Dienstag, 11. November 2014

Wie schlecht kann ein Cache sein? Es geht meistens noch schlechter...

Jeder, der Geocaching macht, hat schon gute und schlechte Caches gesehen. Gehört halt dazu. Und wenn man schon länger dabei ist oder Caches in allen möglichen Ländern gefunden hat ("andere Länder, andere Sitten"), dann denkt man vielleicht auch, man hätte alles gesehen.

Heute habe ich einen Cache gefunden, der den neuen Tiefpunkt an schlechten Caches darstellt, zumindest für uns. Und zwar:
Der Cachebehälter ist eine leere Cola Glasflasche, das Logbuch ein Stück Notizzettel und das ganze ist dann auch noch ein Laternencache.

Das sieht live so aus:

der Cache: eine Cola Glasflasche mit Zettel
unter einer Laternenabdeckung
Dazu kam noch, dass der Ort des Verstecks ziemlich vermuggelt ist (und vom gegenüberliegenden Fast Food Shop direkt einsehbar) und die Koordinaten 27m im off liegen.

Wie aus dem Listing (die Cachenummer ist übrigens GC37EC6) hervorgeht, ist das ganze wohl auch genau so gewollt...

Dieser Cache ist übrigens auch der erste Cache, den wir gefunden haben und nicht loggen werden. Man muss echt nicht jeden Mist mitmachen.

Montag, 10. November 2014

Pop-Up Label in Locus 3.4 - auch für Geocaches

Über Locus Map haben wir hier im Blog schon öfters geschrieben. Am 7.11.2014 ist die Version 3.4 der App erschienen, welche natürlich wieder diverse Neuerung bringt. Eine davon ist auch für das Geocaching ganz interessant, nämlich die "Pop-up Label".

Durch die Pop-up Label bekommt man jetzt schnell die Grundinfos zu einem Cache angezeigt, ohne ins Listing gehen zu müssen.

In der Standardansicht werden Caches auf der Karte dargestellt, wie im folgenden Bildschirmfotozu sehen:

Anzeige des Orts von Caches auf der Karte
In den Locus Versionen vor 3.4 hat ein Tippen auf das Cache-Symbol direkt das Listing geöffnet. Mit der Einführung der Pop-up Label öffnet sich jetzt beim Tippen auf das Symbol eben dieses Label. Das ganze sieht wie folgt aus:

Pop-up Label zu einem Cache
Zu sehen sind also der Schwierigskeitesgrad des Caches (D), die Geländewertung (T), die Cachegröße (S), die Anzahl der Trackables im Cache (TR) und die Anzahl zusätzlichen Wegpunkte (W). Besonders durch die Einblendung der D- und T-Wertung sowie Cachegröße kann man sich so schnell einen Überblick verschaffen, was einen bei dieser Dose erwartet.

Tipp man auf den Pfeil > , öffnet sich ein weiteres Menü:

das 2. Pop-up Label Menü
Wie im Bild oben zu sehen ist kann man sich hier direkt noch den Hinweis zum Cache anzeigen lassen. Oder sich von Locus zum Cache Navigieren lassen.

Wer ins komplette Listing des Caches möchte tippt einfach auf das Pop-up Label und schon öffnet sich das Listing wie gewohnt.

Wir haben das ganze heute bei einer Cachetour mal ausprobiert und es ist schon ganz praktisch. Allerdings braucht man jetzt einen Tipper mehr, um zum Listing zu gelangen - dieses ist ja nicht mehr direkt erreichbar. Empfanden wir aber nicht als nachteilig.

Jedenfalls hat auch die neue Version Locus 3.4 weitere interessante Neuerungen zu bieten, wie beschrieben auch für Geocacher. Wobei die Pop-up Label für alle Wegpunkte in Locus vorhanden sind, nicht nur für Geocaches.


Edit 11.11.2014: falsche Info im Text korrigiert - das "W" im Pop-up Label steht für Wegpunkt (nicht Anzahl der Beobachter)

Sonntag, 9. November 2014

(Geocaching-) Besuch im Viaduct Park, Cleveland, OH, USA

Heute war auf dem Weg zum Flughafen in Cleveland, Ohio, noch ein wenig Zeit. Zeit, die zum Geocaching genutzt wurde.

Die Wahl fiel auf den Viaduct Park am Rande von Cleveland. Nicht ganz zufällig, darüber hatte ich vor ein paar Wochen einen (positiven) Kommentar in der G+ Geocaching Community zum im Park befindlichen Earthcache gelesen.

Der Park ist mit dem Auto gut zu erreichen und hat einem eigenen Parkplatz (N 41° 23.125 W 081° 32.050). Groß ist der Park übrigens nicht, in ca. 30 min kann man sich hier alles anschauen. Aber schön und interessant ist es trotzdem!

Blick in den kleinen Park und den darin befindlichen Wasserfall
Der Name Viaduct Park leitet sich übrigens von dem alten Eisenbahn-Viadukt ab, welches hier steht.

Blick auf das Viadukt

Dieses wurde 1864 fertig gestellt und war Teil der Eisenbahnline Cleveland - Pittsburgh. Heute ist die Brücke für Fußgänger begehbar, die eigentlich Bahnlinie befindet sich auf einer neuen, weiter hinten liegenden Brücke.

Zurück zum Park: in diesem befinden sich eine ganze Reihe Infoschilder, welche die Historie der näheren Umgebung beleuchten, sowohl aus industrieller als
auch geologischer Sicht.

Weg im Park
Mit der Geologie hier beschäftigt sich der Cache "The Great Falls of Tinkers Creek" (auf deutsch: Der Wasserfall des Tinker Flußes), GC1956H. Dieser Wasserfall befindet sich nämlich im Park und ist gut zu erreichen und einzusehen. Wobei der Wasserfall nicht wirklich "great" (auf deutsch: groß) ist, aber trotzdem schön gelegen.

Blick auf den Tinkers Creek Fall
Historisch gesehen spielte das Tal, in dem der Park und der Wasserfall liegen, auch eine wichtige Rolle. Zur Zeit der Industrialisierung befanden sich hier nämlich ein wassergetriebenes Holzsägewerk und eine wassergetriebene Kornmühle. Von den Mühlen ist heute nichts mehr zu sehen, aber noch vom dem kleinen Staudamm, welcher seinerzeit den Fluss angestaut hatte.
Weitere Infos dazu findet man auf den bereits erwähnten Infotafeln im Park.

Blick auf den Zufluss des Wasserfalls
Cache-technisch befindet sich im Park selbst noch ein Tradi (GC40V3E), ca. 100m vom Parkplatz entfernt liegt ein weiterer (GC37C4T).

Des Weiteren befindet sich quasi "um die Ecke" noch ein weiterer Earthcache, GC1N9EG. Dieser beschäftigt sich auch mit dem Fluss Tinkers Creeks, allerdings ist bei diesem Cache das Listing spannender als der Outdoor-Teil...

Wer also mal in Cleveland ist bzw. auf dem Weg zum Flughafen (Fahrzeit Park -> CLE Airport ca. 20 Minuten), dem kann ein Abstecher in den Viaduct Park durchaus empfohlen werden. Der Park ist klein, aber fein.

Mehr (viel) mehr Zeit hat, der kann auch noch ca. 20 min weiter Richtung Süd-Westen fahren, wo der Cuyahoga Valley National Park liegt. Hier gibt es auch eine ganze Reihe von Earthcaches (und Wasserfällen) zu besuchen.

Mittwoch, 5. November 2014

Cachen im North Etiwanda Preserve, Kalifornien

Das North Etiwanda Preserve (kurz: NEP) befindet sich im San Bernadino Valley in Kalifornien (östlich von Los Angelas), am Fuße der Traverse Range (einer Gebirgskette).

Hier waren 25% von DerSchnelleLinus schon mal zum Cachen, vor ziemlich genau zwei Jahren. Auch damals wurde dazu ein Blogeintrag geschrieben.

Heute ergab sich nochmals die Gelegenheit, eine Runde im NEP zu drehen - und diese Gelegenheit wurde genutzt, zumal das Wetter deutlich besser war als 2012. Und es gibt ein paar neue Tradis dort im Gebiet.

Blick ins NEP und die angrenzenden Berge
Das tolle am NEP ist, dass die Landschaft sehr schön - in dieser Form gibt es so was zumindest in Deutschland nicht - und das es absolut ruhig dort ist. Zwar befindet man sich in Sichtweite der Städte im Tal sowie der dort verlaufenden Autobahn, aber von diesen Geräuschen dringt nichts bis ins NEP vor. Außer dem Wind, dem Knirschen seiner eigenen Schritte auf dem sandig-schottrigen Untergrund und ab und zu einem Vogelschrei ist es dort vollkommen still.

Blick ins Tal vom Startpunkt des Trails aus
Die Hauptrunde durch das NEP ist ca. 5 km lang, los geht's bei N 34°09.938 W 117°31.397,  dort befinden sich auch genügend Parkmöglichkeiten. Der Höhenunterschied vom Startpunkt bis zum höchsten Punkt der Runde beträgt ziemlich genau 200m. Die Runde besteht aus breiten Wegen und ist eindeutig markiert. Je nach Tempo benötigt man dafür ca. 75-90 min, zuzüglich Zeit zum Cachen.

eines der wenigen höheren Gewächse im NEP
Und auch hat es Spaß gemacht, es ist einfach toll, den Trail durch das North Etiwanda Preserve zu  gehen.

Cache-technisch wurden vier Trads gefunden, plus ein DNF.

Wegmarkierung im NEP
Die Dose liegt hinter dem Pfosten versteckt.
Wer also mal in der Nähe sein sollte - es lohnt sich auf jeden Fall, egal ob man auf der Runde cacht oder nicht. Außerdem gibt es am Wegesrand auf der Strecke verteilt Infotafeln, die über Geologie, Vegetation und die Bedeutung des NEP für die Wasserwirtschaft Auskunft geben.

Weg nach oben, nach ca. 0,5km Strecke
Wie 2012 schon geschrieben ist für die Tour auf jeden Fall festeres Schuhwerk empfehlenswert, da Teile der Strecke aus recht groben und losem Geröll bestehen.

Und zum Abschluss gibt es noch ein paar weitere Bilder aus dem NEP:

Die Vegetation ist zumindest flach und stachlig,
dem warmen, trockenen Klima angepasst.

Drei Yucca-Pflanzen, in deren Nähe auch ein Cache ist.

seit dem letzen Besuch 2012 hat es im NEP wohl gebrannt -
verbrannter Strauch mit neuen Pflanzen

im oberen Bereich ist der Weg nicht steinig

der Weg bergab, zurück Richtung Parkplatz


Dienstag, 4. November 2014

Virtuelle Caches in Phoenix, Arizona

Virtuelle Cache sind auf geocaching.com ja schon vor längerem abgeschafft worden, die "alten", noch aktiven Caches haben bekanntlich Bestandsschutz. Bei uns (in Deutschland) sind virtuelle Caches aber so wie so rar.

25% von DerSchnelleLinus sind mal wieder (beruflich) in den USA unterwegs. Heute Nachmittag war ein wenig (Frei-) Zeit nach der Landung in Phoenix, Arizona. Diese Zeit wurde genutzt, um fünf virtuelle Caches westlich des Stadtzentrums von Phoenix zu besuchen. Und das ganze war dann wesentlich interessanter und spannender als gedacht.

Drei der fünf virtuellen Caches (Arizona Frontier, USS Arizon Anchor und Inspired by Steve) befinden sich auf dem Wesley Bolin Memorial Plaza. Dieser kleine Park in Phoenix beherbergt eine ganze Reihe von Statuen und Denkmälern, welche der Gründung Arizonas und den Gefallenen der Kriege gewidmet sind. Eine komplette Liste findet man z.B. auf der englischen Wikipediaseite zum Wesley Bolin Memorial Plaza.

Blick von Westen in den Park und die Father Kino Statue (vorne)
sowie das Navajo Code Talkers Memorial (hinten)
Der Cache "Inspired by Steve" befindet sich am Vietnam Krieg Denkmal. Äußert interessant sind hier die Infotafeln, welche den Ursprung und die Chronologie des Vietnam Kriegs sehr kompakt und sachlich (und ohne Patriotismus) in Stichpunkte erläutern. Sehr lesenswert!

Vietnam Vetrans Memorial
Der Cache "USS Arizona Anchor" befindet sich, wie der Name vermuten lässt, am Anker des Schlachtschiffs USS Arizona, welches beim Angriff auf Pearl Habour 1941 versenkt wurde.

Bild auf das Denkmal für die USS Arizona, im Hintergrund der Anker
Neben dem Anker findet man vor Ort noch einen Fahnenmast, zwei Kanonen und Infotafeln, eine auch zum Schlachtschiff USS Missouri (auf diesem Schiff unterschrieben die Japaner die Kapitulation im 2. Weltkrieg).

Insgesamt ist der Park sehr schön angelegt und besuchenswert, da er weit mehr bietet als "nur" Kriegsdenkmäler.

Blick in der Park aus östlicher Richtung
Unmittelbar westlich des Parks befindet sich Arizona State Capital, welches heute ein Museum beherbergt.

im Hintergrund das Arizona State Capitol
Davor befindet sich die Arizona Liberty Bell, mit der sich der virtuelle Cache Arizona's Liberty Bell beschäftigt. Die Glocke ist ein Replica der Originalglocke, mit der 1776 die Unabhängigkeit verkündet wurde.

Blick auf die Liberty Bell
Der fünfte und letzte virtuelle Cache in der Gegend ist The lost Dutchman's Gold!, er befindet sich ca. 500 m entfernt von den anderen und ist zu Fuß gut zu erreichen. Bei diesem Cache geht es um den Deutschen Jakob Waltz und eine sagenhafte, mexikanische Goldmine, deren genau Position aber unbekannt ist. Details findet man im interessant geschrieben Listing zum Cache.

Abgesehen davon, dass virtuelle Caches mal eine willkommenen Abwechslung sind, waren diese fünf hier interessant und spannend (was man ja nicht von allen virtuellen Caches behaupten kann...). Zum Vergnügen trägt natürlich auch der schön angelegt Wesley Bolin Memorial Plaza bei sowie das sehr angenehme Wetter am heutigen Tag in Phoenix. Das war nochmal eine schöne, entspannte Geocaching Tour.

Falls jemand auch mal nach Phoenix kommt - die virtuellen Cache befinden unmittelbar westlich von Downtown Phoenix und mit dem Auto sehr gut zu erreichen. Es gibt vor Ort auch einen eigenen Parkplatz. Die Fahrzeit vom Flughafen bis dort beträgt ca. 15 Minuten.

Samstag, 25. Oktober 2014

Eine Karte der eigenen Caches erstellen

Neulich wollten wir eine Karte mit den Finalpositionen aller von uns gelegten, aktiven Caches erstellen (für das lokale Forstamt). Die Idee: auf einer Google Maps Karte alle Cache-Positionen mit Markern markieren.

Und wie macht man das? Nach kurzer Internetrecherche fanden sich diverse Seiten, die erklären, wie das geht. Die Umsetzung ist im Prinzip ganz einfach, da das ganze mit einer einzelnen HTML-Datei mit eingebettetem JavaScript realisierbar ist. Der Ablauf ist wie folgt:
  • in der Datei ist eine Liste mit den Koordinaten der Caches hinterlegt
  • diese wird mittels JavaScript eingelesen
  • dann erzeugt das Script über die API von Google Maps die passende Karte mit Markern
  • die Karte wird als HTML-Seite im Browser angezeigt
Der Code dafür sieht so aus:

<!DOCTYPE html> <html lang="en"> <head>     <title>Geocaches - Görgeshausen - Blog-Demo</title>     <meta charset="utf-8">     <script src="https://maps.googleapis.com/maps/api/js?v=3.exp&sensor=false"></script>     <style>         html, body, #map-canvas { height: 100%; margin: 2px; padding: 2px }         h1 {font-size:16px; font-family:helvetica, arial, sans; padding: 2px; margin: 0px;}         p {font-size:14px; font-family:helvetica, arial, sans; padding: 2px; margin: 0px;}     </style>     <script type="text/javascript"> var LocationData = [     [50.394533, 7.957633, "Dosenshow: Matchstick Container", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png" ],     [50.39742, 7.95443, "Letterbox Alter Grenzstein", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png" ],     [50.39592, 7.94455, "Sommer, Sonne, Kaktus", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png" ],     [50.400167, 7.95755 , "Dosenshow: Weithalskanister", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png"],     [50.39777, 7.94897, "Dosenshow: Mini Decon Container", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png"],     [50.401667, 7.946717, "Dosenshow: Mun-Kiste", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png"],     [50.405217, 7.942033, "Dosenshow: Nacro Container", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png"],     [50.40527, 7.96688, "Dosenshow: Keep it clear Container", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png"],     [50.3946, 7.9599, "(geplanter Cache)", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/blue-dot.png"],     [50.3968, 7.9585, "(geplanter Cache)", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/blue-dot.png"] ]; function initialize() {     var map =         new google.maps.Map(document.getElementById('map-canvas'));     var bounds = new google.maps.LatLngBounds();     var infowindow = new google.maps.InfoWindow();         for (var i in LocationData)     {         var p = LocationData[i];         var latlng = new google.maps.LatLng(p[0], p[1]);         bounds.extend(latlng);                 var marker = new google.maps.Marker({             position: latlng,             map: map,             title: p[2],             icon: p[3]         });             google.maps.event.addListener(marker, 'click', function() {             infowindow.setContent(this.title);             infowindow.open(map, this);         });     }         map.fitBounds(bounds); } google.maps.event.addDomListener(window, 'load', initialize); </script> </head> <body>     <h1>Caches im Görgeshäuser Wald</h1>     <p>rot=existent, blau=geplant</p>     <div id="map-canvas"></div> </body> </html>
Speichert man diese Datei lokal ab, z.B. als meine_caches.html und öffnet die Datei im Webbrowser, sieht das ganze so aus:

aus dem Skript generierte Karte
Wer das Listing oben inhaltlich nicht versteht und trotzdem eine eigene Karte erstellen möchte: keine Sorge, das geht trotzdem.

Angepasst werden muss dabei nur der Bereich var LocationData = [...]. Dort befinden sich die Daten für die Marker.

Jeder Marker wird durch eine Zeile wie

[50.394533, 7.957633, "Dosenshow: Matchstick Container", "http://maps.google.com/mapfiles/ms/icons/red-dot.png" ]

dargestellt. Diese enthält, in eckige Klammern [ ] eingeschlossen:
  • die Breitengrad-Koordinaten im Dezimalgradformat (1. Eintrag)
  • die Längengrad-Koordinaten im Dezimalgradformat (2. Eintrag)
  • den Namen des Caches (3. Eintrag)
  • die Farbe des Markers (4. Eintrag).
Der Name des Caches (also der 3. Eintrag der Liste) wird auf der Karte immer dann angezeigt, wenn man mit dem Mauszeiger über den Marker fährt. Natürlich kann man hier auch jeden anderen, beliebigen Text hinterlegen.

Name des Caches wird angezeigt

Die farbigen Marker sind im obigen Beispiel so gewählt, dass rote Marker die Position (unserer) existierenden Caches zeigen, blau die noch geplanten.
Wie man die Farben ein- und verteilt kann natürlich jeder selber bestimmten. Auf rot und blau (wie im obigen Beispiel) gibt es noch gelb (yellow-dot.png), lila (purple-dot.png) und grün (green-dot.png).

Die Cachekoordinaten, welche an erster und zweiter Position in der Liste stehen, müssen in Dezimalgrad (also z.B. 50.123456) angegeben werden und nicht in der beim Geocaching sonst üblichen Darstellung Grad mit Dezimalminuten (also z.B. 50° 12.345).

Die Umrechnung ist ganz einfach, auch ohne zusätzliche Tools (welche online aber reichlich vorhanden sind).
Zum Umrechnen nimmt man einfach die Dezimalminuten, teilt die Zahl durch 60. Das Ergebnis sind dann die Nachkommastellen für die Darstellung in Dezimalgrad.

Beispiel:
50° 21.345 wäre dann:
50 + 21.345/60 = 50 + 0,35575 = 50.35575

Wenn es sich beim Breitengrad im Süd-Koordinaten handelt und / oder beim Längengrad um West-Koordinaten, dann muss in der Dezimalgrad-Darstellung zusätzlich noch ein Minus-Zeichen davor (also wäre z.B. S 50°21.345 in Dezimalgrad -50.35575)

Somit steht einer eigenen Karte nichts mehr im Weg.

Sollten auf der Karte nach dem Aufruf die Marker fehlen, so ist in der Regel in der Liste der Caches ein Fehler. Dies könnte z.B. ein fehlendes Anführungszeichen oder ein fehlendes Komma sein.

Sonntag, 7. September 2014

Dosenvorstellung: Bison XL Capsule

Ab und an schauen wir uns immer mal in diversen Geocaching Online-Shops um, ob es neue Dosentpyen gibt. Vielleicht ist ja was für unsere Dosenshow Cacheserie dabei.

Neulich haben wir dabei die Bison XL Capsule im Shop von Groundspeak entdeckt und direkt mal aus den USA mitgebracht.

Eine "Bison Tube" ist ein in den USA recht gängiger Cachebehälter. Dabei handelt es sich um ein mehr oder minder großes, metallisches Röhrchen mit Schraubverschluss. Die Bison XL Capsule ist dabei - wie der Name schon andeutet - einer der größeren Vertreter dieser Dosenkategorie. Die Länge beträgt ca. 7,5 cm, der Durchmesser ca. 2 cm.

Bison XL Capsule im Vergleich zu einem 1 € Stück
Wie auf dem Bild zu sehen ist, hat die Dose oben bereits zwei Schlüsselringe angebracht, so dass ein Aufhängen des Behälters problemlos möglich ist.

Zum Öffnen wird die Dose einfach in der Mitte auseinander geschraubt:

Bison XL Capsule aufgeschraubt
Dabei wird der obere Teil (also der mit dem Aufhänger) in den unteren geschraubt. Was  grundsätzlich die gleichen Probleme verursachen kann, die wir schon beim ALCON Container festgestellt haben: wenn man die Dose nicht komplett zu schraubt, kann im ungünstigen Fall Wasser in die Dose laufen, weil das Gewinde "verkehrt herum" ist.

Ansonsten ist die Größe der Bison XL Capsule so, dass die gängigen Logbuchgrößen leider nicht passen. Die typischen PETling Logbücher sind ein bisschen zu lang und Logbücher, die z.B. in den Nacro Container oder Groundspeak Micro passen, sind zu klein. Gut, man kann sich ja selber Logbücher basteln.

Preislich liegt die Dose bei 7,99 USD im Shop von Groundspeak, in einem deutschen Geocaching-Shop haben wir das Ding für 9,99 Euro gesehen.

Stellt sich die Frage: was spricht für das Döschen? Gut, es ist aus Metall, gut verarbeitet und hat einen Aufhänger. Aber trotzdem längerem Nachdenken ist uns leider nichts eingefallen, was für den Einsatz dieser Dose spricht. Eher im Gegenteil. Ein PETling ist ähnlich groß, es passen Standardlogbücher ohne Probleme, der PETling ist genau so robust und auch noch sicher dicht. Und deutlich preiswerter. Für den Preis einer Bison XL Capsule bekommt man 8-10 PETlinge.
Eine Aufhängung für eine PETling bauen ist auch kein Akt: die benötigten Teile (Schraubhaken, Muttern, Unterlegscheiben) bekommt man für weniger als ca. 0,75 Euro im Baumarkt und die Montage am Deckel ist schnell gemacht.

Fazit zum Bison XL Capsule: nett anzuschauen, aber sonst leider so rein gar keine Vorteile, zumindest nicht in unseren Augen. Von daher werden wir diese Dose auch nicht zum Einsatz bringen.