon

Mesa Arch im Canyonlands Nationpark

auf dem Mesa Arch

Blick vom Grand View Point, Canyonlands Nationalpark
 Captiol Reef
 
Der Capitol Reef Nationalpark ist zwar ziemlich groß bzw. langgestreckt, da die Straße aber quer durch schmalen Teil des Parks führt, hat man den Park ziemlich zügig durchquert. Kernstück des Parks ist eine ca. 150 km lange Verwerfung der Erdkurste.
Im Gegensatz zu den anderen vier Parks ist es im Capitol Reef ruhiger, weil hier (viel) weniger Besucher unterwegs sind.

Capitol Reef Nationalpark

Hickmann Bridge im Capitol Reef Park

Blick auf die Verwerfung im Capitol Reef National Park
Zusammenfassung & ein paar Tipps

Schön war's auf jeden Fall, wir haben tolle Landschaften gesehen und super Ausblicke genossen.

Wer wander-affin ist kann übrigens in allen Parks gut Touren machen. Es gibt etliche Trails von kurz (< 1 km) bis lang (20 km oder mehr). Außerdem gibt es in allen Parks reichlich Campingsplätze.
Wir haben in allen Parks auch Touren gemacht, aber eher kürzer, so ca. maximal 5 km.
Wer wandern geht, gerade in den Sommermonaten, sollte unbedingt genug Wasser mitnehmen! Den trotz der Höhe ist es ziemlich warm (30-35°C) und Schatten ist auch nur bedingt vorhanden.
Wir haben selbst auf Touren von "nur" 1,5 h mit vier Leuten 1,25 - 1,5 Liter Wasser getrunken. Wer länger unterwegs ist sollte die Empfehlung der Park Ranger ernst nehmen und mindestens 4 Liter pro Tag und Person mitnehmen.

Auch wenn die Parks alle im gleichen Bundesstaat liegen und nach amerikanischen Verhältnissen nicht weit auseinander, sollte man sich vorher die Entfernung ansehen und entsprechend viel Fahrzeit einplanen.
auf der Landtraße Richtung Captiol Reef
Das gute ist immer, dass auf den Straßen ziemlich wenig Verkehr ist, wenn man erst mal Las Vegas hinter sich gelassen hat.

Wer eine ähnlich Tour plant oder einen der Parks besuchen möchten, der kann uns gerne für weitere Infos oder Fragen per Mail kontaktieren.

Samstag, 12. September 2015

Anderer Cache - eine Bastelanleitung

Die meisten (bedosten) Caches bestehen aus einen wie auch immer gearteten Cachebehälter, in dem ein Logbuch aus Papier ist.

Das ist gängig, aber man kann auch einen Cache mit Logbuch ohne Dose und ohne Papier bauen. Einen "anderen Cache" halt. Wie, das wird im folgenden beschrieben.

Als Material braucht man:
  • eine Dachlatte, ca. 4x2 cm Querschnitt
  • zwei kurze Spax-Schrauben mit großem Kopfdurchmesser (z.B. 4,5x12 oder 4,5x16)
  • zwei Rundmagnete, 10 mm Durchmesser, Dicke 5 mm
Bei den Magneten sollte man darauf achten, dass man starke, wie z.B. Neodym-Magnete nimmt - weil an diesen Magneten später die Lochbuch (bzw. die Loglatte) befestigt wird. Solche Magnete bieten diverse Geocaching-Shops an, der Preis liegt in der Regel bei moderaten ca. 0,50 Euro pro Magnet

Als Werkzeug braucht man:
  • eine Säge
  • einen 10 mm Holzbohrer
  • einen Senker
  • einen Schraubendreher
Und man braucht noch einen geeigneten Kleber, der die Magnete im Holz verkleben kann. Sehr gut bewährt dafür hat sich bei uns Patex 100% Repair Gel, welches man in jedem Baumarkt bekommt.

Material und Werkzeug für einen "anderen" Cache
Hat man alle Materialien zusammen, dann kann man mit dem Basteln loslegen. Von der Dachlatte sägt man ein 40 cm langes und ein ca. 60 cm langes Stück ab. Das 40 cm lange Stück wird das Logbuch, das 60 cm lange Stück der Logbuchhalter.

Letzter wird dann wie folgt gebaut: Man bohrt im Abstand von 10 cm und 30 cm von der Oberkante der Latte ein 5 mm tiefes Sackloch horizontal mittig in das Holz. Darin verklebt man dann die Magnete mit Hilfe des Klebers.
Außerdem empfiehlt es sich, das untere Ende der Dachlatte etwas anzuspitzen, damit man sie später besser in die Erde stecken kann. Damit ist der Logbuchhalter schon fertig.

der Logbuchhalter

die Magnete sind bündig in der Dachlatte versenkt
Der Bau des Logbuchs ist ebenso einfach: Hier bohrt man ebenfalls im Abstand von 10 cm und 30 cm von der Oberkante horizontal mittig mit dem Senker die Dachlatte an, so der Kopf der Schraube später genau bündig mit der Oberfläche des Holzes abschließt. Danach werden die beiden Schrauben eingeschraubt. Damit ist das Logbuch auch fertig gebaut. Jetzt sollte man es noch beschriften, z.B. in dem man mit einem dünnen, wasserfesten Marker zumindest den Namen des Caches darauf schreibt.

das Logbuch / die Loglatte
Die Schrauben in der Loglatte werden von den beiden Magneten angezogen, so hält diese auf dem Loglattenhalter. Der Cache ist fertig und kann platziert werden.

der fertige Cache
Wie gezeigt ist der Bau eines solchen Caches nicht weiter schwierig und dauert auch nicht lange. Am längsten dauert das Austrocknen des Klebers, dem man schon mindestens eine Nacht geben sollte.

Und das ganze ist auch praxistauglich. Wir selber haben genau so einen Cache seit dem 1.7.2015 im Einsatz - und das völlig problemlos. Vor kurzem haben wir zum ersten Mal den Logbuchhalter getauscht. Präventiv. Und nicht, weil es wirklich nötig gewesen wäre. Die Haltbarkeit ist also auch gegeben.

Wer also mal einen Cache und "klassische Dose" und Papierlogbuch platzieren möchte. der kann z.B. diesen Cache so oder auf ähnliche Weise nachbauen.
Wer einen solchen Cache auslegt sollte übrigens im Listing noch erwähnen, dass die suchenden Cacher zum Loggen am besten eine Kuli, Marker oder Bleistift mitbringen sollen. Tintenroller und Faserschreiber schreiben nämlich unter Umständen schlecht bis gar nicht auf Holz.