Dienstag, 4. November 2014

Virtuelle Caches in Phoenix, Arizona

Virtuelle Cache sind auf geocaching.com ja schon vor längerem abgeschafft worden, die "alten", noch aktiven Caches haben bekanntlich Bestandsschutz. Bei uns (in Deutschland) sind virtuelle Caches aber so wie so rar.

25% von DerSchnelleLinus sind mal wieder (beruflich) in den USA unterwegs. Heute Nachmittag war ein wenig (Frei-) Zeit nach der Landung in Phoenix, Arizona. Diese Zeit wurde genutzt, um fünf virtuelle Caches westlich des Stadtzentrums von Phoenix zu besuchen. Und das ganze war dann wesentlich interessanter und spannender als gedacht.

Drei der fünf virtuellen Caches (Arizona Frontier, USS Arizon Anchor und Inspired by Steve) befinden sich auf dem Wesley Bolin Memorial Plaza. Dieser kleine Park in Phoenix beherbergt eine ganze Reihe von Statuen und Denkmälern, welche der Gründung Arizonas und den Gefallenen der Kriege gewidmet sind. Eine komplette Liste findet man z.B. auf der englischen Wikipediaseite zum Wesley Bolin Memorial Plaza.

Blick von Westen in den Park und die Father Kino Statue (vorne)
sowie das Navajo Code Talkers Memorial (hinten)
Der Cache "Inspired by Steve" befindet sich am Vietnam Krieg Denkmal. Äußert interessant sind hier die Infotafeln, welche den Ursprung und die Chronologie des Vietnam Kriegs sehr kompakt und sachlich (und ohne Patriotismus) in Stichpunkte erläutern. Sehr lesenswert!

Vietnam Vetrans Memorial
Der Cache "USS Arizona Anchor" befindet sich, wie der Name vermuten lässt, am Anker des Schlachtschiffs USS Arizona, welches beim Angriff auf Pearl Habour 1941 versenkt wurde.

Bild auf das Denkmal für die USS Arizona, im Hintergrund der Anker
Neben dem Anker findet man vor Ort noch einen Fahnenmast, zwei Kanonen und Infotafeln, eine auch zum Schlachtschiff USS Missouri (auf diesem Schiff unterschrieben die Japaner die Kapitulation im 2. Weltkrieg).

Insgesamt ist der Park sehr schön angelegt und besuchenswert, da er weit mehr bietet als "nur" Kriegsdenkmäler.

Blick in der Park aus östlicher Richtung
Unmittelbar westlich des Parks befindet sich Arizona State Capital, welches heute ein Museum beherbergt.

im Hintergrund das Arizona State Capitol
Davor befindet sich die Arizona Liberty Bell, mit der sich der virtuelle Cache Arizona's Liberty Bell beschäftigt. Die Glocke ist ein Replica der Originalglocke, mit der 1776 die Unabhängigkeit verkündet wurde.

Blick auf die Liberty Bell
Der fünfte und letzte virtuelle Cache in der Gegend ist The lost Dutchman's Gold!, er befindet sich ca. 500 m entfernt von den anderen und ist zu Fuß gut zu erreichen. Bei diesem Cache geht es um den Deutschen Jakob Waltz und eine sagenhafte, mexikanische Goldmine, deren genau Position aber unbekannt ist. Details findet man im interessant geschrieben Listing zum Cache.

Abgesehen davon, dass virtuelle Caches mal eine willkommenen Abwechslung sind, waren diese fünf hier interessant und spannend (was man ja nicht von allen virtuellen Caches behaupten kann...). Zum Vergnügen trägt natürlich auch der schön angelegt Wesley Bolin Memorial Plaza bei sowie das sehr angenehme Wetter am heutigen Tag in Phoenix. Das war nochmal eine schöne, entspannte Geocaching Tour.

Falls jemand auch mal nach Phoenix kommt - die virtuellen Cache befinden unmittelbar westlich von Downtown Phoenix und mit dem Auto sehr gut zu erreichen. Es gibt vor Ort auch einen eigenen Parkplatz. Die Fahrzeit vom Flughafen bis dort beträgt ca. 15 Minuten.

Samstag, 25. Oktober 2014

Eine Karte der eigenen Caches erstellen

Neulich wollten wir eine Karte mit den Finalpositionen aller von uns gelegten, aktiven Caches erstellen (für das lokale Forstamt). Die Idee: auf einer Google Maps Karte alle Cache-Positionen mit Markern markieren.

Und wie macht man das? Nach kurzer Internetrecherche fanden sich diverse Seiten, die erklären, wie das geht. Die Umsetzung ist im Prinzip ganz einfach, da das ganze mit einer einzelnen HTML-Datei mit eingebettetem JavaScript realisierbar ist. Der Ablauf ist wie folgt:
  • in der Datei ist eine Liste mit den Koordinaten der Caches hinterlegt
  • diese wird mittels JavaScript eingelesen
  • dann erzeugt das Script über die API von Google Maps die passende Karte mit Markern
  • die Karte wird als HTML-Seite im Browser angezeigt
Der Code dafür sieht so aus:

<!DOCTYPE html> <html lang="en"> <head>     <title>Geocaches - Görgeshausen - Blog-Demo</title>     <meta charset="utf-8">     <script src="https://maps.googleapis.com/maps/api/js?v=3.exp&sensor=false"></script>     <style>         html, body, #map-canvas { height: 100%; margin: 2px; padding: 2px }         h1 {font-size:16px; font-family:helvetica, arial, sans; padding: 2px; margin: 0px;}         p {font-size:14px; font-family:helvetica, arial, sans; padding: 2px; margin: 0px;}     </style>     <script type="text/javascript"> var LocationData = [     [50.394533, 7.957633, "Dosenshow: Matchstick Container", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png" ],     [50.39742, 7.95443, "Letterbox Alter Grenzstein", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png" ],     [50.39592, 7.94455, "Sommer, Sonne, Kaktus", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png" ],     [50.400167, 7.95755 , "Dosenshow: Weithalskanister", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png"],     [50.39777, 7.94897, "Dosenshow: Mini Decon Container", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png"],     [50.401667, 7.946717, "Dosenshow: Mun-Kiste", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png"],     [50.405217, 7.942033, "Dosenshow: Nacro Container", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png"],     [50.40527, 7.96688, "Dosenshow: Keep it clear Container", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png"],     [50.3946, 7.9599, "(geplanter Cache)", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/blue-dot.png"],     [50.3968, 7.9585, "(geplanter Cache)", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/blue-dot.png"] ]; function initialize() {     var map =         new google.maps.Map(document.getElementById('map-canvas'));     var bounds = new google.maps.LatLngBounds();     var infowindow = new google.maps.InfoWindow();         for (var i in LocationData)     {         var p = LocationData[i];         var latlng = new google.maps.LatLng(p[0], p[1]);         bounds.extend(latlng);                 var marker = new google.maps.Marker({             position: latlng,             map: map,             title: p[2],             icon: p[3]         });             google.maps.event.addListener(marker, 'click', function() {             infowindow.setContent(this.title);             infowindow.open(map, this);         });     }         map.fitBounds(bounds); } google.maps.event.addDomListener(window, 'load', initialize); </script> </head> <body>     <h1>Caches im Görgeshäuser Wald</h1>     <p>rot=existent, blau=geplant</p>     <div id="map-canvas"></div> </body> </html>
Speichert man diese Datei lokal ab, z.B. als meine_caches.html und öffnet die Datei im Webbrowser, sieht das ganze so aus:

aus dem Skript generierte Karte
Wer das Listing oben inhaltlich nicht versteht und trotzdem eine eigene Karte erstellen möchte: keine Sorge, das geht trotzdem.

Angepasst werden muss dabei nur der Bereich var LocationData = [...]. Dort befinden sich die Daten für die Marker.

Jeder Marker wird durch eine Zeile wie

[50.394533, 7.957633, "Dosenshow: Matchstick Container", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png" ]

dargestellt. Diese enthält, in eckige Klammern [ ] eingeschlossen:
  • die Breitengrad-Koordinaten im Dezimalgradformat (1. Eintrag)
  • die Längengrad-Koordinaten im Dezimalgradformat (2. Eintrag)
  • den Namen des Caches (3. Eintrag)
  • die Farbe des Markers (4. Eintrag).
Der Name des Caches (also der 3. Eintrag der Liste) wird auf der Karte immer dann angezeigt, wenn man mit dem Mauszeiger über den Marker fährt. Natürlich kann man hier auch jeden anderen, beliebigen Text hinterlegen.

Name des Caches wird angezeigt

Die farbigen Marker sind im obigen Beispiel so gewählt, dass rote Marker die Position (unserer) existierenden Caches zeigen, blau die noch geplanten.
Wie man die Farben ein- und verteilt kann natürlich jeder selber bestimmten. Auf rot und blau (wie im obigen Beispiel) gibt es noch gelb (yellow-dot.png), lila (purple-dot.png) und grün (green-dot.png).

Die Cachekoordinaten, welche an erster und zweiter Position in der Liste stehen, müssen in Dezimalgrad (also z.B. 50.123456) angegeben werden und nicht in der beim Geocaching sonst üblichen Darstellung Grad mit Dezimalminuten (also z.B. 50° 12.345).

Die Umrechnung ist ganz einfach, auch ohne zusätzliche Tools (welche online aber reichlich vorhanden sind).
Zum Umrechnen nimmt man einfach die Dezimalminuten, teilt die Zahl durch 60. Das Ergebnis sind dann die Nachkommastellen für die Darstellung in Dezimalgrad.

Beispiel:
50° 21.345 wäre dann:
50 + 21.345/60 = 50 + 0,35575 = 50.35575

Wenn es sich beim Breitengrad im Süd-Koordinaten handelt und / oder beim Längengrad um West-Koordinaten, dann muss in der Dezimalgrad-Darstellung zusätzlich noch ein Minus-Zeichen davor (also wäre z.B. S 50°21.345 in Dezimalgrad -50.35575)

Somit steht einer eigenen Karte nichts mehr im Weg.

Sollten auf der Karte nach dem Aufruf die Marker fehlen, so ist in der Regel in der Liste der Caches ein Fehler. Dies könnte z.B. ein fehlendes Anführungszeichen oder ein fehlendes Komma sein.

Sonntag, 7. September 2014

Dosenvorstellung: Bison XL Capsule

Ab und an schauen wir uns immer mal in diversen Geocaching Online-Shops um, ob es neue Dosentpyen gibt. Vielleicht ist ja was für unsere Dosenshow Cacheserie dabei.

Neulich haben wir dabei die Bison XL Capsule im Shop von Groundspeak entdeckt und direkt mal aus den USA mitgebracht.

Eine "Bison Tube" ist ein in den USA recht gängiger Cachebehälter. Dabei handelt es sich um ein mehr oder minder großes, metallisches Röhrchen mit Schraubverschluss. Die Bison XL Capsule ist dabei - wie der Name schon andeutet - einer der größeren Vertreter dieser Dosenkategorie. Die Länge beträgt ca. 7,5 cm, der Durchmesser ca. 2 cm.

Bison XL Capsule im Vergleich zu einem 1 € Stück
Wie auf dem Bild zu sehen ist, hat die Dose oben bereits zwei Schlüsselringe angebracht, so dass ein Aufhängen des Behälters problemlos möglich ist.

Zum Öffnen wird die Dose einfach in der Mitte auseinander geschraubt:

Bison XL Capsule aufgeschraubt
Dabei wird der obere Teil (also der mit dem Aufhänger) in den unteren geschraubt. Was  grundsätzlich die gleichen Probleme verursachen kann, die wir schon beim ALCON Container festgestellt haben: wenn man die Dose nicht komplett zu schraubt, kann im ungünstigen Fall Wasser in die Dose laufen, weil das Gewinde "verkehrt herum" ist.

Ansonsten ist die Größe der Bison XL Capsule so, dass die gängigen Logbuchgrößen leider nicht passen. Die typischen PETling Logbücher sind ein bisschen zu lang und Logbücher, die z.B. in den Nacro Container oder Groundspeak Micro passen, sind zu klein. Gut, man kann sich ja selber Logbücher basteln.

Preislich liegt die Dose bei 7,99 USD im Shop von Groundspeak, in einem deutschen Geocaching-Shop haben wir das Ding für 9,99 Euro gesehen.

Stellt sich die Frage: was spricht für das Döschen? Gut, es ist aus Metall, gut verarbeitet und hat einen Aufhänger. Aber trotzdem längerem Nachdenken ist uns leider nichts eingefallen, was für den Einsatz dieser Dose spricht. Eher im Gegenteil. Ein PETling ist ähnlich groß, es passen Standardlogbücher ohne Probleme, der PETling ist genau so robust und auch noch sicher dicht. Und deutlich preiswerter. Für den Preis einer Bison XL Capsule bekommt man 8-10 PETlinge.
Eine Aufhängung für eine PETling bauen ist auch kein Akt: die benötigten Teile (Schraubhaken, Muttern, Unterlegscheiben) bekommt man für weniger als ca. 0,75 Euro im Baumarkt und die Montage am Deckel ist schnell gemacht.

Fazit zum Bison XL Capsule: nett anzuschauen, aber sonst leider so rein gar keine Vorteile, zumindest nicht in unseren Augen. Von daher werden wir diese Dose auch nicht zum Einsatz bringen.

Freitag, 29. August 2014

Nano-Caches - jetzt auch zum Aufhängen

Wahrscheinlich hat jeder Cacher, der schon mehr als ein paar Dutzend Caches gefunden hat, auch schon mal eine Nano-Dose gefunden. Das sind die sehr kleinen, eher unbeliebten Döschen mit dem fummelig aufzurollenden Minilogbuch. Dazu hatten wir schon mal hier im Blog geschrieben.

Nanos haben einen kleinen Magneten am Boden und können eigentlich nur damit an passender Stelle befestigt werden.
Seit kurzem gibt es jetzt aber auch Nanos mit Aufhänger (und dafür ohne Magnet). Da ganz sieht aus wie auf dem folgenden Bild:

Nano-Cachebehälter zum Aufhängen
Von Innen ist der Hänge-Nano identisch mit dem Magnet-Nano. Preislich sind die Döschen auch identisch, beide kosten 4,50 USD im Shop von Groundspeak (wo wir den Hänge-Nano auch her haben - keine Ahnung, ob es das Döschen auch schon in deutschen Geocaching-Shops gibt). Nur bekommt man bei den Magnet-Nanos immer zwei Logbücher dazu, beim Hänge-Nano waren keine dabei.

aufgeschraubtes Döschen
Bleibt nur noch die Frage: braucht die Geocaching-Welt einen weitere Nano-Dose? Grundsätzlich ist die Idee nicht schlecht, da bei den Magnet-Nanos sich gerne nach einiger Zeit der Magnet lösen. Nichts desto trotz hat der hängenden Nano aber die gleichen Nachteile wie der magnetisch: kleines Logbuch mit hartem Limit von 39 Einträgen, fummelige Logbuchentnahme (wofür man oft eine Pinzette o.ä. braucht), fummeliges Aufrollen des Logbuch.

Zum Schluss noch ein Tipp: wer sich bei anderen Cachern mal so richtig unbeliebt machen will, der besorgt sich so einen  Nano und hängt die Dose in eine dicht gewachsen Tanne, wo man den Behälter so richtig schlecht sieht ;-)


Montag, 25. August 2014

"Wo kriegt man eigentlich PETlinge?" oder: zwei Generationen Geocacher

Geocaching ist ja noch nicht wirklich alt, gerade mal rund 13 Jahre. Und trotzdem gibt es schon Unterschiede zwischen den Generationen...

Wahre Geschichte:

Neulich haben wir ein Event veranstaltet. Gut besucht, u.a. auch von einem (uns bis dato unbekannten) Geocacher aus der Region, der schon seit 2004 bei geocaching.com angemeldet und aktiv ist, in den letzten Jahren aber wenig gemacht hat.
Mit ihm kamen wir dann ins Gespräch und irgendwann kam dann auch die Frage von ihm: "Wo bekommt man eigentlich heute PETlinge?".

Da mussten wir echt mal kurz innehalten und stutzen. PETling bekommt man doch heute jederzeit in quasi beliebiger Menge. Das war wohl früher anders. Ganz anders. Wir selber cachen seit Ende 2011 und damals gab es schon - wie heute immer noch - hinreichend viele (Geocaching-) Internetshops, welche alle PETlinge ab Lager liefern können.

Früher war das wohl - laut Erzählung - eine echte Herausforderung, ein oder mehrere PETlinge zu bekommen. Eine der wenigen Quellen waren z.B. Aktionen bei ebay.
Was dann natürlich auch erklärt warum damals Filmdosen so populär waren. Die gab's ja früher , in der prä-digitalen Fotografie-Zeit, in Hülle und Fülle - im Gegensatz zu PETlingen.

Also es ist jetzt natürlich nicht so, dass dies ein Aufruf ist, jeden PETling zu ehren. Aber es ist halt auch im Geocaching so wie oft im restlichen Leben: was heute "normal" ist war früher alles andere als normal. Sollte man ab und an mal dran denken :-)

Mittwoch, 20. August 2014

Warum wir Locus Map als Geocaching App benutzen

Wir schreiben bekanntlich hin und wieder hier im Blog über Locus Map, die Geocaching App (für Android) unserer Wahl. Und oft kommt dann auch die Frage: warum Locus?
Diese Frage wir jetzt (hoffentlich) beantwortet.

Die Kurzfassung der Antwort: weil Locus Map (in der Pro-Version) genau alles das kann, was wir brauchen und wir damit sehr gut klar kommen. Somit gibt es keinerlei Notwendigkeit für eine andere App.

Die lange Version:

Dass wir Locus benutzen ist reiner Zufall. Für den Sommerurlaub 2012 waren wir für unsere Android Tablet auf der Suche nach einer Geocaching-App, welche auch eine Offline-Karte hat. Durch älteren Hinweis in einem Forum sind wir auf Locus Map aufmerksam geworden. Installiert, gut gefunden, dabei geblieben.

Damals sind wir auch nach relativ kurzer Zeit (es waren nur wenige Tage) von der kostenlosen "Free" Version auf die "Pro" Version gewechselt. Grund: die Free Version hat in Sachen Geocaching (und auch anderen, für uns nicht wirklich wichtigen Funktionen) Einschränkungen, welche die Pro Version nicht hat. Die genauen Details sind auf der Webseite von Locus zu finden.
Die Pro-Version kostet 7,49 €, den Kauf haben wir zu keinem Zeitpunkt bereut. Übrigens kann man jederzeit von der Free auf die Pro Version wechseln ,das geht ohne Datenverlust, Verlust von Einstellungen etc.

Was wir auch öfters Lesen und Hören ist: "Locus Map ist kompliziert zu bedienen, dass ist alles verwirrend".
Tja - stimmt am Anfang, war bei uns auch so. Grund: Locus Map ist keine dedizierte Geocaching-App, sondern in erster Linie eine Karten-App, welche mit Online- und Offline-Karten umgehen kann. Zwar ist Locus Map auch eine Geocaching App mit vollen Funktionsumfang, aber das ist erst mal nicht offensichtlich.

Öffnet man Locus, sieht man erst mal nur eine Karte und ein paar Menüpunkt am oberen und unteren Bildschirm:

Locus Map Standard Bildschirm
Geocaching? Fehlanzeige. Na ja, nicht ganz. Die Funktionen dazu sind über Menüs verfügbar und - wenn man Caches in Locus gespeichert hat - auch nach Auswählen eines Caches.

Übrigens sollte man als Geocacher direkt noch die kostenlosen Addons für Geocaching und FieldNotes mit installieren. Beide Addons kommen übrigens direkt von den Locus Enwicklern selber. Des Weiteren gibt es noch diverse andere Addons, z.B.für die Anbindung von Locus an GSAK

Stichwort Menüs: Gerade in der Pro-Version hat Locus in der Grundeinstellung ziemlich viele Menüpunkte, was verwirren kann. Denn außer Karte und Geocaching kann Locus Pro noch: Navigation, Trackaufzeichnung, POI-Alarm, erweiterte Suche und ein paar Sachen mehr. Das gute: seit der Version 2.16 kann man nicht benötigte Menüpunkte ganz einfach ausblenden und sich "sein" Menü wesentlich übersichtlicher gestalten. Außerdem kennt Locus verschiedene Profile (u.a. auch für Geocaching), wodurch die Menüs auch für das jeweilige Profile "optimiert" werden.
Wenn man Locus ein paar Tage benutzt kommt man eigentlich sehr gut damit klar und kann flüssige (und effizient) damit arbeiten. War bei uns jedenfalls so.

Da Locus Map, wie gesagt, originär eine Karten-App ist, ist das Programm hier ziemlich stark. Locus kann gleichmaßen mit Online-Karten als auch mit vielen verschiedenen Offline-Karten umgehen. Außerdem kann Locus - sofern die Online-Karte dies erlaubt - diese auch lokal speichern und offline verfügbar machen.
Bei den Offline-Karten hat man zwei (gleichwertige) Möglichkeiten: entweder man bezieht Vektor-Karten für die Offline Nutzung über das Locus Store (welches in Locus Map integriert ist). Die Karten basieren auf OSM Karten, bezahlt werden dies nach Größe, also Download-Volumen. Die aktuelle Deutschlandkarte mit ca. 1,5 GB kosten ca. 1,50 Euro. Das Locus Store hält übrigens (detaillierte) Karten für die ganze Welt bereit. Und der Download einer Welt-Basiskarten ist kostenlos.
Alternativ kann man auch Karten selber auf dem Gerät installieren. Eine gute Quelle für Vektor-Karten, welche ebenfalls auf OSM-Daten beruhen, ist http://www.openandromaps.org/.  Auf dieser Seite gibt es auch ein Anleitung, wie man die Karten in Locus nutzt. Von der Kartenqualität, -darstellung und -nutzung sind die Karten aus dem Store und von openandromaps völlig gleich.

Da 25% von DerSchnelleLinus beruflich bedingt weltweit unterwegs sind, sind die Offline-Karten natürlich extrem praktisch (nicht nur beim Geocaching!) und werden extensiv genutzt.

Übrigens: in Sache Kartennutzung hat Locus Free nur sehr geringe Einschränkungen im Vergleich zu Locus Pro. Wer also Locus Map "nur" für die Karte braucht, der kann problemlos die kostenlose Version nehmen.

Das zweite Feature, welches wir extensiv nutzen, ist das Offline loggen. Dazu gab es mit der Version 2.30.0 einige Neuerung, welche das Offline loggen nochmals komfortabler machen. Details sind ebenfalls hier im Blog zu finden.
Locus Pro nutzt die Live API von geocaching.vom. Inklusive der bekannten Einschränkungen, wenn man kein Premium Mitglied ist. Was aber halt nicht an Locus liegt, sondern an dem Vorgehen von Groundspeak. Aber das ist ein eigenes Thema.


Übrigens: gesucht wird bei uns beim Geocaching immer noch mit einem Garmin GPS. Das ist halt in Sachen Genauigkeit unseren Smartphones und Tables deutlich überlegen. Folglich haben wir beim Cache (fast) immer zwei Geräte dabei: das GPSr und ein Smartphone mit LocusPro. zur Zeit haben wir Locus Pro auf drei Geräten installiert.

Was weiterhin gut ist: Locus wird konstant weiter entwickelt und verbessert. Bugfix-Releases kommen immer sehr zeitnah.
In Sachen Stabilität ist Locus Map auch absolut top. In den jetzt etwas mehr als zwei Jahren Nutzung auf diversen Geräten ist das Programm genau ein mal eingefroren. Nach einem Neustart der App lief alles wieder einwandfrei.

Wie bereits erwähnt: wir sind mit Locus rundherum glücklich, so dass wir keine Notwendigkeit sehen, eine andere Geocaching App zu testen. Was _nicht_ heißt, dass andere Apps schlechter sind. Dem Hörensagen nach ist z.B. c:geo in Kombination mit Locus Map als Offline-Karte auch ein gutes Gespann. Aber man nutzt dann halt zwei Apps (und muss ggf. zwischen diesen hin- und her wechseln).

Vielleicht fühlt sich jetzt der ein- oder andere dazu animiert, nochmal einen Blick auf Locus Map zu werfen. Wichtig: nicht von den Menüs und der Funktionsvielfalt (der Pro-Version) abschrecken lassen. Die anfängliche Lernkurve mag steil sein, dafür macht's hinterher um so mehr Spaß.

Dienstag, 19. August 2014

Fieldnotes - ein neues Add-On für Locus Map

Wir haben hier im Blog ja schon öfters über Locus Map geschrieben, der von uns hochgradig favorisierten Geocaching-App für Android.

Heute, am 19.8.2014, ist die neue Version 3.2.0 erscheinen, welche diverse Änderungen und Neuerungen für das Geocaching bereithält. "Größte" Neuerung ist vielleicht, dass das Erfassen von Offline-Logs in Form von Fieldnotes in ein eigenes Addon namens "Locus Addon FieldNotes" ausgelagert wurde.

Das gute dabei: das Erfassen von Fieldnotes, respektive das Offline-Loggen, ist nun wesentlich komfortabler geworden.

Nach dem Upgrade auf Locus 3.2.0 muss das Addon zuerst installiert werden. Dies erledigt man am einfachsten, indem man im Menü auf "Add-ons" und dann auf "Feldnotizen" klickt.

Das Addon stammt übrigens, ebenso wie das Geocaching Addon, direkt von den Locus Entwicklern selber.

das "Feldnotizen" Addon im Add-ons Menü
Jetzt stehen die neuen Funktionen direkt zur Verfügung. Um das Addon in vollen Funktionsumfang nutzen zu können, sollte man sicherstellen, dass im Menü "Einstellungen -> Geocaching" im Abschnitt "Geocaching Live" der Haken bei "Immer offline loggen" gesetzt ist.

Einen Cache loggt man nach wie vor, indem man im zugehörigen Cache-Menü den Punkt "Besuch notieren" wählt.

Erfasst man einen Log für einen Cache, dessen Besitzer man ist, stehen jetzt alle Logarten zur Verfügung - nur archivieren kann man den Cache via Locus nicht (was ja auch durchaus sinnvoll ist).

das Menü mit den möglichen Logtypen
Ist man Owner des Caches, stehen drei zusätzliche Logarten zur Verfügung
Die größte Neuerung - und Verbesserung - des Fieldnote-Addons ist aber, dass sich erfasste Logs jetzt wesentlich einfacher und komfortabler Editieren und Verwalten lassen.

Dazu wechselt man ins Addon, über "Menü -> Mehr -> Feldnotizen".

Das Feldnotizen-Addon im Funktionsmenü
Hier sieht man nun eine Liste aller erfassten Fieldnotes. Das Symbol ganz links zeigt den Logtyp. Tippt man eine erfasste Fieldnotes, kann man den Text nochmals editieren. Außerdem kann man beim Loggen via Locus den Cache jetzt auch direkt als Favoriten markieren, indem man die Checkbox "Mark as Favorite" auswählt.

Ansicht der erfassten Logs
Wie oben im Screenshot zu sehen ist, werden Logs, welche bereits übertragen sind, auf der linken Seite mit einem gelblichen Balken markiert.
Über die Checkbox rechts vom Logeintrag können die Logs einzeln selektiert (und deselektiert) werden. Ein Klick auf das auf dem Kopf stehende Dreieck oben öffnet ein Menü, über das Einträge gelöscht werden, Caches als geloggt markiert oder geloggte Caches als ungeloggt markiert werden können.

Menü zum Löschen von Logs und zur Änderung des Logstatus
Zum Übertragen der (selektieren) Logs klickt man auf das Symbol mit Halbkreis und dem Punkt plus Pfeil in der Mitte.

Menü zum Upload von Fieldnotes / Logs

Hier hat man u.a. die Wahl zwischen dem Upload der Notizen direkt als Log ("Log your visit"), dem Upload als Feldnotiz ("Upload Fieldnotes") und dem lokalen Speichern in eine Datei ("Store offline").

So weit, so gut. Erstes Fazit (das Addon gibt's ja schließlich erst seit heute): Durch das neue Fieldnotes Addon ist deren Verwaltung deutlich flexibler und komfortabler geworden. Wirkt sehr gut und durchdacht. Wie sich das ganze dann in der Praxis bewährt werden die nächsten Wochen zeigen. Wir sind da aber positiver Dinge.

Einziger "Nachteil" ist im Moment, dass das Addon im Moment noch komplett auf Englisch ist, wie auch in den Screenshots zu sehen ist. Das wird sich aber in Zukunft sicherlich ändern, zumal Locus Map und auch das Geocaching Addon komplett auf Deutsch übersetzt sind.

Zum Abschluss noch zwei weitere Neuerung in Locus 3.2.0, welche Geocacher betreffen:
1. Das "Geocaching Live" Menü ist ins "Geocaching Tools" Menü integriert worde, d.h. das Laden von Pocket Queries und loggen von Trackables erfolgt jetzt über letztgenanntes Menü.
2. Wenn man "live" loggt (also nicht via Feldnotiz / das Addon) kann man direkt mit dem Log ein Bild hochladen. Haben wir aber noch nicht probiert.

Es ist schon bemerkenswert, mit welche Konstanz die Entwickler von Locus Map neue Version der App herausbringen und immer wieder Funktionen verbessern. Jedenfalls ist - nach unserer Ansicht - Locus Map ein Top App für Offline-Karten und Geocaching für Android-Geräte. Und auch die Pro-Version (welche wir einsetzen) ist voll ihr Geld wert.