Dienstag, 4. August 2015

diverse Geocaching-Dosen - ein Erfahrungsbericht aus Cacheowner Sicht

Als Geocacher erfreut man sich ja gerne an kreativ gestalteten Dosen bzw. Verstecken. Tun wir auch, keine Frage.

Wenn man als Cacheowner (kurz: CO) aber mehr als eine handvoll Dosen im Feld hat, dann verschiebt sich dann Interesse auch hin zum Kriterium wartungsarm.
"Wartungsarm" heißt dabei in erster Linie, dass a) das Logbuch auch bei Dauerregen oder Schnee trocken bleibt und dass b) ein passabel großes Logbuch in die Dose passt.

Aktuell haben wir ca. 90 aktive Caches "out in the wild" und haben dabei alle mögliche Dosentypen im Einsatz. Ein Großteil des Spektrums wird z.B. in unsere Cacheserie "Dosenshow" gezeigt.

Unsere Erfahrung mit diversen Cachebehältern haben wir hier im Blog mal zusammengefasst.

Die unspektakuläre Nachricht direkt voran: die Standards funktionieren am besten. "Standards" heißt: PETling, Clip'n'Close Dose und Schraubdose.

Dosen, die problemlos funktionieren:
Clip'n'Close Dose, PETling, 35ml Schraubdose
Mit diesen drei Dosen haben wir quasi keine Problem. Selbst wenn die Dosen ca. 3 Jahre im Feld sind (älter ist aktuell kein Cache von uns...) sind die Dosen dicht und das Logbuch trocken. Selbst dann, wenn die Dosen am Waldboden platziert sind.
Bei den Clip'n'Close ist es nur wichtig, dass man auf eine Dose der beiden bekannten Markernhersteller zurück greift oder auf die äquivalent guten Dosen aus dem Geocaching-Handel Names "Cache Box". Ein weiterer Vorteil ist, dass es die Clip'n'Close Dosen und allen möglichen Größen von 0,2 bis zu mehr als 2 Liter gibt.
Die Schraubdosen gibt es auch im Geocaching-Versand - preiswerter und in größerer Auswahl (und Größen) gibt's die aber im "normalen" Internetversand. Einfach mal nach "Pathologie Schraubdose" suchen - ja, der "normale" Einsatzzweck dieser Dosen ist wohl in der Pathologie. Gängigen Größen sind 35ml (entspricht Filmdosengröße), 50ml und 100ml.

Zwei weitere Dosen, die ebenfalls problemlos funktionieren, sind die Munitionskiste und der 6l Weithalskanister.

auch gut, aber ziemlich groß:
Weithalskanister und Munitionskiste
Zur Mun-Kiste muss sicherlich nicht viel gesagt werden, das ist ein Klassiker des Geocachings. Bei ebay gibt's Mun-Kisten mit gutem Zustand auch zu recht moderaten Preisen.
Der 6l Weithalskanister hat auch eine sehr gute Dichtigkeit und Haltbarkeit. Die "Nachteile" sind eine eher ungünstige Farbgebung für's Geocaching (großer roter Deckel) und ein ziemlicher hoher Preis, sofern man einzelne Dose nicht zu Großhandelspreisen beziehen kann.
Ein genereller Nachteil der beiden Dose kann eben die Größe sein. Man braucht zum Platzieren schon ein recht großes Versteck. Dafür ist dann innen aber Platz für große Logbücher und viele Trackables.

Zwei schon eher "exotische" Dosen, die bei uns ebenfalls gut funktionieren, sind der "Keep it Clear" Container und der Pelican Container.

etwas exotisch, aber gut:
Keep it Clear Container und Pelican Container
Die Keep it Clear Dose ist im Outdoor- / Sporthandel teilweise auch unter dem Namen "Beachbox" zu finden. Die Dose sieht zwar recht "unspektakulär" aus, funktioniert aber einwandfrei. Allerdings haben wir die eine Dose dieser Art, die wir im Einsatz haben, nicht am Boden platziert. "Unsere" Dose sieht zwar Regen und Schnee, ist aber nie von z.B. feuchtem Laub oder Schnee bedeckt. Von daher fehlt uns da die Erfahrung, wie gut die Dichtigkeit unter solchen Einsatzbedingungen ist.
Der Pelican-Container ist der Rolls Royce unter den Cachedosen. Eigentlich sind Pelican-Boxen robuste Transportboxen, welche sich natürlich auch für's Geocachung "missbrauchen" lassen. Die Highlights sind eine ultra-robustes Gehäuse, integrierte Dichtung im Deckel, Scharnierstifte aus Edelstahl und ein integriertes, wasserdichtes Druckausgleichventil für den Innenraum. Wodurch vielleicht auch schon der Nachteil erahnbar ist: die Dosen sind teuer. Für die oben im Bild gezeigte Variante der Größe "small" bekommt man z.B. auch zwei kleine Munkisten oder ca. 25 PETlinge...

Die nächsten drei Dosen, die uns persönlich gut gefallen, sind leider nicht ganz problemlos: Mighty Mega Cache Container, Mini Decon Container und der Groundspeak Micro.

mit kleineren Problemen:
Mighty Mega Cache Container, Mini Decon Cotainer, Groundspeak Micro

Der Mini Decon Container und die Mighty Mega Cache Container haben beide die Größe "small". Der Mighty Mega ist dabei super robust, weil er aus Alu gefräst / gedreht wird. Konstruktionsbedingt sollte er dicht sein - ist er nach unsere Erfahrung aber nicht immer. Warum, haben wir noch nicht herausgefunden. Mit einigen ausgelegten Dosen haben wir keinerlei Problem, in anderen war im Herbst / Winter schon Feuchtigkeit. Zwar nie viel, aber immer so viel, dass das Logbuch feucht wurde.
Der Mini Decon Container ist aufgrund seiner ovalen Form so groß, dass auch TBs und mittelgroße Coins gut rein passen. Allerdings haben die von uns platzierten Mini Decons das gleiche Problem wie die Mighty Mega: einige sind dicht, andere nicht so richtig. Außerdem muss man den Deckel der Mini Decon mit etwas Kraft schließen, damit dieser richtig auf dem Dosenkörper einrastet. Das kriegen nach unserer Erfahrung einige Cacher nicht hin, so dass es die Feuchtigkeit leichter hat, in die Dose zu gelangen, eben weil der Deckel nicht ganz zu ist.
Der Groundspeak Micro (ist in nicht-Groundspeak Shops auch unter anderen Namen bekannt) ist eine kleine, schlanke und robuste Dose, die uns sehr wenig Probleme macht (bei einer hatten wir nach ca. 2 Jahren mal ein Feuchtigkeitsproblem). Aber: in den Groundspeak Micro passt kein normales Logbuch, hier muss man selber basteln. Was nicht weiter schlimm ist, aber selbst das größt-mögliche Logbuch hat "nur" Platz für ca. 50 Einträge, so dass man als CO zumindest bei stark-frequentierten Caches hier öfters mal zum Logbuchwechsel muss.

Die letzten beiden Dosen sind der Alcon Container und der Nacro Container, beide sind auch über diverse deutschsprachige Geocaching-Shops erhältlich:


Probleme mit der Dichtigkeit:
Alcon Container und Nacro Container
Beide sind recht robust und aus Alu gefertigt und haben einen Schlüsselring zwecks Aufhängung am Deckel. Aber: beide sind konstruktionsbedingt nicht dicht, was an der Ausführung des Deckels liegt. Dazu gibt es hier im Blog bereits einen Artikel. Und was in Sachen Logbuch oben zum Groundspeak Micro geschrieben wurde, gilt auch für den Nacro Container: aufgrund der geringen Größe passt hier auch nur ein kleines Logbuch rein.

So weit unser Erfahrung mit den diversen Cachebehältern. Zum Filmdosen hatten wir bereits in der Vergangenheit was geschrieben und mehr gibt dazu auch nicht zu sagen.

Grundsätzlich würden wir alle oben gezeigten Dosen auch heute nochmals zum Einsatz bringen. Nur manche Dosen halt eher nur an / in Verstecken, die (halbwegs) trocken sind und bleiben.

Ohne wenn und aber in jeder Situation bewährt haben sich die Standards: PETling, Schraubbehälter, Clip'n'Close Dose und Mun-Kiste. Ist zwar aus Cachersicht vielleicht langweilig, aus Cacheowner Sicht aber "eine sichere Bank". Und ein trockenes Logbuch erfreut Cacher ja auch.

Sonntag, 21. Juni 2015

Geocaching Souvenirs sammeln leicht gemacht - auch von der Couch aus!

Vor ein paar Tagen hat ja die neue Souvenir-Aktion auf geocaching.com Namens Roadtrip '15 angefangen, bei der man ein paar neue Souvenirs bekommen kann, wenn man zur richtigen Zeit den richtigen Cache loggt.

Ein "Seiteneffekt" unserer heutigen Cachetour war, dass wir das "Spass mit Favoriten" Souvenir bekamen. Was dann auch die Frage aufwarf: was passiert eigentlich, wenn man einen Souvenir-bringenden Cache loggt und den Logeintrag wieder löscht - bleibt dann das Souvenir bestehen?

Also wurde zusammen mit einem befreundetem Cacherteam ein knallharter Selbstversuch gestartet. Dazu wurden Caches als "gefunden" geloggt, für die es ein neues Souvenir gibt und direkt nach dem Loggen der Logeintrag wieder gelöscht. Danach wurde dann die Souvenirseite gelöscht.

Als erstes wurde ein Tradi in einem Bundesland geloggt, in dem bisher noch kein Fund verzeichnet war. Danach wurde dann noch ein (großes) Event letzten Monat als "Attended" geloggt. Logs gelöscht, Souvenirseite aufgerufen und siehe da: die Souvenirs sind noch da.

Da muss man natürlich auch direkt mal die Frage stellen: Bug oder Feature? Sieht eigentlich schwer nach Bug aus, da Groundspeak scheinbar das Souvenir unmittelbar nach dem "gefunden" / "attended" Log frei schaltet, danach aber nicht mehr prüft, ob die Bedingungen für das Souvenir nach wie vor erfüllt sind.

Über den Sinn und Unsinn von Souvenirs wird ja so wie so gerne diskutiert. Aber wenn man sich wirklich Souvenirs wie oben gezeigt von der Couch aus "besorgen" kann, ohne seine eigene, tatsächliche Logstatistk (real gefundener Caches) dauerhaft zu verfälschen, sind Souvenirs wirklich nur nutzlose bunten Bildchen ohne jegliche Aussagekraft.


Mittwoch, 3. Juni 2015

BLG - Update 20150602

Das Feedback zum Artikel zum ultimativen Loggenerator BLG war doch recht positiv und inspirierend, so dass es heute ein kleines Update gibt.

Neben ein paar Korrekturen "unter der Haube" besitzt BLG jetzt auch die Möglichkeit, eine Satz zum Wetter einzufügen, wobei man die Auswahl zwischen drei verschiedenen Wetterszenarien hat (nämlich: gute Wetter, Wetter ok, schlechtes Wetter). Die Sätze zum Wetter sind natürlich genau so pauschal wie die anderen Logtexte.

Will man eine Satz zum Wetter hinzufügen, so nutzt man dazu die Option -w (oder --weather) gefolgt vom zugehörigen Argument good, ok oder bad.

Das sieht dann z.B. so aus:

$ python3 blg.py -w good

Heute nochmal zum Cachen unterwegs gewesen.
Die Tour führte auch zu diesem Cache.
Der Wettergott war heute auch gut gelaunt und bescherte tolles Wetter.
DFDC


$ python3 blg.py -w ok

Heute nochmal zum Cachen unterwegs gewesen.
Die Tour führte auch zu diesem Cache.
Wettertechnisch hätte es besser sein können, aber was soll's.
Danke für die Dose & TFTC


$ python3 blg.py -w bad

Heute nochmal zum Cachen unterwegs gewesen.
Diese Dose wurde erfolgreich gesucht und gefunden.
Die Witterung war ziemlich unwirtlich, nichts desto trotz hat die Tour Spaß gemacht.
TFTC

Das ganze funktioniert natürlich auf auf Englisch, z.B.:

$ python3 blg.py -l en -w ok

Had some time today, so went out to do some caches.
Found this one without problems.
The weather could have been better, but the tour was fun anyway.
TFTC
-------------------------

Done - thanks for using BLG, the Bullshit Log Generator


Die neue Version steht natürlich zum Download bereit.

Also weiterhin viel Spaß mit dem Bullshit Log Generator :-)

Sonntag, 31. Mai 2015

BLG - der ultimative Geocaching Log Generator

Welcher Geocacher kennt das nicht: den ganzen Tag zum Geocaching unterwegs gewesen und dabei etliche Cache gemacht. Und aufgrund des Leistungsdrucks - die Statistik muss ja stimmen! - waren das so richtig viele Caches. Die müssen auch noch alle online geloggt werden - was eine Arbeit!

Da man schließlich nicht als langweilige und total unkreative Person auffallen möchte, kommen stupide Copy & Paste Logs nicht in Frage.

Also, was tun?

Keine Sorge - hier ist DAS Tool zur Lösung dieses Problems: BLG (ausgesprochen: bi-el-dschi).

BLG ist ein Generator für Geocaching Logs. Diese passen garantiert immer, weil die Logs zwar plausibel, aber völlig nichtssagend sind. Und, da die Logs aus einer Auswahl von vordefinierten Textbausteine per Zufallsgenerator zusammengebaut werden, ist die Anzahl der doppelten Logs gering.

BLG ist in Python geschrieben, und die Bedienung ist total simpel: eine installierte Version von Python 3 vorausgesetzt lädt man BLG einfach herunter, speichert die drei Dateien in ein beliebiges Verzeichnis und führt BLG aus. Und in Nullkommanichts hat man seine Logtexte. Genial einfach, einfach genial.

Hier mal ein Beispiel:

$ python3 blg.py -n 5

Heute ging es nochmal raus ins Freie zwecks Geocaching.
Ohne Probleme gesucht und geloggt.
TFTC
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Heute wieder auf Cache-Tour gewesen.
Einer der besuchten Caches war dieser hier.
Danke für's Legen und Pflegen des Caches.
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Heute wieder auf Cache-Tour gewesen.
Die Tour führte auch zu diesem Cache.
Danke für's (Pf-) Legen dieses Caches.
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Heute nochmal zum Cachen unterwegs gewesen.
Dabei wurde auch diese Dose besucht.
Danke für's Legen und Pflegen des Caches.
-------------------------
Heute unterwegs gewesen, um den eine oder anderen Cache zu machen.
Ohne Probleme gesucht und geloggt.
DFDC
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Wie zu sehen ist, werden über die Option -n=5 direkt fünf Logtext generiert.

Du bist öfter im Ausland unterwegs? Kein Problem, denn der BLG kann auch englische Logs generieren, einfach über die Option -l en:

$ python3 blg.py -l en
 

Been today on tour again for some caches.
One of the caches visited was this one.
Thanks for hiding and maintaining this cache.
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Wem die hinterlegten Textbausteine auf Dauer zu langweilig sind - auch kein  Problem! Einfach die Datei "template_de.py" (welche die deutschen Textbausteine enthält) um eigene erweitern. Das geht ganz einfach mit jedem beliebigem Texteditor.

Hier nochmal der Download-Link für BLG: Link

Ach ja, zum Schluss noch eine Anmerkung: BLG steht für "Bullshit Log Generator" - womit dann alles gesagt wäre ;-)


Nachtrag: am 2.6. ist eine neuer Version von BLG erschienen. Mehr dazu in diesem Blogartikel.

Donnerstag, 28. Mai 2015

Cache legen und Müll sammeln - einfach so, ohne CITO

Heute haben wir den 140. Cache gelegt und trotzdem gab's noch ein Novum: wir haben vorher Müll im Wald eingesammelt. Also den Müll, der auf dem Weg zum Cache lag. Einfach so, ohne CITO Event.

Das ganze kam so: vor zwei Tagen, als die Koordinaten für den Cache eingemessen wurde, fiel auf, dass da an einigen Stellen Fetzen von Plastikfolie herum lagen. Da das Fleckchen, wo der Cache liegt, sonst sehr schön und idyllisch  ist, wurde der Beschluss gefasst, den Müll dann beim Platzieren des Caches direkt einzusammeln.

Heute machten sich 50% von DerSchnelleLinus auf, genau dies zu tun. Bewaffnet mit zwei Müllgreifzangen, einem Müllsack, ein paar Gummihandschuhen und einem legebreiten Cachebehälter ging's los.

Es ist schon erstaunlich, wie viel Müll so im Wald rumliegt, wenn man genauer hinschaut. Zumal an dieser Stell im Wald eher wenig Leute unterwegs sind.
Und so dauert es auch nur ca. 10 min, bis der Müllsacke voll war. In erster Linie mit Fetzen von Plastikfolie, Reste von Polystyrol-Platten, aber auch ein paar Flaschen, Schokoriegelverpackungen und eine alte, leere Öldose.

Müllsack voll mit Müll, der vor Ort eingesammelt wurde.
Nachdem das erledigt war wurde dann natürlich noch der Cache gelegt (GC5WAHH). Was ja kein Problem ist, darin haben wir Übung ;-)

Jedenfalls war das Müll sammeln kein großer Akt - und die Cachearena ist für die Geoacher, die den neuen Cache besuchen, auch sauber. Mal ganz abgesehen davon, dass der Wald das einem natürlich auch Danke.
Sollte man vielleicht öfters machen... auch ohne CITO Event.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Besuch des GPS Maze in Mainz

Heute haben wir  - in voller vierer Teamstärke - das GPS Maze in Mainz besucht. Das GPS Maze ist eine Art spezielles (Geocaching-) Event, welches entwickelt wurde, „um Menschen jeden Alters etwas über die GPS-Technologie und Geocaching durch interaktive Nutzung beizubringen.“ (Quelle).
Das GPS Maze findet erst zum 2. Mal in Europa statt (das erste war 2013 in Prag).

Mainz ist von unserer Homebase ja nicht so weit weg und so waren wir nach ca. 40 min Autofahrt auch schon an der Rheingoldhalle in Mainz, wo das GPS Maze (und auch das Giga Event am Samstag) stattfindet. Geparkt haben wir im Parkhaus unter der Halle, welches ziemlich leer war (liegt vielleicht auch daran, dass das Parken da eher teuer ist...).

Banner an der Rheingoldhalle
Das Parkhaus wurde dann Richtung Rheinufer verlassen. Hier fielen direkt schon einige Menschen mit typischer Geocacher-Haltung auf (d.h. ein Arm angewinkelt, GPSr in der Hand, gesenktes Haupt, Blick auf's GPSr), welche ebenfalls auf der Uferpromenade unterwegs waren.

Am Eingang zum GPS Maze stand schon eine kleine Schlange von ca. 15 Personen. Grund: der Einlass in die Ausstellung wird reguliert. Dafür ist wiederum der Grund, dass drinnen ziemlich wenig Platz ist. Dazu später noch mal mehr.

Nach ein paar kurzen Minuten warten wir dann aber drin. Vom Konzept her gibt es nur eine Laufweg durch die Ausstellung. Dieser Laufweg ist links und rechts durch Infotafeln, Poster und Stationen zum Anfassen und Lernen flankiert. Der Gang ist ca. 3 m breit.

Auf den ersten Tafel gab's dann auch Infos zum Thema GPS, geographischen Referenzsystemen etc. Aber der (deutlich) größere Teil des GPS Maze widmet sich dem Thema Geocaching - Dosengrößen, Verstecke, Verhalten beim Klettern, Verhalten beim Cachen in Höhlen etc. Also eigentlich alles das, was Geocacher, die schon ein bisschen dabei sind, kennen.

Außerdem gab es noch noch ein paar Stationen, wo man aktiv Aufgaben lösen konnte, wie z.B. das Dekodieren von Morsecode, Suchen einer Dose an einer Leitplanke sowie zwei sehr schön gemachten Stationen mit Taschenlampen in einer Art Dunkelkammer.

Groß ist die Ausstellung aber nicht, und so waren wir nach ca. 25 Minuten auch fertig bzw. durch. Am Ausgang liegt dann noch ein Logbuch aus, in das sich eingetragen wurde.

75% von DerSchnelleLinus beim Loggen
Insgesamt ist das GPS Maze gut gemacht - die Infotafel und Poster sind textlich sehr gut und auch design- und drucktechnisch einwandfrei.

Aber: das GPS Maze bietet für Geocacher wenig neues bzw. unbekanntes. Vieles ist eher auf Besucher ausgelegt, die sich mit Geocaching nicht auskennen. Da der Besuch des GPS Maze kostenlos ist (=kein Eintritt), könnten "Muggel" die Ausstellung natürlich auch besuchen. Aber zumindest als wir da waren, waren gefühlt ausschließlich Geocacher dort.

Was wir auch nicht erwartet hatten ist, dass keine Hersteller von GPS-Geräten (wie Garmin oder Magellan) vor Ort waren. Was ja bei einer Veranstaltung zum Thema GPS naheliegend wäre.

Und der dritte Kritikpunkt: das GPS Maze ist ziemlich klein, bezogen auf die Räumlichkeiten. Da wir noch nie auf einem anderen Maze waren haben wir natürlich keinen Vergleich, aber es wäre wesentlich "lockerer" gewesen, wenn man z.B. die einzelnen Stationen inselartig in einem größeren Raum verteilt hätte.

Heute war die Enge kein Problem, aber am Samstag, wenn zeitgleich das Gutenberg Giga läuft, wie tausende von Leuten mehr unterwegs sind, kann man sich wohl auf längere Wartezeiten vor dem Eingang und Gedränge innen drin einstellen.

Unter Strich war der Besuch aber voll ok und kurzweilig. Allerdings würden wir wohl für ein GPS Maze keine größere bzw. weitere Anreise in Kauf nehmen - das lohnt sich dann nämlich nach unserer Meinung nach nicht.

Montag, 4. Mai 2015

Mysterykeeper - gelöste Rätsel-Caches verwalten

Bei Mysterycaches kommt es ja durchaus öfters vor, dass man ein Rätsel löst, aber nicht direkt bzw. zeitnah zum Suchen und Loggen kommt. Also muss man sich die Lösung und die Finalkoordinaten irgendwo speichern.

Klar gibt es das "Anmerkungen zu diesem Listing" Feld in jedem Listing bei geocaching.com, wo man Notizen jeglicher Art hinterlegen kann, die nur für einen selber sichtbar sind. Das ist zwar ganz praktisch, hat aber zwei Nachteile: Erstens muss man online sein, um die Notizen zu sehen und zweitens weiß man so noch nicht, welche Mysteries man gelöst hat, aber noch nicht geloggt. Letzteres könnte man zwar über ein eigene Liste lösen (so fern man Premium Mitglied bei gecaching.com ist), was aber auch ein zusätzlicher Arbeitsschritt wäre - und Listen sind auch noch online abrufbar.

Bis vor kurzem haben wir unsere Lösung für Mysteries (und auch andere Caches wie Multis) in einer JSON-Datei gespeichert (siehe dazu auch unseren Blogbeitrag "Speichern von Lösungen für Mystery- und Multi-Caches" aus Oktober 2013). Das hat auch ganz gut funktioniert, wurde zum Ende hin aber ein bisschen unübersichtlich, weil die JSON-Datei ziemlich lange wurde, eben weil (zu) viele Caches drin enthalten waren.

Also sollte was besseres und vor allem Dingen übersichtlicheres her. Mit GSAK ginge das wohl, aber hier im Hause seit vielen Jahren keine Windows-Lizenz mehr vorhanden, also fällt jede Windows-only Lösung aus.

Da sich 25% von DerSchnelleLinus gerade so wie so mit Django (dem Webframework Nr. 1 für Python) beschäftigten, war das natürlich eine guten Gelegenheit, eine Python- / Django-basierte Lösung zu Basteln.

Gesagt, getan. Das Projekt wurde "Mysterykeeper" getauft, weil es ja in erster Linie um das Speichern von Mysterylösungen geht. Aus heutiger Sicht, also nach dem Hack der geocheck.org Datenbank Ende Januar 2015,  hat der Namen natürlich eine gewisse "Ironie" - aber gut, die Programmierarbeit an "Mysterykeeper" hat bereits 2014 begonnen.

Da Mysterykeeper für die persönliche Nutzungen konzeptioniert ist, ist das ganze auch recht einfach gestrickt: die Eingabe von neuen Daten (=Lösungen) erfolgt über das Admin-Backend, welches Django standardmäßig an Bord hat. Die Abfrage und die Anzeige der Lösungen erfolgt als HTML-Seite, welche von dem Webserver ausgeliefert wird, welcher ebenfalls bei Django an Bord ist.

Da wir das ganze "nur" lokal auf unseren Laptops benutzen gibt es keine zusätzlich Authentifizierung oder Benutzerverwaltung. Diese könnte (bzw. sollte) man aber einbauen, wenn man das ganz über eine  "richtigen" Webserver laufen lässt, welcher über das Internet erreichbar ist.  Was mit und Dank Django auch kein Problem wäre. Ist aber wie gesagt unsererseits aktuell nicht geplant.

Wie das ganze so aussieht wird im folgenden anhand eines Beispiels gezeigt. Der Cache, der für das Beispiel verwendet wird, ist ein Mystery von uns, der bereits im Archiv ist - also kein Spoiler-Alarm.

Wie gesagt erfolgt die Eingabe einer Lösung über das Admin-Backend von Django. Bei laufendem Server ist es unter http://localhost:8000/admin/mysterykeeper/ zu erreichen. Ruft man diese URL auf, sieht man die Startseite der Admin-Backend für Mysterykeeper:

Startseite des Admin-Backends
Wie zu sehen ist, gibt es zwei Tabellen in der Datenbank von Mysterykeeper:
  • "Solution" zum Speichern der Cache-bezogen Daten / Lösungen
  • "Attachment" zum Speichern von Anhängen zum einem Cache (z.B. Bilder u.ä.)
Nach einem Klick auf "Add" gelangt man in die Eingabemaske, welche so aussieht:

Eingabemaske für neue (gelöste) Caches
Aktuell ist die Datenbank so aufgebaut, dass man die folgende Daten eingeben kann:
  • GC-Nummer
  • Cachename
  • Cachetyp
  • Notizen (beliebig langer Text)
  • Finalkoordinaten
  • geloggt (Checkbox - ausgewählt = ja)
  • Ort

Als Cachetyp kann man - neben "Unknown Cache" (der offiziellen Bezeichnung von Groundspeak für Mysteries), wie im obigen Beispiel - auch noch einige andere Cachetypen auswählen, wie im folgenden Bildschirmfoto zu sehen ist:

Cachetypen, welche man in Mysterykeeper speichern kann
Ein Klick auf "Save" speichert die Daten und man gelangt automatisch auf die Übersichtsseite aller gespeicherten Caches. Der zuletzt hinzugefügt steht immer als oberstes in der Liste:

Liste der in Mysterykeeper gespeicherten Lösungen
Wie oben erwähnt, kann man zu jeder Lösung auch noch (beliebig viele) Anhänge hinterlegen, und zwar über die folgende Eingabemaske:

Eingabemaske für Anhänge für gespeicherte Lösungen
So weit, so gut. Wie gesagt erfolgt die Anzeige und Abfrage der gespeicherten Lösung über HTML-Seiten, welche vom Django-Server ausgeliefert werden. Ruft man die URL http://localhost:8000/mysterykeeper/ auf, so erscheint folgende Startseite:

Liste der gelösten, aber noch nicht geloggten Caches

Aufgelistet werden, sortiert nach GC-Nummer, alles gelösten, aber noch nicht geloggten (=gefundenen) Caches. Die Sortierung lässt sich durch eine Klick auf die Spaltenüberschrift auch nach anderen Tabellenspalten sortieren.

Klick man auf die GC-Nummer, erscheinen die Details zum Cache:

Details zu einem in Mysterykeeper hinterlegtem Cache
Hier sieht man alles, was man in der Eingabemaske des Admin-Backends eingegeben hat. Die drei Schaltfläche "Show at Google Maps", "Show at OSM", "Show Listing" sind wohl selbsterklärend: Die ersten beiden rufen Google Maps bzw. Open Street Map auf und zeigen eine Karte, wo das Final des Caches mit einem Marker markiert ist. Letztere Schaltfläche ruft das Listing bei geocaching.com auf.

Ein Klick auf "Mark as logged" markiert den Cache als geloggt. Als Sicherung gegen versehentliches Anklicken erfolgt danach noch eine Sicherheitsabfrage, ob man den Cache wirklich als "geloggt" markieren möchte.

Sicherheitsabfrage, ob man einen Cache wirklich als "geloggt" kennzeichnen möchte.

Neben der Standardanzeige der gelösten, aber ungeloggten Caches, kann man sich auf der Startseite auch noch alles Caches (unabhängig davon, ob geloggt oder nicht) anzeigen lassen bzw. man kann sich auch nur alle geloggten Caches ausgeben lassen.

Ein weiteres Feature des Mysterykeepers ist die Suche nach gelösten, aber nicht geloggten Caches in einem frei bestimmbaren Umkreis um vorzugebende Koordinaten:

Suche nach gelösten Cache im Umkreis nach vorzugebenden Koordinaten
Das Ergebnis sieht dann z.B so aus:


So weit, so gut. Von der Funktionalität her bietet der Mysterykeeper alles, was wir für uns brauchen. Und wenn mal irgendwann noch was fehlt wird's halt dazu programmiert.

Wir selber haben das Programm seit einiger Zeit im Einsatz und es ist: praktisch. Vor allem haben wir nach der Datenübernahme aus der alten JSON-Datei erst Mal gesehen, wie viele gelöste aber noch nicht gesuchte und nicht geloggte Mysteries wird so haben...

Ob der Programmcode irgendwann auch mal in einem öffentlich zugänglichem Repositry liegen wird steht noch nicht fest. Nicht, weil er closed source oder streng geheim wäre oder so - aber in erster Linie nutzen wird Mysterykeeper ja für uns selber.

Falls jemand Interesse am Code hat und diesen haben möchte - kein Problem, können wir zusenden. Dazu uns einfach kontaktieren. Wer eine leise Ahnung von Python und Django hat sollte auch keine Probleme haben, den Mysterykeeper bei sich lokal zum Laufen zu bringen.

Und wenn sich noch jemand fragt, warum das Programm (noch) komplett auf Englisch ist: das ist a) die Macht der Gewohnheit und b) ein gegebener Anlass, später auch mal das i18n-Modul von Django zur Übersetzung / Eindeutschung zu nutzen.


Nachtrag: Mysterykeeper kann (natürlich) auch mit Caches umgehen, die bei opencaching.de gelistet sind. Bei einem Klick auf "Show Listing" wird dann halt die Seite von opencaching.de (statt geocaching.com) aufgerufen.