Montag, 17. Februar 2014

Der gefloppte Cache bei opencaching.com - 500 Tage ohne Log

Wer wie wir eine Garmin GPS käuflich erworben hat, dem wird wahrscheinlich auch Werbung für die Geocaching-Plattform opencaching.com in die Finger geraten sein. opencaching.com wird von Garmin betrieben und hat ansonsten nichts (mehr) mit opencaching.de zu tun.


Na ja, jedenfalls hielten wir es im September 2012 für eine gute Idee, dort einen Cache exklusiv zu veröffentlichen. Der Grund war primär eine Abstandskollision mit einem bei geocaching.com gelisteten Cache. Der zweite Grund war, dass es in dem Gebiet jede Menge "trickreich" versteckte Caches gibt und dieser mal was "einfaches für zwischendurch" sein sollte (gut, heute nach über 90 platzierten Cache würden wir das anders machen... aber wir waren damals jung und unerfahren... ;-) ).
Der Cache ist bzw. was übrigens ein D1,5 / T1,5, recht einfach zu finden. Also keine Herausforderung eigentlich.

Gestern, am 16.2.2014, also ca. 1,5 Jahre nach dem Verstecken, haben wir den Cache abgebaut und eingesammelt. Grund: kein (!) Log in der ganzen Zeit.
Und das lag definitiv nicht an der Lage. Wie gesagt liegen in diesem Waldstück eine Reihe von gc.com Caches, welche auch alle gut besucht sind. D.h. an dem Cache sind garantiert in der Zeit viele Geocacher vorbei gelaufen.

Fazit: das war ein echter Flopp. Oder anders: opencaching.com erfreut sich zumindest hier in der Gegend überhaupt keiner Beliebtheit.

Falls sich jetzt jemand fragt, warum wir den Cache nicht bei opencaching.de gelistet haben: kannten wir damals noch nicht. Inzwischen haben wir dort auch ein paar Caches exklusiv veröffentlich. Die sind zwar auch nur wenig frequentiert, aber immerhin - besser als gar nichts.

Und zumindest für uns gibt es auch keinen Grund, noch irgendwas bei opencaching.com zu machen. Da stecken wir diese Energie lieber in opencaching.de (neben gc.com) - da bewegt sich wenigsten etwas.


Dienstag, 4. Februar 2014

Lab Caches - testweise eine neue Cacheart bei gc.com

Seit dem 3.2.2014 ist testweise eine neue Cacheart für alle Premium-Mitglieder bei geocaching.com freigeschaltet: der Lab Cache.

Wie der Name schon sagt hat das was experimentelles, was so erst Mal nicht (oder vielleicht nie?) als regulärer Cache einziehen wird.

Der Name der Test-Kampagne ist "I love Geocaching", Details sind im Blog von geocaching.com zu finden.
Kurzfassung: der Lab Cache ist von einem Cacher für einen Cacher, d.h. 1:1. Es gibt auch keine Dose oder so, Lab Caches sind reine "Internet Caches" - und zählen auch (noch) nicht für die Statistik. Außerdem kann der Cache genau ein Mal geloggt werden. Öfter nicht. Und jedes Premium-Mitglied kann auch nur genau einen Lab Cache legen.
Informationen hierzu sind im Help-Center von Groundspeak zu finden.

Natürlich (...) haben wir das schon getestet - sowohl das "Legen" als auch das Loggen eines Lab Caches.

Fangen wir mit dem Legen an: los geht's auf der Seite http://www.geocaching.com/iheartgeocaching/ - und auch nur da. Das Einrichten dieses Caches über die "normale" Seite (für Tradis, Multis etc) geht nicht. Und, wie gesagt, das geht nur für Premium Mitglieder.

Ist man eingeloggt so erscheint eine einzelne Seite, auf der der ganze Cache angelegt wird. Das ganz ist recht übersichtlich:

Lab Cache - das Listing anlegen
 Man kann einen Cachenamen eingeben sowie die Koordinaten. Wobei - zumindest soweit wir das sehen - der Cache von überall geloggt werden kann. Dann kommt der Haupttext des Listings, welcher maximal 1000 Zeichen haben darf.
Dann muss man noch die Antwort auf die Frage eingeben, welche zum Loggen des Caches nötig ist, sowie die Nachricht, welche nach erfolgreicher Lösung erscheint. Die Antwort darf übrigens maximal 10 Zeichen haben.
Womit das Prinzip dieses Lab Caches auch klar ist: es gibt nichts zu Suchen, man muss "nur" die Frage richtig beantworten, dass war's. Ganz einfach.

Hat man alles angelegt, klickt man auf "Save" und sieht dann die URL (Internetadresse), welche zum Listing führt:

URL zum angelegten Lab Cache
Im Gegensatz zu "normalen" Caches ist das Listing nämlich nur aufrufbar, wenn man die exakte URL hat.
Diese URL kann man jetzt (per Mail oder so) an den Cacher verschicken, der den Cache bekommen soll. Prinzipiell kann man die URL natürlich auch an mehrere Cacher schicken, aber, wie gesagt, der Lab Cache ist nur 1x logbar. Wer zuerst loggt hat "gewonnen".

Wenn man möchte kann man sich als Ersteller des Listings dieses auch testweise anschauen und testen. Das zählt nicht als Log.

Test-Modus für den angelegten Lab Cache

Das Lösen bzw. Loggen eines Lab Caches ist auch einfach:
  • Öffnen die URL
  • Einloggen bei gc.com
  • Listing lesen
  • Frage beantworten
  • fertig
Aufrufen des Listings des Lab Caches

Listing und Feld zu Eingabe der Lösung

Nachricht, dass der Lab Cache gelöst wurde
Das geht sowohl per Rechner als auch per Smartphone (die Bildschirmfotos des Lösen des Lab Caches stammen auch von einem Smartphone).

So weit so gut. Und was bringt das?

Nun, es ist eine ganz nette Art und Weise einem anderen, bei gc.com aktiven Geocacher eine kleine Freude zu machen (dafür haben wir zumindest unseren Lab Cache genutzt - hat sogar funktioniert ;-) ).

Ansonsten ist halt offen, was Groundspeak in Zukunft damit vor hat. Ob die Kampagne jetzt nur ein Gimmick für Zwischendurch ist oder ein groß angelegter Beta-Test für etwas uns noch unbekannten - wir wissen es nicht.

Auch, dass der Cache von überall geloggt werden kann, hat ja nicht mehr wirklich was mit Geocaching zu tun...

Die Idee, ein GPS-basiertes Spiel ohne vor Ort zu findende Dose (oder, wie bei Munzee, QR-Code) ist übrigens nicht neu. Genau das gleich Spielprinzip verfolgt Geosurfen, was es schon ein bisschen länger gibt. Nur das man hier wesentlich mehr (und besser) Möglichkeiten hat, die Frage(n) zu gestalten und man darf auch höchsten 30 m weit weg von den im Listing gegebenen Koordinaten sein, um die Frage zu beantworten.

Jedenfalls sind die aktuellen Lab Caches ein ganz netter "ein Mal" Cache für Zwischendurch. Was Groundspeak am Ende daraus macht - abwarten.

Montag, 3. Februar 2014

letztes Wochende - zwei Unfälle beim Geocaching, einer tödlich...

Der ein oder andere hat es vielleicht schon gelesen: am Wochenende sind zwei Geocacher verunglückt. Der eine leider tödlich, der andere nur leicht, dafür war der Rettungseinsatz eine größere Aktion, weil das Unglück in einem großen Steinbruch geschah.

Details kann man in den folgenden Meldungen / Artikeln im Internet nachlesen:

Wir selber kennen beide Caches nicht und können von daher auch nichts zur Schwierigkeit bzw. Geländewertung sagen. Den Artikel nach zu urteilen waren es beide aber zumindest keine T5 Caches.

Verletzten kann man sich natürlich immer. Man kann auch sich auch beim Laufen auf einem flachen Bürgersteig ein Bein brechen, wenn man Pech hat. Beim Geocaching ist es aber auch so, dass man sich bei der Suche nach der Dosen in "gefährlichere" Situationen bringt. Was man aber nichts desto trotz nie vergessen sollte:
  • Es ist in keiner Weise schlimm, wenn man die Suche nach einem Cache abbricht, weil es z.B. zu gefährlich wird. Haben wir auch schon gemacht, mehr als ein Mal. Es ist am Ende nur ein Fund, denn man nicht hat. Interessiert letztendlich niemanden.
  • Bestimmte Caches sollte man halt mindestens zu zweit oder mit mehr Leuten besuchen.
  • Als Cacheowner sollte man sich beim Legen des Caches auch Gedanken darüber machen, wie gefährlich (oder ungefährlich) das Heben des Caches ist und ob es vielleicht alternative, bessere (im Sinn von sicherer) Verstecke gibt.
Natürlich ist am Ende jeder für sich selber verantwortlich und die Entscheidung, was man macht, liegt alleine bei einem selber.

Und wir betreiben Geocaching doch letztendlich, weil es Spaß macht. Und aus Spaß braucht man sich nicht in Gefahr bringen.


Sonntag, 2. Februar 2014

Qualifikation für die Deutsche Geocaching-Meisterschaft - ein Erfahrungsbericht

Ein paar befreundete Cacher hatten neulich gefragt, ob wir (bzw. genau genommen der aktivste Teil von DerSchnelleLinus) nicht für das "Team Westerwald" an der deutschen Geocachingmeisterschaft teilnehmen wollte. Klar, warum nicht?

Da sich mehr Teams angemeldet hatten, als beim Finale Ende August teilnehmen können, fand gestern, 1.2.2014, die Qualifikation statt. Startzeit: 12 Uhr, Ende: spätestens 24 Uhr. Auch wenn zumindest wir nicht wirklich wussten, was da in der Quali so passiert, dachten wir doch: "Na ja, 12h Zeit - das ist ja mehr als reichlich. So lange braucht man nicht." So viel schon mal vorne weg: doch, man braucht viel Zeit.

Ca. 12.30 Uhr war die Runde dann komplett: sechs Geocacher aus der Region , alle schon etwas länger bzw. lange dabei, hatten ihre Laptops aufgebaut und machten sich ans Lösen der Aufgaben.

Das Lösen der Aufgaben sah wie folgt aus: es gab fünf Kategorien mit je fünf Fragen, für die man aufsteigen eins, zwei, ... , fünf Punkte bekam. Erst wenn die 1. Aufgabe gelöst war wurde die 2. in der entsprechenden Kategorie freigeschaltet usw. Die Aufgaben waren alles Mysteries, welche ein breites Spektrum (z.B. Kryptographie, Bidersuche, Logikrätsel etc.) abdecketen.

Um keinen unnötigen Spannungsbogen aufzubauen: wir haben die Qualifikation nicht geschafft. Genau genommen sogar ziemlich deutlich nicht. Am Ende hatten eine ganze Reihe von Teams 75 Punkte (=die maximale Anzahl von Punkte) - an dieser Stelle dafür: Respekt, das ist ein satte Leistung!
Um die Quali zu schaffen hätte man am Ende mindestens 70 Punkt haben müssen. Wir hatten.... na ja... ein ganze Ecke weniger... 70 war mehr als deutlich außer Reichweite.

In einer Kategorie waren wir immerhin bei der 5. und letzten Frage angekommen, in anderen waren wir "nur" bei der 3. Interessanter Weise hatten wir in der Kategorie "Kryptographie" die meisten Problem - obwohl wir genau das Gegenteil erwartet hatten! Hier haben wir ewig lange an der 1. Aufgabe gehangen, obwohl schon nach ca. 30 Minuten prinzipiell die richtigen Ideen da waren. Aber es hat erst Stunden später "klick" gemacht.

Am frühen Abend kam dann die Meldung, dass das erste Team alle Aufgaben gelöst hatte. Da waren wir gerade mal bei ein bisschen mehr als 10 Punkte - die Quali war aber noch möglich. Gegen ca. 21.30 Uhr war dann auch klar, dass die Quali für uns nicht mehr schaffbar ist und gegen 23 Uhr haben wir abgebaut.

Was im Laufe der Tages klar wurde: uns fehlt da ganz klar die Routine und Erfahrung beim Lösen solcher Mysteries. Das "Handwerkszeug" hätten wir wohl, aber die korrekten Lösungswege blieben immer (zu lange) nebulös.

Wobei man sagen muss, dass die Rätsel alle fair und sehr gut ausgearbeitet waren. Kompliment an die Organisation an dieser Stelle!
Von der Schwierigkeit (nach der gc.com Skala von 1-5) waren die einfachsten Rätsel vielleicht im Bereich 2.5 bis 3 und gingen dann bis auf 5 hoch.

Kollateralschäden gab es übrigens auch: zwei Cacher aus dem Team Westerwald, welche maßgeblich die Aufgabe "Links rum oder rechts rum?" gelöst haben, werden nie mehr die Filiale eines großen deutschen Lebensmitteldiscounters betreten können, ohne dass das Kopfkino zu laufen beginnt... ;-)

Spaß hat's aber trotzdem gemacht, und kurzweilig war es auch! Auch, wenn wir objektiv betrachtet wohl immer seeeeehr weit weg davon waren, die Qualifikation zu schaffen. Nächstes Jahr machen wir das besser!

Mittwoch, 22. Januar 2014

Drei EarthCaches in der "Chaîne des Puys" (Frankreich)

Die Chaîne des Puys ist eine Kette von Vulkanen in der Auvergne, Zentral-Frankreich. Die Entstehung ist geologisch gesehen relativ neu, da die letzten Eruptionen "nur" ca. 6000 Jahre her sind.

Hier gibt es auch einige EarthCaches, welche heute von 25% von DerSchnelleLinus besucht wurden. Die drei besuchten Caches liegen dabei westlich von Clermont-Ferand und sind von dort aus in ca. 30 Minuten zu erreichen.

Den Anfang machte GC1XD2N "Puy de Dôme EarthCache", der, wie der Name schon vermuten lässt, oben auf dem Puy de Dôme zu finden ist. Der Puy de Dôme ist dabei wohl der bekanntest Vulkankegel der Region und mit 1465 m auch der höchste der Kette. Apropos hoch: aufgrund der Höhe war der Gipfel auch mit Schnee bedeckt.
Blick aus ca. 5 km Entfernung auf den Puy de Dôme
Im Listing des Caches wird noch gesagt, dass man mit dem Auto bis (fast) ganz oben fahren kann, was aber nicht mehr stimmt. Seit Mitte 2012 gibt es (wieder) eine Zahnradbahn, welche, neben zu Fuss gehen, dass einzige offizielle Verkehrsmittel für den Weg nach oben ist.

Die Zahnradbahn wurde auch für den "Aufstieg" gewählt, Hin- und Rückfahrt kosten zusammen 10,- Euro (für Erwachsene). Die Bahn fährt dabei einmal um den Berg herum nach oben, so dass man einen guten Ausblick auf die ganze Region hat.

Einfahrt der Zahnradbahn in die Talstation
Oben angekommen war es dann erst Mal deutlich kälter als unten und es lagen ca. 15-20 cm Schnee. Immerhin war das Wetter (noch) gut, so das es tolle Aussichten gab!
Blick vom Puy de Dôme

Blick vom Puy de Dôme

Blick vom Puy de Dôme

Ganz oben auf dem Puy de Dome steht übrigens eine relativ große Funkstation. Außerdem befindet sich doch ein Station für die metereologische Forschung sowie für die Erforschung des Vulkanismus.
Funk- und Forschungsstation auf dem Gipfel
Aufgrund des Schnees war "Ground Zero" des EarthCaches leider nicht erreichbar, da die letzten ca. 150 m Weg dorthin gesperrt war. Was aber nicht weiter schlimm war, denn die Fragen zur Beantwortung des Caches lassen sich alle sehr gut im modernen und interessant gestaltetem Besucherzentrum beantworten.

Nach der Talfahrt mit der Bahn ging's dann mit dem Cachemobil weiter zum EarthCache GC4Q5ZJ "Puys Lemptégy". Hierbei handelt es sich um einen Doppelvulkan, welcher teilweise freigelegt ist und besichtigt werden kann. Leider ist eine Besichtigung im Winter nicht möglich, wobei sich die Fragen des EarthCache alle anhand einer Infotafel vor dem Eingang lösen lassen.

Ca. 2 km weiter ist der Parkplatz für den EarthCache GC1XE99 "Chaîne des Puys". Dieser ist zwar nach der ganzen Vulkankette benannt, konkret besteigt man jedoch den Puy de Pariou. Das erwieß sich trotz kühlem Wetter als doch etwas schweißtreibend, da auf ca. 2,5 km Weglänge rund 200 Höhenmeter erklommen werden. Unten lag nur wenig Schnee, oben wurde die Schneedecke dann geschlossen.
Weg im unteren Teil

weiter oben war die Schneedecke geschlossen
Ganz oben gelangt man dann auf den Rand des Vulkankraters und hat einen tollen Blick in den Krater - man kann auch hinunter gehen - und auf die Umgebung. Leider hatte es sich inzwischen zugezogen, es war windig und es schneite leicht. Sprich: oben auf dem Kraterrand war es echt ungemütlich! Trotzdem wurden natürlich die letzten 150 m zur Infotafel mit den "Lösungen" für die Fragen des EarthCaches tapfer zurückgelegt.
Toll war es oben nichts desto trotz. Bei gutem Wetter macht das ganze aber sicherlich noch viel mehr Spaß!

Blick in der Kater des Pariou
Beim Aufstieg wurde übrigens noch ein Tradi geloggt. Eine willkommene Pause beim Aufstieg ;-)

Bei gutem Wetter können wanderfreudig auch vom Puy de Dôme zum Pariou wandern, wobei dabei aber einige Höhenmeter "gemacht" werden. Tradis gibt es aber auch einige, so dass die Wanderung sicherlich nicht allzu langweilig wird.

Insgesamt waren es drei schöne EarthCaches, deren Besuch sich auf jeden Fall lohnt. Zumal man vom Puy de Dôme und Puy de Pariou einen tollen Blick auf die Umgebung hat (sofern das Wetter mit spielt).

Freitag, 17. Januar 2014

Koordinaten für ein Cacheversteck einmessen

Wer einen Cache verstecken will muss die Koordinaten des Verstecks bestimmen. Ohne geht nun mal nicht. Und, je nach Cache / Cacheart muss man noch ein paar mehr Punkte messen (Wegpunkte, Stationen eines Multis usw.).

Da die Qualität der Messung, besonders der Finalkoordination, essentiell wichtig ist, damit der Cache von anderen auch vernünftig gefunden werden kann, sollte man hier die nötig Sorgfalt walten lassen. Sonst irren die suchenden Cacher vielleicht kreuz und quer durch die Natur was a) Frust beim Cacher erzeugt und  b) der Natur nicht unbedingt zuträgtlich ist.

Neulich waren wir mal wieder bei einem Cache, der satt (mehr als 20 m) im off lag. Das man ggf. ein paar Meter Abweichung an Ground Zero hat kommt ja durchaus vor, aber keine 20 Meter oder mehr.

Bei unseren eigenen Caches - davon gibt es ja einige ;-) - gehen wir beim Einmessen wie folgt vor:

Zwei Dinge muss man zum Messen mitbringen: Geduld und ein bisschen Zeit. Ohne wird es ungenau. Wir messen immer mit unserem Garmin GPS-Empfänger (eTrex 10), wobei wir GPS+ GLONASS aktiviert haben (ob das zu nur GPS einen Unterschied macht haben wir übrigens nie probiert).

Wenn wir dann am Ort des Verstecks mit eingeschaltetem GPS-Empfänger ankommen sind stellen wir diesen erst Mal hin, mit der Empfangseinheit nach oben und warten so 3-4 Minuten. So hat das Gerät Zeit, alle verfügbaren Satelliten zu orten. Dann wählen wir den Menüpunkt "Wegpunkt-Mittlung" und starten die Messung. Wenn die Messgenauigkeit 100% erreicht hat werden die Koordinaten gespeichert. Je nach Ort und "freier Sicht" zum Himmel dauert so eine Mittlung 30 Sekunden bis ca. 4 Minuten.

Die Messung wird dann wiederholt. Garmin empfiehlt eine Wartezeit von mindestens 90 Minuten zwischen zwei Messung. Wir machen die Messungen üblicherweise an zwei verschiedenen Tagen, was aber pragmatische Gründe hat und nichts wirklich was mit der Genauigkeit zu tun hat.
Für die 2. Messung geht es dann wieder an den Ort des Verstecks. Gleiche Wartezeit einhalten wie oben beschrieben und dann wieder die "Wegpunkt-Mittlung" wählen. Jetzt wird aber kein neuer Wegpunkt angelegt, sondern der bereits gemittelte gewählt und eine weitere Mittlung darauf ausgeführt.

Das ganze kann man, wenn nötig, dann auch noch ein drittes, viertes, ... Mal wiederholen. Nach unserer Erfahrung bzw. bei uns in der Gegend reichen aber zwei Messungen in der Regel aus. In engeren Tälern, in der Stadt bei hoher Bebauung etc. können aber auch mehr Messungen sinnvoll sein.

Nach unserer Erfahrung ist gerade das 3-4 Minuten Warten vor der Messung der Genauigkeit sehr zuträglich. Und natürlich auch die Empfangsgenauigkeit des GPS-Empfängers, wobei es da wohl bei der aktuellen Generation der GPS-Geräte kaum noch Unterschiede gibt. Bei Smartphones sieht das aber je nach verbautem GPS-Empfänger ein wenig anders aus, besonders bei schwierigeren Empfangsbedingungen wie (dichter) Wald, enge Täler etc.

Aber unterm Strich ist eine vernünftige Wegpunkt-Mittlung kein Hexenwerk, sofern man sich die nötige Zeit nimmt.

Und wenn man doch mal das Gefühl hat, eine eingemessene Koordinate wäre trotz Mehrfach-Messung (zu) ungenau - nun, dann sollte man den Hinweis im Listing so wählen, dass der Cache gut gefunden werden kann.

Update 18.1.2014: zwei Formulierungen zur besseren Verständlichkeit geändert

Dienstag, 14. Januar 2014

Wenn (angeblich) dichte Dosen undicht sind... Das ALCON-Container Problem

Vor ca. 2 Wochen erreichte uns via Log die Nachricht, dass zwei Logbücher aus Caches aus unserer "Geometrie für Geocacher" Serien nass bzw. sehr nass seien. Auf Rückfrage wurde uns dann auch bestätigt, dass in der einen Dose sogar Wasser stand.

Was uns dann doch schwer gewundert hat, weil beide Dosen ALCON Container sind, welche explizit als "dicht" beworben werden (und mit denen wir bei zwei anderen Caches bisher auch keine Problem hatten).

ALCON-Container, geschlossen und geöffnet

Nach ein wenig Recherche stellt sich dann heraus, dass wohl Wasser eingedrungen war, weil die Dosen nicht komplett zugeschraubt waren. Spielt das eine Rolle? Wir reden ja nicht über Dichtigkeit bei Überflutung oder Tauchen, sondern "nur" über Regen.

Ja, es spielt im Falle des ALCON-Containers eine Rolle, was mit dem Aufbau zu tun hat, bzw. genau genommen damit, wo das Gewinde liegt.

Dieses liegt nämlich, wie im obigen Bild zu sehen ist, innen. Das heißt, der Deckel wird in den unteren Teil hinein geschraubt. Ist der Deckel als nicht komplett aufgeschraubt, so kann der O-Dichtring nicht abdichten und Wasser kann am Gewinden nach innen laufen, was wohl bei unseren Dosen auch passiert ist.

Spalt am Gewinde bei nicht ganz zugeschraubtem Deckel
Oder anders gesagt: Bauart-bedingt kann das immer passieren, wenn der Deckel nicht ganz zugeschraubt ist.

Darauf hin haben wir uns mal diverse andere zuschraubbare Dosen, welche wir auch im Einsatz haben, angeschaut.

Der Nacro-Container (Bilder sind im Blogeintrag Kleine Micro-Behälter) ist genau so aufgebaut, d.h. hier kann das gleich passieren. Und bei einem Standard Nano auch.

Anders sieht es aus beim PETling, der 35 ml Schraubdose ("Labordose"), beim Might Mega Cache Container und auch beim Groundspeak Micro Container.

PETling, 35 ml Schraubdose und Groundspeak Micro
Bei PETling und Schraubdose liegt das Gewinde außen und der Deckel wird über das Behältnis geschraubt. Damit sollten die Dosen (Regen-) dicht sein, selbst von der Deckel nur einen Gewindegang aufgeschraubt ist.

PETling mit lose aufgeschraubtem Deckel

Der Groundspeak Micro (Details sind im oben erwähnten Blogeintrag zu finden) besitzt zwar auch einen Innengewinde, aber, und das ist der entscheidende Unterschied zum Nacro und ALCON, die Dose wird von unten zugeschraubt.

Groundspeak Micro offen und lose zugeschraubt
Heißt konkret: selbst wenn der Deckel unten nur lose zugeschraubt ist, sollte das Döschen (Regen-) dicht sein, weil das Wasser ja nicht nach oben am Gewinde hochläuft.

Der Might Mega Cache Container (Details siehe Blogeintrag Cachebehälter Größe Small) sieht zwar aus wie der große Bruder des ALCON Containers und wird auch von oben zugeschraubt, hat aber auch ein außen liegendes Gewinde.

offener Might Mega Cache Container
Somit sollte hier auch kein Regenwasser eindringen, selbst wenn der Deckel nicht ganz festgeschraubt ist. Denn auch hier müsst das Wasser hoch fließen.

Might Mega Cache Container mit lose aufgeschraubtem Deckel

Fazit: "Mit dem Fehlverhalten anderer ist zu rechnen" - und bei nicht ganz zugeschraubtem Deckel sind dann auch ansonsten sehr gute und robuste Dosen wie der ALCON Container nicht mehr dicht und das Logbuch wird feucht.

Unser persönliches Fazit als Cacheowner: wir werden zwar unsere drei noch im Feld befindlichen ALCONs nicht austauschen, aber auf jeden Fall für zukünftige Caches keine neuen ALCON (und auch Nacros) mehr platzieren. Da nehmen wir lieber eine der anderen, oben beschriebenen Dosen.