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Samstag, 12. September 2015

Anderer Cache - eine Bastelanleitung

Die meisten (bedosten) Caches bestehen aus einen wie auch immer gearteten Cachebehälter, in dem ein Logbuch aus Papier ist.

Das ist gängig, aber man kann auch einen Cache mit Logbuch ohne Dose und ohne Papier bauen. Einen "anderen Cache" halt. Wie, das wird im folgenden beschrieben.

Als Material braucht man:
  • eine Dachlatte, ca. 4x2 cm Querschnitt
  • zwei kurze Spax-Schrauben mit großem Kopfdurchmesser (z.B. 4,5x12 oder 4,5x16)
  • zwei Rundmagnete, 10 mm Durchmesser, Dicke 5 mm
Bei den Magneten sollte man darauf achten, dass man starke, wie z.B. Neodym-Magnete nimmt - weil an diesen Magneten später die Lochbuch (bzw. die Loglatte) befestigt wird. Solche Magnete bieten diverse Geocaching-Shops an, der Preis liegt in der Regel bei moderaten ca. 0,50 Euro pro Magnet

Als Werkzeug braucht man:
  • eine Säge
  • einen 10 mm Holzbohrer
  • einen Senker
  • einen Schraubendreher
Und man braucht noch einen geeigneten Kleber, der die Magnete im Holz verkleben kann. Sehr gut bewährt dafür hat sich bei uns Patex 100% Repair Gel, welches man in jedem Baumarkt bekommt.

Material und Werkzeug für einen "anderen" Cache
Hat man alle Materialien zusammen, dann kann man mit dem Basteln loslegen. Von der Dachlatte sägt man ein 40 cm langes und ein ca. 60 cm langes Stück ab. Das 40 cm lange Stück wird das Logbuch, das 60 cm lange Stück der Logbuchhalter.

Letzter wird dann wie folgt gebaut: Man bohrt im Abstand von 10 cm und 30 cm von der Oberkante der Latte ein 5 mm tiefes Sackloch horizontal mittig in das Holz. Darin verklebt man dann die Magnete mit Hilfe des Klebers.
Außerdem empfiehlt es sich, das untere Ende der Dachlatte etwas anzuspitzen, damit man sie später besser in die Erde stecken kann. Damit ist der Logbuchhalter schon fertig.

der Logbuchhalter

die Magnete sind bündig in der Dachlatte versenkt
Der Bau des Logbuchs ist ebenso einfach: Hier bohrt man ebenfalls im Abstand von 10 cm und 30 cm von der Oberkante horizontal mittig mit dem Senker die Dachlatte an, so der Kopf der Schraube später genau bündig mit der Oberfläche des Holzes abschließt. Danach werden die beiden Schrauben eingeschraubt. Damit ist das Logbuch auch fertig gebaut. Jetzt sollte man es noch beschriften, z.B. in dem man mit einem dünnen, wasserfesten Marker zumindest den Namen des Caches darauf schreibt.

das Logbuch / die Loglatte
Die Schrauben in der Loglatte werden von den beiden Magneten angezogen, so hält diese auf dem Loglattenhalter. Der Cache ist fertig und kann platziert werden.

der fertige Cache
Wie gezeigt ist der Bau eines solchen Caches nicht weiter schwierig und dauert auch nicht lange. Am längsten dauert das Austrocknen des Klebers, dem man schon mindestens eine Nacht geben sollte.

Und das ganze ist auch praxistauglich. Wir selber haben genau so einen Cache seit dem 1.7.2015 im Einsatz - und das völlig problemlos. Vor kurzem haben wir zum ersten Mal den Logbuchhalter getauscht. Präventiv. Und nicht, weil es wirklich nötig gewesen wäre. Die Haltbarkeit ist also auch gegeben.

Wer also mal einen Cache und "klassische Dose" und Papierlogbuch platzieren möchte. der kann z.B. diesen Cache so oder auf ähnliche Weise nachbauen.
Wer einen solchen Cache auslegt sollte übrigens im Listing noch erwähnen, dass die suchenden Cacher zum Loggen am besten eine Kuli, Marker oder Bleistift mitbringen sollen. Tintenroller und Faserschreiber schreiben nämlich unter Umständen schlecht bis gar nicht auf Holz.

Dienstag, 4. August 2015

diverse Geocaching-Dosen - ein Erfahrungsbericht aus Cacheowner Sicht

Als Geocacher erfreut man sich ja gerne an kreativ gestalteten Dosen bzw. Verstecken. Tun wir auch, keine Frage.

Wenn man als Cacheowner (kurz: CO) aber mehr als eine handvoll Dosen im Feld hat, dann verschiebt sich dann Interesse auch hin zum Kriterium wartungsarm.
"Wartungsarm" heißt dabei in erster Linie, dass a) das Logbuch auch bei Dauerregen oder Schnee trocken bleibt und dass b) ein passabel großes Logbuch in die Dose passt.

Aktuell haben wir ca. 90 aktive Caches "out in the wild" und haben dabei alle mögliche Dosentypen im Einsatz. Ein Großteil des Spektrums wird z.B. in unsere Cacheserie "Dosenshow" gezeigt.

Unsere Erfahrung mit diversen Cachebehältern haben wir hier im Blog mal zusammengefasst.

Die unspektakuläre Nachricht direkt voran: die Standards funktionieren am besten. "Standards" heißt: PETling, Clip'n'Close Dose und Schraubdose.

Dosen, die problemlos funktionieren:
Clip'n'Close Dose, PETling, 35ml Schraubdose
Mit diesen drei Dosen haben wir quasi keine Problem. Selbst wenn die Dosen ca. 3 Jahre im Feld sind (älter ist aktuell kein Cache von uns...) sind die Dosen dicht und das Logbuch trocken. Selbst dann, wenn die Dosen am Waldboden platziert sind.
Bei den Clip'n'Close ist es nur wichtig, dass man auf eine Dose der beiden bekannten Markernhersteller zurück greift oder auf die äquivalent guten Dosen aus dem Geocaching-Handel Names "Cache Box". Ein weiterer Vorteil ist, dass es die Clip'n'Close Dosen und allen möglichen Größen von 0,2 bis zu mehr als 2 Liter gibt.
Die Schraubdosen gibt es auch im Geocaching-Versand - preiswerter und in größerer Auswahl (und Größen) gibt's die aber im "normalen" Internetversand. Einfach mal nach "Pathologie Schraubdose" suchen - ja, der "normale" Einsatzzweck dieser Dosen ist wohl in der Pathologie. Gängigen Größen sind 35ml (entspricht Filmdosengröße), 50ml und 100ml.

Zwei weitere Dosen, die ebenfalls problemlos funktionieren, sind die Munitionskiste und der 6l Weithalskanister.

auch gut, aber ziemlich groß:
Weithalskanister und Munitionskiste
Zur Mun-Kiste muss sicherlich nicht viel gesagt werden, das ist ein Klassiker des Geocachings. Bei ebay gibt's Mun-Kisten mit gutem Zustand auch zu recht moderaten Preisen.
Der 6l Weithalskanister hat auch eine sehr gute Dichtigkeit und Haltbarkeit. Die "Nachteile" sind eine eher ungünstige Farbgebung für's Geocaching (großer roter Deckel) und ein ziemlicher hoher Preis, sofern man einzelne Dose nicht zu Großhandelspreisen beziehen kann.
Ein genereller Nachteil der beiden Dose kann eben die Größe sein. Man braucht zum Platzieren schon ein recht großes Versteck. Dafür ist dann innen aber Platz für große Logbücher und viele Trackables.

Zwei schon eher "exotische" Dosen, die bei uns ebenfalls gut funktionieren, sind der "Keep it Clear" Container und der Pelican Container.

etwas exotisch, aber gut:
Keep it Clear Container und Pelican Container
Die Keep it Clear Dose ist im Outdoor- / Sporthandel teilweise auch unter dem Namen "Beachbox" zu finden. Die Dose sieht zwar recht "unspektakulär" aus, funktioniert aber einwandfrei. Allerdings haben wir die eine Dose dieser Art, die wir im Einsatz haben, nicht am Boden platziert. "Unsere" Dose sieht zwar Regen und Schnee, ist aber nie von z.B. feuchtem Laub oder Schnee bedeckt. Von daher fehlt uns da die Erfahrung, wie gut die Dichtigkeit unter solchen Einsatzbedingungen ist.
Der Pelican-Container ist der Rolls Royce unter den Cachedosen. Eigentlich sind Pelican-Boxen robuste Transportboxen, welche sich natürlich auch für's Geocachung "missbrauchen" lassen. Die Highlights sind eine ultra-robustes Gehäuse, integrierte Dichtung im Deckel, Scharnierstifte aus Edelstahl und ein integriertes, wasserdichtes Druckausgleichventil für den Innenraum. Wodurch vielleicht auch schon der Nachteil erahnbar ist: die Dosen sind teuer. Für die oben im Bild gezeigte Variante der Größe "small" bekommt man z.B. auch zwei kleine Munkisten oder ca. 25 PETlinge...

Die nächsten drei Dosen, die uns persönlich gut gefallen, sind leider nicht ganz problemlos: Mighty Mega Cache Container, Mini Decon Container und der Groundspeak Micro.

mit kleineren Problemen:
Mighty Mega Cache Container, Mini Decon Cotainer, Groundspeak Micro

Der Mini Decon Container und die Mighty Mega Cache Container haben beide die Größe "small". Der Mighty Mega ist dabei super robust, weil er aus Alu gefräst / gedreht wird. Konstruktionsbedingt sollte er dicht sein - ist er nach unsere Erfahrung aber nicht immer. Warum, haben wir noch nicht herausgefunden. Mit einigen ausgelegten Dosen haben wir keinerlei Problem, in anderen war im Herbst / Winter schon Feuchtigkeit. Zwar nie viel, aber immer so viel, dass das Logbuch feucht wurde.
Der Mini Decon Container ist aufgrund seiner ovalen Form so groß, dass auch TBs und mittelgroße Coins gut rein passen. Allerdings haben die von uns platzierten Mini Decons das gleiche Problem wie die Mighty Mega: einige sind dicht, andere nicht so richtig. Außerdem muss man den Deckel der Mini Decon mit etwas Kraft schließen, damit dieser richtig auf dem Dosenkörper einrastet. Das kriegen nach unserer Erfahrung einige Cacher nicht hin, so dass es die Feuchtigkeit leichter hat, in die Dose zu gelangen, eben weil der Deckel nicht ganz zu ist.
Der Groundspeak Micro (ist in nicht-Groundspeak Shops auch unter anderen Namen bekannt) ist eine kleine, schlanke und robuste Dose, die uns sehr wenig Probleme macht (bei einer hatten wir nach ca. 2 Jahren mal ein Feuchtigkeitsproblem). Aber: in den Groundspeak Micro passt kein normales Logbuch, hier muss man selber basteln. Was nicht weiter schlimm ist, aber selbst das größt-mögliche Logbuch hat "nur" Platz für ca. 50 Einträge, so dass man als CO zumindest bei stark-frequentierten Caches hier öfters mal zum Logbuchwechsel muss.

Die letzten beiden Dosen sind der Alcon Container und der Nacro Container, beide sind auch über diverse deutschsprachige Geocaching-Shops erhältlich:


Probleme mit der Dichtigkeit:
Alcon Container und Nacro Container
Beide sind recht robust und aus Alu gefertigt und haben einen Schlüsselring zwecks Aufhängung am Deckel. Aber: beide sind konstruktionsbedingt nicht dicht, was an der Ausführung des Deckels liegt. Dazu gibt es hier im Blog bereits einen Artikel. Und was in Sachen Logbuch oben zum Groundspeak Micro geschrieben wurde, gilt auch für den Nacro Container: aufgrund der geringen Größe passt hier auch nur ein kleines Logbuch rein.

So weit unser Erfahrung mit den diversen Cachebehältern. Zum Filmdosen hatten wir bereits in der Vergangenheit was geschrieben und mehr gibt dazu auch nicht zu sagen.

Grundsätzlich würden wir alle oben gezeigten Dosen auch heute nochmals zum Einsatz bringen. Nur manche Dosen halt eher nur an / in Verstecken, die (halbwegs) trocken sind und bleiben.

Ohne wenn und aber in jeder Situation bewährt haben sich die Standards: PETling, Schraubbehälter, Clip'n'Close Dose und Mun-Kiste. Ist zwar aus Cachersicht vielleicht langweilig, aus Cacheowner Sicht aber "eine sichere Bank". Und ein trockenes Logbuch erfreut Cacher ja auch.

Sonntag, 7. September 2014

Dosenvorstellung: Bison XL Capsule

Ab und an schauen wir uns immer mal in diversen Geocaching Online-Shops um, ob es neue Dosentpyen gibt. Vielleicht ist ja was für unsere Dosenshow Cacheserie dabei.

Neulich haben wir dabei die Bison XL Capsule im Shop von Groundspeak entdeckt und direkt mal aus den USA mitgebracht.

Eine "Bison Tube" ist ein in den USA recht gängiger Cachebehälter. Dabei handelt es sich um ein mehr oder minder großes, metallisches Röhrchen mit Schraubverschluss. Die Bison XL Capsule ist dabei - wie der Name schon andeutet - einer der größeren Vertreter dieser Dosenkategorie. Die Länge beträgt ca. 7,5 cm, der Durchmesser ca. 2 cm.

Bison XL Capsule im Vergleich zu einem 1 € Stück
Wie auf dem Bild zu sehen ist, hat die Dose oben bereits zwei Schlüsselringe angebracht, so dass ein Aufhängen des Behälters problemlos möglich ist.

Zum Öffnen wird die Dose einfach in der Mitte auseinander geschraubt:

Bison XL Capsule aufgeschraubt
Dabei wird der obere Teil (also der mit dem Aufhänger) in den unteren geschraubt. Was  grundsätzlich die gleichen Probleme verursachen kann, die wir schon beim ALCON Container festgestellt haben: wenn man die Dose nicht komplett zu schraubt, kann im ungünstigen Fall Wasser in die Dose laufen, weil das Gewinde "verkehrt herum" ist.

Ansonsten ist die Größe der Bison XL Capsule so, dass die gängigen Logbuchgrößen leider nicht passen. Die typischen PETling Logbücher sind ein bisschen zu lang und Logbücher, die z.B. in den Nacro Container oder Groundspeak Micro passen, sind zu klein. Gut, man kann sich ja selber Logbücher basteln.

Preislich liegt die Dose bei 7,99 USD im Shop von Groundspeak, in einem deutschen Geocaching-Shop haben wir das Ding für 9,99 Euro gesehen.

Stellt sich die Frage: was spricht für das Döschen? Gut, es ist aus Metall, gut verarbeitet und hat einen Aufhänger. Aber trotzdem längerem Nachdenken ist uns leider nichts eingefallen, was für den Einsatz dieser Dose spricht. Eher im Gegenteil. Ein PETling ist ähnlich groß, es passen Standardlogbücher ohne Probleme, der PETling ist genau so robust und auch noch sicher dicht. Und deutlich preiswerter. Für den Preis einer Bison XL Capsule bekommt man 8-10 PETlinge.
Eine Aufhängung für eine PETling bauen ist auch kein Akt: die benötigten Teile (Schraubhaken, Muttern, Unterlegscheiben) bekommt man für weniger als ca. 0,75 Euro im Baumarkt und die Montage am Deckel ist schnell gemacht.

Fazit zum Bison XL Capsule: nett anzuschauen, aber sonst leider so rein gar keine Vorteile, zumindest nicht in unseren Augen. Von daher werden wir diese Dose auch nicht zum Einsatz bringen.

Freitag, 29. August 2014

Nano-Caches - jetzt auch zum Aufhängen

Wahrscheinlich hat jeder Cacher, der schon mehr als ein paar Dutzend Caches gefunden hat, auch schon mal eine Nano-Dose gefunden. Das sind die sehr kleinen, eher unbeliebten Döschen mit dem fummelig aufzurollenden Minilogbuch. Dazu hatten wir schon mal hier im Blog geschrieben.

Nanos haben einen kleinen Magneten am Boden und können eigentlich nur damit an passender Stelle befestigt werden.
Seit kurzem gibt es jetzt aber auch Nanos mit Aufhänger (und dafür ohne Magnet). Da ganz sieht aus wie auf dem folgenden Bild:

Nano-Cachebehälter zum Aufhängen
Von Innen ist der Hänge-Nano identisch mit dem Magnet-Nano. Preislich sind die Döschen auch identisch, beide kosten 4,50 USD im Shop von Groundspeak (wo wir den Hänge-Nano auch her haben - keine Ahnung, ob es das Döschen auch schon in deutschen Geocaching-Shops gibt). Nur bekommt man bei den Magnet-Nanos immer zwei Logbücher dazu, beim Hänge-Nano waren keine dabei.

aufgeschraubtes Döschen
Bleibt nur noch die Frage: braucht die Geocaching-Welt einen weitere Nano-Dose? Grundsätzlich ist die Idee nicht schlecht, da bei den Magnet-Nanos sich gerne nach einiger Zeit der Magnet lösen. Nichts desto trotz hat der hängenden Nano aber die gleichen Nachteile wie der magnetisch: kleines Logbuch mit hartem Limit von 39 Einträgen, fummelige Logbuchentnahme (wofür man oft eine Pinzette o.ä. braucht), fummeliges Aufrollen des Logbuch.

Zum Schluss noch ein Tipp: wer sich bei anderen Cachern mal so richtig unbeliebt machen will, der besorgt sich so einen  Nano und hängt die Dose in eine dicht gewachsen Tanne, wo man den Behälter so richtig schlecht sieht ;-)