Montag, 15. August 2016

Sicher Reisen - eine praktische App für Reisende (und Geocacher)

Geocacher sind - bedingt durch ihr Hobby - ja viel unterwegs. Und natürlich auch gerne mal im Ausland.

Eine für alle alle Reisenden (inklusive Geocachern) sehr praktische App ist "Sicher Reisen", welche von Deutschen Auswärtigen Amt herausgegeben und gepflegt wird. Die App ist unter dem gleichem Namen, "Sicher Reisen", im Apple iTunes AppStore als auch im Google Play Store zu finden.

Praktisch ist diese App, weil sie jede Menge Informationen zur Reisevorbereitung, für während der Reise sowie für Notfälle bereit hält. Die App funktioniert auch komplett offline, es wird keine Internetverbindung benötigt.
"Sicher Reisen" ist kostenlos, benötigt keine besonderen Berechtigungen und greift nicht auf die Kontakte etc. zu. Optional kann man der App Zugriff auf Standortinformationen geben.
Man kann in der App einstellen, ob beim Starten die Länderinfos automatisch aktualisiert werden oder man dies lieber manuell machen möchte.

Die App ist in drei Informationsteile unterteilt, welche im Startbildschirm sichtbar sind:

Startbildschirm von "Sicher Reisen"
Die Menüpunkte sind an sich schon aussagekräftig:
  • "Reisevorbereitung" gibt allgemeine Tipps zur Vorbereitung einer Reise
  • "Mein Reiseland" enthält viele Infos zu allen Länder der Erde
  • "Was tun im Notfall?" gibt allgemeine Tipps für Notfälle (Unfall, Verhaftung etc.) während einer Reise
Der Punkt "Meine Reiseland" ist dabei der "interessanteste", weil man hier sehr viele spezifische Infos zu jedem Land enthält. Wählt man diesen Menüpunkt, so sieht man eine alphabetisch sortierte Liste der Länder:

Länderliste
Wie im Bildschirmfoto schon zu sehen ist, wird hier direkt angezeigt, ob für das jeweilige Land eine Reisewarnung vorliegt. Ein Klick auf ein Land ruft länderspezifischen Informationen auf:

Länderinformationen

Die Menüpunkte sind hier auch weitestgehend selbsterklärend. Unter "Länderinformationen" findet man allgemeine Infos zum Land (z.B. Größe, Bevölkerungszahl, Klima, Staatsform, allgemeine politische Infos etc.). Unter "Deutsche Vertretungen" findet man die vollständigen Kontaktdaten von deutschen Botschaften und Konsulaten im Land, unter "Vertretungen meines Reiselands" entsprechend die Kontaktdaten der Vertretungen des Landes in Deutschland.
Die Kontakten der deutschen Vertretungen im jeweiligen Land sind auch in "sicheren" Ländern deshalb praktisch, weil man z.B. auch dort seinen Pass verlieren kann - und sowohl Botschaften als auch Konsulate können dann Ersatzpapiere ausstellen.

Der Punkt "Reise und Sicherheitshinweise" ist der "ergiebigste" Punkt, weil man hier alle Informationen zur Sicherheit, Einreisebestimmungen, Zollvorschriften, strafrechtlichen Vorschriften und medizinischen Hinweise findet.

Reise- und Sicherheitshinweise
Wie gesagt, die App ist einfach praktisch und übersichtlich. Zwar findet man hier wahrscheinlich keine Infos, die man nicht auch an anderer Stelle (z.B. im Internet findet). In der App "Sicher Reisen" sind diese Informationen aber übersichtlich sortiert, gut strukturiert und stammen aus verlässlicher Quelle.

Kurz gesagt: wer außerhalb von Deutschland reist, dem kann die App "Sicher Reisen" rundum empfohlen werden.

Mittwoch, 6. Juli 2016

Sandia Mountains in New Mexico - Cachen und Wandern

Heute Nachmittag war wieder ein wenig Zeit übrig, also wurde eine kleine Tour in die Sandia Mountains ganz in der Nähe von Albuquerque, New Mexico, USA, unternommen. Der höchste Punkt liegt auf 3255 m über dem Meeresspiegel - ziemlich hoch also.

Nach oben kommt man auf drei Arten: zu Fuss, "hinten rum" über eine (gut ausgebaute) Straße mit dem Auto oder mit einer Seilbahn. Letzteres war meine Wahl. Die Sandia Peak Tramway ist übrigens die zweit längste Seilbahn weltweit.

Die Talstation liegt ca. 15-20 Minuten Autofahrt von Albuquerque entfernt. Das Parken kosten 2 USD, Hin- und Rückfahrt mit der Seilbahn 25 USD.

Ankunft der Gondel

Blick aus der Gondel nach unten

Die Endstation liegt auf 3163 m Höhe. Von hier aus gehen eine Vielzahl von gut ausgeschilderten Trails in alle Richtung ab. Mein Weg führt über einen der Haupttrails zum ca. 3,5 km entfernten Sandia Crest, dem höchsten Punkt des Gebirgszugs. Auf diesem Weg liegen auch ein paar Geocaches (GC67H3B, GC2GBN5 und GC3Y33D) und ein Earthcache (GC3KFAF).

Die Westflanke des Gebirgszug ist ziemlich schroff und steil abfallend, da diese durch Verwerfungen / Plattentektonik entstanden ist, während die Ostflanke (über die die Straße bis auf den Sandia Crest führt) eher flach und lang gezogen ist.

Blick von der Bergstation Richtung Nordwesten

Blick in östliche Richtung
Der Weg von der Bergstation führt größtenteils östlich leicht unterhalb des Grads vorbei, es gibt aber genug Punkte, die weite Aussicht Richtung Westen zu genießen.

Blick auf das südwestliche Ende des Gebirgszugs
Blick auf Albuquerque
Der Trail ist wie gesagt ziemlich gut ausgeschildert, wäre aber auch so nicht zu verfehlen.

Trail zwischen Bergstation und Sandia Crest
Der Weg ist in der Regel zwischen ein und zwei Meter breit und mal mehr mal weniger steinig. Größtenteils führt der Trail durch lichten Wald, welcher Schatten bietet. Aufgrund der Höhe ist es aber so wie so nicht übermäßig warm. Während es heute in Albuquerque ca. 35°C waren, waren es oben angenehme 22°C.

Trail in einem Waldstück
Die Anstiege sind alle moderat und kurz. Nichts desto trotzt ist es schon ein wenig anstrengend - auf 3200 m ist die Luft nun mal merklich dünner.
die steilste Stelle wird über in Stein gehauene Stufen bewältigt
Insgesamt ist der Trail sehr gut zu laufen und bietet immer wieder spektakuläre Aussichten.

Blick vom Trail

Blick in eines der Seitentäler
Die Caches sind auch alle gut zu finden. Eigentlich wollte ich noch einen weiteren Earthcache machen (GC1YK8V), für die ca. 2 km und 150 Höhenmeter extra fehlte mir aber leider die Zeit. Ansonsten gibt es besonders auf der flacheren Ostseite jede Menge Tradis.

Wer zum Wandern kommt findet jede Menge Trails aller Schwierigkeitsstufen, eine Übersicht ist auf der Webseite sandiahiking.com zu finden.

Panoramafoto, aufgenommen vom Sandia Crest
Insgesamt hat die kleine Tour ziemlich Spaß gemacht, einen Besuch, selbst für einen halben Tag, kann man uneingeschränkt empfehlen. Hin- und zurück bin ich ca. 8 km gelaufen, wobei die "Umwege" für's Geocaching eher gering waren.
Im Winter ist die östliche Seite übrigens ein Skigebiet, die breiten Haupttrails sind aber wohl trotzdem geöffnet.

Selfie auf 3230 m Höhe

Dienstag, 5. Juli 2016

Petroglyph National Monument in New Mexico, USA

Heute Nachmittag war ein wenig Zeit, also wurde eine kleine Wanderung auf drei Vulkankegel im Petroglyph National Monument unternommen. Dies ist ein Schutzgebiet westlich von Albuquerque ´, New Mexiko, USA. Schutzgebiet ist es in erster Linie wegen der prähistorischen indianischen Funde in diesem Gebiet. Aber auch geologisch ist die Gegend interessant, weil sie hauptsächlich vulkanisch ist. Und auf einem der drei Vulkankegel ist (natürlich) auch ein Earthcache (GC1A3V6).

Karte des Petroglyph National Monuments

Um zu den Vulkanen zu gelangen, muss der Zugang und Parkplatz im Westen gewählt werden. Von hier startet ein ca. 5 km langer Rundweg zu den dreien: "Vulcan Volcano" (Anmerkung: ein wenig origineller Name für einen Vulkan...), "Black Volcano" und "Ja Vulcano". Der Earthcache ist am erstgenannten Vulkan.

Blick auf den Vulcan Volcano (links) und den Black Vulcano (rechts)
Der Weg ist ziemlich breit und gut ausgeschildert, Verlaufen ist quasi unmöglich. Der größere Teil des Wegs ist relativ eben, zwischendurch wird es aber auch etwas steiniger. Nur die letzten ca. 100m zum Vulcan Volcano sind steiler und sehr steinig.

das erste Wegstück Richtung Vulcan Volcano

das letzte Stück ist steil und steinig
Vom Trail aus hat man einen guten Blick auf das Tal des Rio Grande, in dem auch Albuquerque liegt. In westlichen Richtung liegt eine ziemlich einsame und weitläufige Ebene.

Blick auf Albuquerque
die Ebene, welche westlich der Vulkane liegt
Wer hier unterwegs ist sollte nicht vergessen: man ist in einer Halbwüste unterwegs. Trotzdem die Runde nur ca. 5km lang ist, sollte man genug Wasser mitnehmen, sich mit Sonnencreme eincremen und auch eine Kappe / einen Hut zum Schutz gegen die Sonne tragen. Der Startpunkt der Runde liegt bei ca. 1750 m über NN. Trotzdem kann die Temperatur hier im Sommer bei bis zu 40°C liegen.

karge Vegetation am Wegesrand
Neben dem Earthcache gibt es hier noch einen virtuellen Cache oben auf dem Ja Volcano. Nur sind die Weg dorthin zwecks Regeneration der Natur im Moment gesperrt. Außerdem gibt es noch einen Multi, welcher aber in letzter Zeit nur DNF-Logs hatte, weswegen ich diesen gar nicht angegangen bin.

Der Park hat relativ "enge" Öffnungszeiten, Zugang hat man von 9 bis 17 Uhr. Der Zugang ist ebenso wie das Parken kostenlos. Am Parkplatz gibt es eine Toilette und diverse Infotafeln zu dem Gebiet.

Wer also mal in Albuquerque, NM ist und so ca. 2-3h Zeit hat, sollte die Runde ruhig besuchen. Gut zu laufen und eine interessante Gegend.

die drei Vulkankegel im Panoramabild

Samstag, 2. Juli 2016

Cachen im Cedarock Park, North Carolina, USA

Der Cedarock Park ist ein ca. 2 Quadratkilometer großes Naherholungsgebiet südlich von Burlington, North Carolina. Hier gibt es unter anderem zwei Frisbee-Golf Anlagen, eine historische Farm als Freilichtmuseum, ein paar Grillhütten und eine Reihe von Trails für Wanderer und Reiter durch den Wald. Und natürlich Geocaches.

Vor etwas mehr als vier Jahren war ich schon mal im Park und habe dort eine Reihe von Caches im nördlichen Teil gemacht. Heute passten wieder Zeit und Raum für eine Besuch und so wurden Caches im südlichen Teil angegangen.

Geocaching ist Cedarock Park ist dabei genau so, wie ich es mag: (schmale) Trails durch undurchforsteten Wald, ruhig, schöne Natur / Landschaft und große Dosen - der größere Teil der Caches hier sind nämlich Mun-Kisten.

Weg durch undurchforsteten Wald im Cedarock Park
Nachdem das Cachemobil am Hauptparkplatz abgestellt wurde war der erste Cache nur ca. 200 m entfernt - eine große Mun-Kiste etwas abseits des Wegs. Danach ging es zu südlichsten der möglichen Startpunkte für die diversen Trails hier im Wald.

diese Brücke ist der Einstiegspunkt für diverse Trails
Die Trails sind alle ausgeschildert und ohne Probleme zu finden. Die Wege schlängeln sich durch den Wald und es geht was immer leicht bergauf oder bergab, auch wenn der absolute Höhenunterschied im Park nicht sonderlich große ist.

die Wege sind mal eben...
... und mal steinig
Durch das Geschlängel ist nicht weiter schwierig, Schwierigkeiten mit der Orientierung zu bekommen, besonders an den Kreuzungspunkten. Auch, wenn es nicht allzu viele Trails hier im Park gibt. Aber auf der (oben verlinkten) Webseite des Parks kann man eine Trail-Map herunterladen und auch bei OSM sind die Trails verzeichnet.

"seltsam" geformter Baum - hier gibt es auch einen Cache (GCPB6X - WATA TREE)
Der Park wird von diversen Bächen und Flüssen durchzogen und die Natur ist weitestgehend unberührt, weil es im Park keinerlei Forstwirtschaft gibt.

Rock Creek, der Hauptfluss im Park
einer der Bäche im Park
Cachen macht hier einfach Spaß - mir zumindest. Wer alles mal in der Nähe sein sollte und Zeit zum Geocachen hat, sollte auf jeden Fall einen Besuch einplanen.
Mun-Kisten sind als Dose immer gut
Der Park ist ganzjährig geöffnet und der Zutritt ist frei. Wer alle Caches machen möchte sollte ca. 3-4 Stunden Zeit einplanen.
Im Park gibt es keinen Kiosk oder ähnliches, Wasser und Verpflegung muss also selber mitgebracht werden.

Samstag, 9. Januar 2016

MyFinds - die selbstgefundenen Caches durchsuchen und ein bisschen Statistik

Statistik hat ja für verschiedene Geocacher einen unterschiedlichen Stellenwert. Uns interessiert die Gesamtheit der nackten Geocaching-Statistik nicht so unbedingt, aber so ein paar Statistiken und besonders die von uns gefundenen Caches nach bestimmten Kriterien zu durchsuchen, interessiert uns manchmal dann doch. Dafür haben 25% von DerSchnelleLinus "MyFinds" programmiert. MyFinds ist in Python geschrieben und nutzt das Django Webframework.

So "richtig" neu ist MyFinds nicht, da es zwei ältere (ebenfalls selbst programmierte) Projekte vereint, nämlich pygcbrowse und pygcstats und außerdem die bereits vorhandenen Geocaching-Applikationen Cachekeeper und Mysterykeeper ergänzt.

Was MyFinds macht ist recht simpel: es liest die GPX-Datei des "Meine Funde" Pocket Queries ein und speichert die Daten zu den Caches in einer lokalen SQLite-Datenbank. Diese liefert dann die Daten für die Statistiken und die Suche. Das ganze wird über den Browser bedient, die Aufbereitung der Daten und die Ausgabe als HTML-Datei erfolgt über das bereits erwähnte Django Webframework, welches ebenfalls lokal einen Webserver bereit stellt.

Die Startseite des Applikation ist relativ unspektakulär, da hier einfach nur die drei Auswahlmöglichkeiten aufgelistet werden.

Startseite der MyFinds Applikation

Ein Klick auf den Link "Statistics" ruft die Statistik-Seite auf:

durch MyFinds generierte Statistiken

Wie zu sehen ist, werden sieben Statistiken aufgelistet - halt das, was uns mal so ab und an interessiert, nachzuschauen.

Etwas spannender ist da die Suche-Seite. Diese erlaubt es, die gefundenen Caches nach diversen Kriterien zu durchforsten:

Suchmaske
Wie zu sehen ist, stehen eine ganze Reihe von Suchmöglichkeiten zur Verfügung. Natürlich kann man auch mehrere Kriterien auswählen, die Suchbegriffe werden dann mittels "und" verknüpft. So würde z.B. "Cache Type: Traditional, Terrain = 4" nach allen Tradis mit einer T-Wertung  von 4 suchen.

Alle zur Verfügung stehenden Suchkriterien sind:
  • Suche nach Cache Owner
  • Such nach Cache Namen
  • Suche nach Cacheart
  • Auswahl nach Land
  • Auswahl nach Bundesland (bzw. Bundesstaat, Provinz etc.)
  • Auswahl nach Jahr des Fundes
  • Auswahl nach T-Wertung (inkl. T-Wertung "größer als" oder "kleiner als" oder "gleich")
  • Auswahl nach D-Wertung (inkl. D-Wertung "größer als" oder "kleiner als" oder "gleich")
  • Selektion nach Abstand von den Heimatkoordinaten
Das Ergebnis wird dann als Tabelle ausgegeben:

Ergebnis der Suche nach den Caches eines bestimmten Owners
Was wir ganz praktisch finden (und was deswegen auch eingebaut ist ;-) ), ist die Möglichkeit, sich die Position der Caches, welche im Suchergebnis aufgelistet sind, direkt auf einer OpenStreetMap Karte zeigen zu lassen. Diese wird direkt unterhalb der Tabelle automatisch angezeigt:

Ort der Caches aus dem Suchergebnis

Natürlich skaliert die Karte beliebig, d.h. es sind nicht nur "lokale" Karten (wie oben im Bildschirmfoto zu sehen), möglich. Das folgende Bildschirmfoto zeigt z.B. eine Karte mit unseren Funden 2015:

Karte
Klickt man in der Ergebnistabelle auf die GC-Nummer eines Caches, so werden dessen Details angezeigt:

Details zu einem gefundenen Cache
Wie gesagt ist MyFinds selbst geschrieben und damit nach unseren Wünschen gestaltet (das ist halt der Vorteil von selbst erstellter Software :-) ).
Wer Interesse an MyFinds hat, kann uns gerne kontaktieren. Auf dem eigenen Rechner wird lediglich Python 3.4 oder neuer und Django benötigt.

Sonntag, 3. Januar 2016

Garmin GPSMap 64s vs. eTrex 10 - unsere Erfahrungen

Kurz nachdem wir Ende 2011 mit dem Geocaching angefangen hatten, haben wir uns das Garmin eTrex 10 als GPS Empfänger (kurz: GPSr) gekauft. Ein Smartphone war zu diesem Zeitpunkt bei uns noch nicht vorhanden und nach ein paar Caches war klar, dass das Holux GPSport 245 so auf Dauer nicht der geeignete GPSr für's Geocaching ist.

Irgendwann kam dann mal der Wunsch, GPSr-technisch aufzurüsten und so nutzen wir die Ende 2015 die Schnäppchen-Chance bei Amazon, ein Garmin GPSMap 64s sehr günstig (bezogen auf den regulären Preis) zu kaufen.

eTrex 10 und GPSMap 64s
 Warum aufrüsten?

Hier sei direkt gesagt, dass wir mit dem eTrex 10 nie ein Problem hatten. Die Präzision / Empfangsgenauigkeit ist sehr gut, sowohl beim Suchen als auch beim Einmessen von neue Caches. Dass das Display "nur" monochrom hat uns auch nie wirklich gestört. Da wir für die offline Karte ja bekanntlich Locus Map nutzen und darüber mittels Fieldnotes Add-on auch loggen, fiel das nie wirklich ins Gewicht, dass das mit dem eTrex 10 nicht geht.
Was ab und an mal gestört hat ist, dass der Speicher des eTrex 10 recht klein ist und auch nicht mittels SD-Karte erweitert werden kann. Das ist nicht tragisch, wenn man am Wochenende mal eine Runde mit einer paar handvoll Caches dreht. Aber wenn man z.B. einen größeren Pocket-Query mit ein paar hundert Caches für den Urlaub auf das Gerät zieht, ist der Speicher so gut wie voll. Natürlich kann man das Gerät dann noch benutzen, aber man muss in der Regel zumindest die Track-Aufzeichnung ausschalten. Was gerade in fremdem Gelände nicht so toll ist, weil man mittels Trackaufzeichnung immer gut zum Ausgangspunkt der Tour zurück finden kann.
Außerdem ist die Bedienung des eTrex mit dem kleinen Joystick und den Tasten an der Seite doch etwas fummelig bzw. man verklickt sich ab und an mal.
Und ein letzter, wenn auch am wenigsten ausschlaggebender, Grund war, dass wir gerne einen magnetischen 3-Achsen Kompass und barometrischen Höhenmesser im Gerät haben wollten.

GPSMap 64s

Das Garmin GPSMap 64s kann eben das alles, was das eTrex 10 nicht kann / hat. Übrigens wollten wir ein GPSr ohne Touchscreen - womit sich die Auswahl so wie so auf die GPSMap Serie reduziert ;-)

Das GPSMap 64 wird auch über Tasten bedient, aber über mehr, nämlich die 4-Wege Wippe in der Mitte plus 8umliegende Tasten. Und das geht wesentlich besser und schneller aus der Joystick plus die Tasten an der Seite des Geräts, wie die eTrex GPSr 10/20/30 es haben. Zumal die Tasten am GPSMap größer sind - was bei der Bedienung mit Handschuhen praktisch ist.

die Bedientasten der GPSMap 64 Serie
Dass das GPSMap 64 ein Farbdisplay hat und auch Karten darstellen kann ist dann auch nützlicher als gedacht. Wir haben eine OSM-Karte auf das Gerät geladen und das ist für die Orientierung in der näheren Umgebung durchaus praktisch, wir holen jedenfalls seltener das Smartphone aus der Tasche. Wobei für die Orientierung "im größeren Umkreis" (wie z.B. "Wie kommen wir zum Parkplatz für die nächsten Caches?") das größere Display des Smartphones schon besser und übersichtlicher ist.

Ein Problem mit der Speichergröße werden wir beim GPSMap 64s wohl auch nicht haben, weil das Gerät 4 GB eingebaut hat, welche zusätzlich mit einer SD-Karte erweitert werden können.

Satelliten-Empfang

Garmin bewirbt ja einen der Vorteile der GPSMap Serie damit, dass der Empfänger des GPS-Signals in dem Antennenstummel außen liegt (statt, wie es bei den anderen Geräten Standard ist, oben quer im Gehäuse). Dadurch soll man a) schneller ein Signal haben und b) ein genaueres Signal und schlechteren Empfangsbedingungen.
Nun, davon haben wir bis jetzt nicht wirklich etwas bemerkt. Wobei wir ja wie gesagt mit dem eTrex 10 nie ein Problem hatten. Aber wir haben auch nie einen echten A/B Vergleich gemacht haben, in dem wir mit beiden Geräten los sind.
Mit dem GPSMap 64s waren wir im Dezember in Hamburg unterwegs und hatten jedenfalls auch in der Stadt eine Genauigkeit von 4m (lt. Anzeige des GPSMap 64s). Für in der (Innen-) Stadt ist das wohl ok.

Fazit

Auch wenn wir mit dem eTrex 10 zufrieden waren - das GPSMap 64s lässt sich schneller und besser bedienen. Die Umstellung viel dabei auch nicht schwer, da die Menüführung und -strukturierung beider Geräte sehr ähnlich ist.
Das eTrex 10 können wir nach wie vor allen Empfehlen, die ein preiswertes GPSr suchen. Der Empfangsgenauigkeit ist sehr gut und in einem Punkt ist das eTrex 10 so wie so allen anderen GPSr überlegen: Batterielaufzeit. Die von Garmin angegeben ~24h mit zwei AA-Batterien können wir bestätigen.

Nicht desto trotz ist das GPSMap 64s aufgrund seiner Ausstattung "höher, besser, schneller, weiter" besser und komfortabler. Und jetzt, wo wir uns daran gewöhnt haben, möchten wir es auch nicht mehr missen.

Donnerstag, 12. November 2015

Kartendienst Schutzgebiete in Deutschland

Geocaches darf bzw. sollte man nicht überall legen. Bei Groundspeak, also geocaching.com, ist wohl ein Punkt, den der Reviewer überprüft, ob der Cache in einem Schutzgebiet liegt. Entweder gelten dann Einschränkungen (wie z.B. "muss ohne verlassen des Weges erreichbar sein") oder es ist erst gar kein Auslegen des Caches erlaubt.

Das Problem dabei: wenn es nicht gerade ein bekanntes bzw. ausgeschildertes Gebiet ist, weiß man vielleicht gar nicht, dass man einen Cache in einem Schutzgebiet platziert hat.

Einen sehr gute Übersicht über Schutzgebiete in Deutschland gibt die Seite http://www.geodienste.bfn.de/schutzgebiete , auf der man sich diese anzeigen lassen kann.

Ruf man die obige URL auf, so erscheint eine Karte im Browserfenster, wie in der folgenden Abbildung zu sehen:

Startansicht der Webeite
Gezeigt wird Deutschland und markiert sind Naturschutzgebiete sowie Nationalparks.


Oben rechts wird standardmäßig eine Auswahlliste eingeblendet, welche Schutzgebiete auf der Karte angezeigt werden sollen. Neben den Naturschutzgebieten und Nationalparks stehen noch Biosphärenreservate, Naturparks, Landschaftsschutzgebiete, FFH-Gebiete und Vogelschutzgebiete zur Auswahl.

Auswahlliste der anzuzeigenden Schutzgebiete
In die Karte lässt sich dynamisch hineinzoomen, so dass man auch einen detaillierten Blick auf das Gebiet werfen kann, welche für einen selber von Interesse ist.

Sehr praktisch ist auch die Suchleiste links oben:

Suchleiste
Fängt man an, in das Textfeld zu tippen, werden dynamische Vorschläge zum gerade eingetippten gemacht:

Suchergebnisse werden dynamisch angezeigt
Wie zu sehen ist, wird dabei praktischerweise gleichzeitig nach Städte- / Ortsnamen als auch Namen von Schutzgebieten gesucht.

Was leider nicht möglich ist - jedenfalls wüssten wir nicht wie - ist, Koordinaten einzugeben und so zu sehen, ob diese in einem Schutzgebiet liegen.

Nichts desto trotz ist die Webseite http://www.geodienste.bfn.de/schutzgebiete ein sehr praktisches Hilfsmittel, um zu prüfen, ob eine neu geplanter Cache vielleicht in einem Schutzgebiet liegt.